| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Auffangstation |
| wartet seit: | Aug. 2026 (bei der FBM seit Juni 2026) |
| geboren am: | 08.06.2018 |
| Größe: | ca. 45 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Sebas würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Marianne V. |
| Besonderheit: | anhänglich, aufgeschlossen, verschmust, fröhlich, in manchen Situationen unsicher, könnte auch als Einzelhund glücklich werden |
| Adoptionsvoraussetzung: | keine kleinen Kinder, Hundeerfahrung |
| letztes Update: | 22.08.2026 |
Der kleine Bodeguero-Opa Sebas sucht ganz dringend ein Pflegesofa oder - noch besser - eine Familie!
Der kleine Sebas ist bei uns angekommen.
Typisch Terrier hat er hier gleich alles in Besitz genommen. "Hier bin ich, alles gut. Passt!".
Seine Hundegruppe, bestehend aus lauter Galgos, findet er toll und umgekehrt passt es auch den Galgos.
Sebas darf sich jetzt erst mal von der Reise erholen.
Wir holten Sebas vor zwei Wochen in unsere Auffangstation ins Fränkische Seenland, weil die Tierschutzkollegen der Fundación Benjamín Mehnert dringend um Hilfe baten. Sebas ist ein acht Jahre alter Mischling und diese acht Jahre waren sicher kein Zuckerschlecken. Mangelernährung, Vernachlässigung und die Notwendigkeit, sich gegenüber anderen Hunden behaupten zu müssen, um sich von einem Tag zum nächsten durchzuschlagen, haben ihre Spuren hinterlassen. Und so entstieg eine ziemlich gerupfte Gestalt dem Transporter aus Spanien. Ein Überlebender, der noch realisieren muss, dass nun bessere Zeiten angebrochen sind.
Trotz all der schlechten Erfahrungen hat Sebas sich die Liebe zu den Menschen bewahrt und das ist ein kostbares Gut! Er genießt die menschliche Nähe und krabbelt uns sogar gerne auf den Schoß, um sich kraulen zu lassen. Aber nicht jede Berührung ist ihm angenehm und so kann es vorkommen, dass er knurrt oder sogar nach der Hand schnappt, wenn man die Signale, die er aussendet, nicht zu lesen weiß. Der Grund hierfür kann Unsicherheit sein, denn die Menschen sind früher sicher grob mit ihm umgegangen. Manche Aktionen machen ihm auch einfach noch Angst, zum Beispiel wenn man ihm am Halsband packen möchte oder wenn ein Fuß sich unvermittelt nähert. Da droht er kurz an und wenn nichts passiert, kuschelt er sich wieder an einen. Aber wir halten es auch für möglich, dass manche Reaktionen auf Schmerzen zurückzuführen sind. Die Zähne müssen auf jeden Fall dringend angeschaut werden. Sobald unsere Tierärztin aus dem Urlaub zurück ist, gehen wir das an und lassen ihn durchchecken.
Hat Sebas ein Bällchen ergattert, ist er der glücklichste Hund. Bälle sind für ihn eine Ressource, die er verteidigt, wenn er glaubt, dass man ihm seinen Schatz wegnehmen will. Dann droht er mit Knurren. Sebas muss noch realisieren, dass es in dieser schönen, neuen Welt genügend Bälle gibt und er diese nicht verteidigen muss. Seinen ersten Ball im Auslauf – vielleicht den ersten, den er in seinem traurigen Leben überhaupt je in den Fang genommen hat – hatte Sebas so sehr lieb, dass er ihn den ganzen Weg bis zur Station getragen hat, was ein riesiger Kraftakt war, denn es war ein recht großer Ball für so einen kleinen älteren Herr, aber zurücklassen war keine Option… so etwas Wertvolles! Er bringt uns also auch zum Schmunzeln, dieser Zausel. Wir denken, dass es eine Weile braucht, bis Sebas die neue Welt versteht, in der ihm keiner mehr etwas antut und ein Ball oder Futter zuverlässig verfügbar sind.
Mit den anderen Hunden kommt Sebas einigermaßen zurecht, doch braucht er sie nicht zu seinem Glück. Im Moment neigt er dazu, bei anderen Hunden – ob Hündin oder kastrierter Rüde macht keinen Unterschied – aufzureiten. Bei seiner Ankunft bei der FBM stellte man fest, dass er keine Hoden hat und auch beim Ultraschall konnten keine gefunden werden. Die Tierschützer vermuten, dass er schon kastriert worden ist. Auch bei der Verteilung des Futters muss man etwas auf Sebas aufpassen. Sebas ist also nicht übermäßig beliebt und hat auch schon ein Loch im Pelz kassiert, als er einen gefüllten Napf kapern wollte. Als Zwerg unter all den Galgos steht er natürlich etwas auf verlorenem Posten, weshalb wir ihn in einem Gehege mit drei schüchternen Galgos untergebracht haben, damit ihm nichts zustößt. Aus derselben Sorge heraus wollten die spanischen Tierschützer ihn ebenfalls so schnell wie möglich versorgt wissen.
Was wünschen wir uns für den vom Leben so schwer gezausten Sebas? Sebas braucht Menschen mit viel Hundeerfahrung, Verständnis, Liebe und Geduld, denn man muss seine Körpersprache lesen können und ihm Zeit lassen, sich neu zu sortieren. Dann wird aus ihm bestimmt ein ganz toller, treuer Begleiter. Kleine Kinder sollten auf keinem Fall in seinem näheren Umfeld leben, da auch einmal die Zähne zum Einsatz kommen können, wenn Sebas sich in einer Situation überfordert fühlt. Einen weiteren Hund braucht Sebas nicht unbedingt in seiner zukünftigen Familie. Dafür bedeuten ihm die Menschen – und Bällchen – alles. Ein Garten zum Spielen und Chillen wäre deshalb schön. Wir suchen für Sebas eine erfahrene Pflegefamilie oder noch lieber natürlich gleich eine richtige Familie. Er soll doch endlich glücklich werden, unser Sebbe!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an Sebas. Bitte lesen Sie zunächst die Adoptionsgrundlagen und füllen die Adoptionsanfrage aus.
Sie haben Sebas in Ihr Herz geschlossen, können ihn aber leider nicht adoptieren? Übernehmen Sie doch eine Patenschaft für Sebas.
Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
| Ansprechpartner: | Bianca Seefeld |
| Email: | bianca.seefeld@galgorettung-fs.de |
| Tel.: | 09173 79916 |
| Ort: | 91177 Thalmässing |