Sunny

Sunny

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Not-Pflegestelle bei Berlin
wartet seit:Sept. 2024
geboren am:05.07.2022
Größe:ca. 67 cm
Mittelmeerkrankheiten:Ehrl. positiv
Patenschaft:Sunny würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Antonia Cegla
Besonderheit:Liebenswert, sozial, kommuniziert den Hunden gegenüber, wenn es ihm zu viel, zu schnell geht
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:31.01.2026

Was wir über Sunny erzählen können ...


19.09.2024

Sunny ist heute morgen in Berlin gelandet.

Sunny kommt aus Katar. Der junge Saluki-Rüde wurde auf der Straße aufgelesen. Er hatte Glück, denn er wurde in eine Tierpension gebracht und versorgt.

Der Tierarzt hat außer seinem Untergewicht einige Brandverletzungen entdeckt, 

Sunnys Ohren sind "kupiert", einfach abgeschnitten. Uns wurde gesagt damit die Hunde, ohne ihre befederten Ohren, noch schneller laufen.

Nun ist Sunny erst mal auf einen Notfellplatz in der Nähe von Berlin gezogen. Dort zeigt sich Sunny anfangs zurückhaltend, müde von der Reise, noch etwas unsicher den vorhandenen Hunden gegenüber.

Er durfte sich alles anschauen und hat dann erst einmal geschlafen. Jetzt ist er schon offener und interessiert den anderen Hunden gegenüber, freut sich sogar über Aufforderung zum Spiel. Menschen schließt er sich schnell an.

Sunny hofft bald eine Familie zu finden, die ihn so liebt wie er ist. 

update 29.09.2024

 

Sunny hatte es ganz besonders eilig aufs Sofa zu kommen!

Er hat seinen ganzen Charme spielen lassen und schon hatten sich seine Taxi-Fahrer auf der Fahrt vom Flughafen zur Pflegefamilie so verliebt, dass sie ihn eine Woche nach der Fahrt besuchen kamen und einpackten.

Dort teilt er sein Sofa nun mit 3 weiteren Windhunden, den Katzen und seinen Menschen.

Viel Glück zusammen!

Update 31.01.2026

Sunny hat vor über einem Jahr sein liebevolles Zuhause gefunden und heißt jetzt Adan. Er genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:

Adan (Sunny)

Es war der 19. September 2024. Wir standen auf dem Flughafen in Berlin und warteten auf den Flug aus Katar. Wir waren von Bianca gebeten worden, einen Saluki Rüden abzuholen – Sunny. Dann kam er und aus der Transportbox stieg ein verschüchterter, ziemlich dünner, weißer Rüde OHNE OHREN.

Er lief problemlos an der Leine zu unserem Auto und stieg ein. Wir brachten ihn zu einer Pflegestelle nach Brandenburg. Unsere heimische Hundegruppe bestand damals aus zwei Galgos (Troll und Ebony) und einem Windspiel. Außerdem gehörten noch 2 Kater zur Familie. Wir waren ganz sicher, ein weiterer Rüde passt nicht dazu. Unser Troll hat große Probleme mit allen Rüden in der Nachbarschaft. Aber wie es im Leben manchmal so ist, uns Beiden ging dieser Saluki nicht mehr aus dem Kopf. Wir hatten uns verliebt. Also baten wir die Pflegestelle darum, ihn mit unseren Hunden gemeinsam besuchen zu dürfen. Nur 5 Tage später reisten wir also alle dort an und waren sehr gespannt, wie das Treffen zwischen Sunny und Troll verlaufen würde. Maulkörbe hatte ich sicherheitshalber dabei. Aber es kam ganz anders als erwartet. Troll sah Sunny, freute sich und forderte ihn sofort zum Spielen auf. Auch Sunny war sehr freundlich und so flitzten die Beiden einträchtig über das große Grundstück. Wir verbrachten den Vormittag zusammen und beschlossen Sunny mitzunehmen. Nun stand noch die Frage im Raum, wie verhält er sich zu den Katern. Auch hier gab es keine Probleme. Nach anfänglichem Beschnuppern ignorierte er sie. Und da die Kater hundeerfahren sind, verlief alles friedlich.

Das war der leichte Teil. Denn in den nächsten Tagen, Wochen, und Monaten stellte uns Adan, wie wir ihn nun nannten, vor große Herausforderungen. Er war völlig in seiner Welt. Alles was wir taten, ihm anboten oder vorstellten, interessierte ihn nicht. Er nahm keine Leckerli, mochten sie auch noch so toll sein. Er reagierte auf keine Ansprache und bei Spaziergängen lief er seinen Weg. Sein katarischer Retter erzählte, ihn fast tot, schwer verletzt und kurz vor dem Verdursten auf der Straße gefunden zu haben. Kaum einer glaubte an Adans Überleben. Dabei hat er anscheinend auch eine Kopfverletzung erlitten. Sein Schädel weist eine leichte Deformation auf. Adan ist unser 18. Hund. Wir hatten viele unterschiedliche Hunderassen in unserer Familie und haben schon seit fast 20 Jahren Windhunde. Aber Adan konnten wir nicht verstehen. Wir suchten uns Rat und engagierten eine Hundetrainerin. Sie bestätigte uns in unserer Herangehensweise mit Geduld und Konsequenz, konnte uns aber nicht wirklich weiter helfen.

Leider hatte Adan diverse Krankheiten (Barbesiose, Anaplasmose, Leishmaniose) und auch alte Verletzungen mitgebracht. Dadurch war seine Kondition nicht gut und beim Rennen schien er immer wieder Schmerzen zu haben. Viele Tierarztbesuche und die hilfreichen Ratschläge von Ute haben es ermöglicht, dass es ihm inzwischen besser geht. 

In der ersten Zeit liefen die Hunde noch gemeinsam auf unserem großen Grundstück. Aber nach und nach verweigerte Adan immer mehr das gemeinsame Spiel, so dass heute Troll wieder allein spielen und rennen muss. Seine fehlende Leinenführigkeit und sein Autismus stellten das größte Problem dar. Er lernt sehr schwer, vielleicht eine Folge seiner Kopfverletzung? Adan ist körperlich erstaunlich stark und hat die Erfahrung eines Straßenhundes. Es war und ist mir auch  heute noch kaum möglich, ihn an der Leine zu führen. Zwar läuft er jetzt recht manierlich und auch an anderen Hunden kommen wir meistens ohne große Pöbelei vorbei, aber hin und wieder kommt sein Dickkopf durch und dann kann ich dem kräftemäßig kaum etwas entgegen setzen. Frank ist also sein Gassi-Partner und das geht heute recht entspannt. Seit einigen Wochen zeigt er uns, dass er uns mag. Er kommt von allein und bittet um Streicheleinheiten, er freut sich, wenn wir nach Abwesenheit zurückkommen, und manchmal ist er sogar ein wenig eifersüchtig auf die anderen Hunde. Darüber freuen wir uns sehr. Nun ist er wohl doch noch bei uns angekommen. In dem letzten Jahr haben wir oft an uns gezweifelt und waren uns nicht sicher, ob Adan jemals bei uns glücklich werden kann. Aber seine Entwicklung zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Sicher liegt noch eine Strecke vor uns – die gehen wir zusammen weiter!