Picachu

Picachu

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:März 2024 (bei der FBM seit 31.08.2023)
geboren am:01.08.2020
Größe:ca. 68 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Picachu würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Claudia L., Anne Neumann, Ines Gmeinhart
Besonderheit:fröhlich, verschmust, anfangs etwas vorsichtig, könnte auch als Einzelhund glücklich werden
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:17.01.2026

Was wir über Picachu erzählen können ...


17.01.2024

Picachu wartet bei der FBM entdeckt zu werden.

Picachu ist anfangs vorsichtig bei fremden Menschen. 

update 28.03.2024

 

Picachu ist jetzt schon eine Weile bei uns.

Langsam vertraut er uns immer mehr und so zeigt er inzwischen auch schon große Freude, wenn wir kommen und freut sich auch über Streichler.

Der große, kräftige Rüde kommt in der Hundegruppe gut zurecht, nur beim Füttern meint er noch immer zu kurz zu kommen. Aber auch das wird er lernen, verhungern muss hier keiner.

Wenn wir zu den Halsbändern greifen ist er gleich zur Stelle und wenn er mal aus irgendeinem Grund nicht dabei sein kann weint er sehr. Entsprechend groß ist die Freude, wenn sein Rudelmitglied zurück kommt.

 

 

Update 17.05.2024

Neue Fotos von Picachu:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

Update 12.06.2024

Jedes Kind kennt Picachu! Er ist ein gelber Pokémon und tatsächlich lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu dem fröhlichen blonden Galgo-Mischling, der im März in unserer Auffangstation ankam, nicht leugnen.

Unser Picachu ist ein lustiger Typ, der im Auslauf zu Späßen aufgelegt ist. So kommt es vor, dass er mitten auf der Wiese gemütlich verweilt und gleich darauf mit einem breiten Grinsen, wie von einem Pokéball getroffen, ganz alleine losrennt, als müsste er Hunderte von Gegnern in einer imaginären Verfolgungsjagd abschütteln. Die anderen Galgos staunen dann nicht schlecht und steigen gerne auf das Spiel ein. Picachu ist ein fairer Spielpartner und zugleich souverän genug, um sich nicht als Hase in die Ecke stellen zu lassen. Der stattliche Rüde mit kräftiger Statur ist nicht nur schnell unterwegs, sondern man meint auch den Boden unter seinen Füßen donnern zu hören. In den Boden getrommelte Lebensfreude!

Bei den Rennspielen der anderen Galgos wägt Picachu ab, ob er mitmachen will oder sich doch lieber Streicheleinheiten bei seinen Menschen abholt. Im Zweifelsfall entscheidet er sich dann für die Extrakuschelzeit, denn Picachu ist ein großer Schmuse-Teddy. Gekrault zu werden ist einfach zu schön! Picachu ist mittlerweile mit allen unseren Gassigehern unterwegs. Das war aber nicht immer so, denn fremden Personen begegnet er erst einmal sehr zurückhaltend und auch scheu, aber wenn man ihn nicht bedrängt, ist das Eis schnell gebrochen.

Auch fremde Hunde werden erst einmal vorsichtig beäugt. Picachu möchte neue Bekanntschaften in Ruhe schließen dürfen. Wenn zu viele neue Hunde und zu viel Trubel auf einmal auf ihn einstürzen, wie das bei der Ankunft des letzten Transports aus Spanien der Fall war, versteckt Picachu sich im Blockhaus und zieht sich quasi die Decke über den Kopf. Wir haben den Eindruck, dass er in seinem früheren Leben nicht viele andere Hunde kennenlernen durfte. Hier fehlt ihm also die Routine. Auffällig ist das auch bei Hundebegegnungen auf dem Spaziergang. Gerne würde Picachu andere Hunde kennenlernen und strebt neugierig auf sie zu, wird dann aber von Unsicherheit übermannt und knurrt lieber einmal, um nichts zu riskieren. Seine Menschen sollten ihm in solchen Situationen Sicherheit vermitteln können. Aufgrund seiner Unsicherheit wünschen wir uns für Picachu auch in Zukunft ein ländliches Umfeld.

Die Verteilung des Futters, bei der Picachu anfangs in Hektik verfiel, läuft inzwischen entspannter ab. Picachu kann warten, bis er seinen Napf bekommt. Am Zaun wird gerne mit den anderen Hunden gebellt, wenn Menschen oder Hunde vorbeikommen. Da schwingt eine Mischung aus Unsicherheit, verbunden mit der Verteidigung seiner kleinen Welt mit. Aber Picachu lässt sich aus solchen Situationen abrufen, denn er lernt schnell und ist gegenüber seinen Menschen sehr zugänglich und schaut immer, wie sie reagieren, wenn er etwas tut. Er sehnt sich sichtlich nach menschlicher Bestätigung und Zuwendung.

Für Picachu suchen wir hundeerfahrene Menschen, die mit seiner anfänglichen Scheu zurechtkommen und ihm endlich die Liebe schenken, nach der er sich so sehnt. Picachu könnte auch als Einzelhund glücklich werden, wenn er von seinen Menschen behütet und umsorgt wird.

Update 11.09.2024

Neue Fotos von Picachu:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

update 10.11.2024

 

Picachu hat sein Sofa gefunden. Das teilt er sich jetzt mit einer Galga und seinen Menschen. Viel Glück wünschen wir!

 

Update 17.01.2026

Picachu hat vor über einem Jahr sein liebevolles Zuhause gefunden und genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:

 

….vorab ein riesengroßes Dankeschön für die unermüdliche Arbeit, die ihr für die unzähligen geschundenen Galgo-Seelen leistet. Am 02.11.2024 ist eine dieser Seelen, Picachu, bei uns eingezogen. Es liegt ein Jahr mit ganz viel Freude, vielen Aufgaben (vor allem für Picachu), vielen Fortschritten, aber auch immer wieder mit Rückschritten hinter uns. 

Wir wollten „eigentlich“ einen unkomplizierten Hund, der relativ problemlos alles mitmacht. Eigentlich. Und dann habe ich mich in diese Augen und diesen Blick verliebt. Und wie das so ist mit der Liebe, dann ist alles andere egal. Es war uns klar, dass Picachu nicht der Hund ist und wahrscheinlich auch nie werden wird, den wir „eigentlich“ wollten. Aber als Paar ohne Kinder im ländlichen Umfeld mit mehr als 20 Jahren Windhundeerfahrung und einer ruhigen älteren Galga konnten wir ihm das Zuhause anbieten, auf das er zu warten schien. 

Zu mir hat er relativ schnell Vertrauen gefasst, zumindest in normalen Situationen. Mein Mann hat es da bis heute sehr viel schwerer. Bei Spaziergängen bettelt und himmelt Picachu ihn nach Leckerchen an. Im Haus wechselt Picachu meistens noch immer den Raum, wenn Volker rein kommt. Anfangs war es über Monate ein Problem, dass er aus dem gesicherten Garten nicht zuverlässig wieder ins Haus abrufbar war. Er hatte richtige „Schwellenangst“, musste draußen von mir angeleint und ins Haus gebracht werden. Wenn ihn etwas verunsicherte, und da reichte dann schon der Nachbar im übernächsten Garten, fing er an zu „kreiseln“, rannte rastlos herum und ließ sich auch von mir ggf. über Stunden nicht mehr anfassen bzw. anleinen. Also in den Garten nur noch mit Geschirr und kurzem Leinenstummel, wenn den Rest des Tages keine Termine mehr anstanden und warten bis er sich wieder beruhigt hatte. Die Situation hat sich nach und nach gebessert. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Tanja Florian für die hilfreichen Tipps und Gespräche. 

Aber es gab auch viel Positives. Picachu war vom ersten Tag an stubenrein, ist im Haus sehr ruhig und hat keinen Hang zum Umdekorieren, bleibt in Hundegesellschaft problemlos alleine und läuft gut und ruhig an der Leine und auch an der 10-m-Schleppleine. Er ist jedoch nach wie vor in ungewohnten Situationen sehr unsicher. Er hat kaum Jagdtrieb. Bei Wildsichtung, auch in unmittelbarer Nähe, bleibt er mit angezogener Pfote stehen und wartet, lässt sich ansprechen und ablenken. Sogar das verwirrte Eichhörnchen, das seinen Hinterlauf wohl mit einem Baum verwechselt hat, hat diesen Fehler überlebt.    

Wir waren im vergangen Jahr auch 3 x verreist. Dies war natürlich immer eine besondere Herausforderung mit einem so leicht zu verunsichernden Hund, aber wir haben es zusammen gemeistert. Die im Oktober oft menschenleeren Strände auf Texel hat Picachu sehr genossen. In solchen Situationen blitzt der lustige, lebensfrohe Galgo auf, den er sonst so gut zu verstecken versucht. Wir wünschen uns für ihn so sehr, dass er lernt, seine Ängste noch mehr zu überwinden. Um auf diesem Weg mit professioneller Unterstützung noch ein gutes Stück weiter zu kommen, habe ich uns jetzt bei einem Hundetrainer angemeldet.  

Gesundheitlich hat Picachu keine Probleme. Beim Tierarzt waren wir nur zum Impftermin. Für Januar haben wir einen Termin für ein großes Blutbild und wollen danach auch den Zahnstein entfernen lassen. Als Fazit ist zu sagen, dass es ein für uns alle lehrreicher Weg ist, der sich in jedem Fall lohnt. Jede gerettete Seele ist es wert. Nochmal DANKE ans Team für eure Arbeit und euer Vertrauen….