| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Pflegestelle bei Wuppertal |
| wartet seit: | August 2024 (bei der FBM seit April 2023) |
| geboren am: | 13.03.2018 |
| Größe: | ca. 62 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Rebujito würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Sandra D. |
| Besonderheit: | menschenbezogen, ruhig, souverän |
| Adoptionsvoraussetzung: | keine Katzen |
| letztes Update: | 25.01.2026 |
Rebujito wartete seit April 2023 bei der FBM entdeckt zu werden.
Jetzt hat er endlich eine Pflegefamilie gefunden und ist gleich direkt auf sein Pflegesofa gereist.
Wenn er sich ein wenig eingelebt hat gibt es auch neue Bilder und ein Update.
Mit Rebujito ( jetzt Ribo) ist ein Ruhepol in unser Rudel eingezogen. Er hat die Podenca und die kleine Terrier-Dame sofort akzeptiert und bleibt immer ruhig, obwohl er von der Pödel-Chefin relativ häufig gemaßregelt und korrigiert wird.
Wahrscheinlich kennt er nur Galgos, denn die anderen Hunde werden erstmal misstrauisch beäugt, nach näherem Kennenlernen jedoch akzeptiert, noch nicht sofort geliebt. Das ist völlig in Ordnung, denn er ist erst seit ca. 2 Wochen in dieser fremden Hund/Mensch-Welt und hat viel Zeit, sie alle kennen zu lernen.
Ribo orientiert sich zuerst an seinem Rudel, beobachtet ständig das Verhalten und macht alles nach, obwohl ihm manches bestimmt sehr seltsam erscheint. Er passt sich fast sofort an jede neue Situation an, lernt sehr schnell, reagiert überhaupt nicht auf laute Geräusche, Trecker, Pferde, LKWs lassen ihn noch nicht mal zucken. Ein Mal hat er einen Satz zur Seite gemacht, als ein großer Bauzaun umgefallen ist und war sofort wieder ansprechbar. Wir haben uns mehr als er erschreckt.
An der Leine geht er hervorragend, zieht nicht, stellt nichts in Frage, folgt uns/dem Rudel. Wenn er vorgeht, hängt die Leine immer durch. Wenn wir stehen bleiben, tut er es auch, von sich aus.
Trotzdem ist er doppelt gesichert, denn Katzen hat er zum Fressen gern, geht hoch, winselt und zieht dorthin, man kann ihn jedoch gut halten und sehr schnell wieder mit seiner Aufmerksamkeit zurück holen.
Menschen liebt Ribo sehr, er geht zu jedem, stupst vorsichtig an, sehr respektvoll, nie aufdringlich. Ich bin nicht sicher, ob er dabei auch bekuschelt werden möchte, er lässt sich geduldig streicheln und geht, wenn er fertig ist. Er fordert nie Aufmerksamkeit, steht nur unauffällig da, die ständigen Küsschen, die er von uns bekommt, werden ihm aber auch nicht zu viel.
Beim Autofahren legt er sich sofort hin und ist nicht hör-/sichtbar. Man muss ihn noch ins Auto heben, aber das ist wirklich kein Problem.
Vom ersten Tag an war er stubenrein, eine echte Überraschung.
Er bellt von alleine nicht, leider bellt die Podenca öfter, dann schließt er sich mit einem leisen Bellen an und hört bei einem kurzen, leisen „Nein“ sofort auf, auch wenn die Podenca weiter bellt.
„Nein“ hat er schnell verstanden, nimmt sogar die Nase vom Tisch weg, lässt alles fallen und bewegt sich nicht mehr, deshalb ist „sein Nein“ sehr leise und kurz. Da könnte die Podenca noch viel von ihm lernen, sie wird tatsächlich leiser, seitdem er das ist.
Sein Bemühen, alles richtig zu machen ist rührend, wir sind sehr sanft und leise mit ihm, aber klar beim Grenzen setzen.
Das Schönste für ihn bisher war ein Galgoauslauf, da hat er endlich seine „Verwandtschaft“ wieder gefunden, konnte ausgiebig laufen, nachdem er seine Unsicherheit überwunden hat. Da haben wir ihn am entspanntesten, ausgelassen und frei erlebt, EINS mit den anderen. Nach 20 Minuten war er „durch“, hat aber den Rest der Stunde in fröhlicher Gemeinsamkeit mit den anderen Galgos verbracht.
Alles in Einem ist Ribo ein toller, souveräner Hund, der von Tag zu Tag mehr ankommt und lockerer wird. Es ist so, als ob er schon immer da gewesen wäre.
Rebujito hat vor über einem Jahr sein liebevolles Zuhause gefunden und genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:
Ribo (Rebujito) ist ein wertvolles Familienmitglied, Ruhepol und Fels in der Brandung, besonders rührend in seinen Bemühungen, alles richtig zu machen. Zuhause ist er wundervoll. Am Anfang hat er alles Essbare geklaut, ich habe ihm mehr Futter gegeben und es hat von alleine damit aufgehört. Er sucht von sich aus keine Nähe zu uns, ich denke nicht, weil er nicht möchte, sondern weil er sich noch nicht traut. Er springt nicht auf die Couch, wenn jemand darauf sitzt, nur wenn er sich mal unbeobachtet fühlt. Wenn die Rudelchefin, unsere Podenca, sich in die Nähe legt, springt er respektvoll auf und legt sich woanders hin.
Ich habe gemerkt, dass er zu mir kommt, wenn ich mich im Gästezimmer aufs Bett setze, er legt dann seinen Kopf auf meine Beine, lässt sich streicheln und schnurrt fast dabei. Ich nehme mir sooft ich kann Zeit dafür und wir sitzen friedlich miteinander dort.
Auf seinem Namen hörte er sehr schnell, inzwischen kommt er fast sofort bei „Ribo komm“, „Stopp“ funktioniert auch sehr gut, alles andere macht für ihn keinen Sinn, so ist er nicht bemüht, es zu lernen und ich lasse ihn damit auch in Ruhe. Seitdem er da ist, haben wir kaum noch Rangkämpfe zwischen der Podenca und der kleinen Terrine, die kleine akzeptiert nun ihren Platz, zwischen ihnen regiert Ribo, souverän und majestätisch, ohne Interesse an dem Thron. Die Chefin hat ihn am Anfang ziemlich drangsaliert, jeden Atemzug korrigiert, bis er irgendwann sein strahlendes Gebiss gezeigt hat, ruhig und souverän, kein bisschen aggressiv, danach hat sie ihn vollständig in Ruhe gelassen.
Er ist immer bereit rauszugehen, steht immer als erster an der Tür, der ganze Hund wedelt, er holt Spielsachen, stubst die beiden anderen an, treibt sie an, holt sie ab, damit es endlich raus geht. Wahrscheinlich muss er noch viele Eindrücke nachholen. Draußen ist er neugierig und oft unsicher, metallische Geräusche machen ihm Angst, er beruhigt sich jedoch schnell und nach einem kurzen Moment können wir weiter gehen. Auf den Wegen, die er schon sehr gut kennt, kann er entspannt schnüffeln, plötzlich ins Gebüsch springen, die Nase in die Erde stecken und andere lustige Sachen machen. Wenn ihm die Wege fremder sind, ist er verspannt, schaut immer, wie die Damen reagieren, was sie tun, braucht lange, um sich zu entspannen. Ich gehe, so oft ich kann, mit ihm alleine spazieren, da taucht ein anderer Ribo auf: entspannt aufmerksam geht er vor mir, so, als ob er mir den Weg bereiten wollte. Alle Menschen werden freudig begrüßt, die Begegnungen mit anderen Hunden sind entspannter.
Ich denke, er kennt nur Galgos, langhaarige Hunde beunruhigen ihn und wenn seine Damen, die meistens frei laufen, andere Hunde begrüßen, regt er sich furchtbar auf. Das wird langsam besser, ich muss jedoch immer mindestens 1 - 2 Meter Abstand zu den anderen Hunden halten. Ich bleibe so oft ich kann stehen und unterhalte mich mit den Hundehaltern, bis er ruhig wird, das geht immer schneller. Wir sind noch weit entfernt von entspannten Hundebegegnungen, aber wir bleiben dran. Wir wohnen ländlich und ich nehme oft Wege, die einsam sind, so haben wir sehr oft ruhige Spaziergänge. Ich gehe manchmal mit ihm zu Galgoausläufen. Mit Galgos ist er entspannter, sie kann er besser lesen, einen Maulkorb braucht er dort jedoch immer und er ist erleichtert, wenn es wieder vorbei ist. Im Auto fährt er hervorragend mit, ich nehme die Hunde meistens mit, sie müssen fast nie zuhause bleiben. So ist er mit seinem Rudel immer dabei und freut sich über alles.
Sein Highlight sind die täglichen Besuche auf dem Platz des Windhundrennvereins. Dort kann er täglich eine Stunde frei laufen mit seinen Mädels, lässt sich gerne von der Chefin jagen und pöbelt fröhlich am Zaun rum. Seit 2-3 Monaten kann ich ihn auch zusammen mit der kleinen Terrine laufen lassen, sie ist inzwischen keine „Beute“ mehr für ihn. Er fordert sie gerne zum Spiel auf, wenn er jedoch „im Tunnel“ ist, müssen wir aufpassen. Sie schlägt beim Laufen Haken und sieht wie ein Hase aus, aber sie hat inzwischen verstanden, dass sie so nur laufen kann, wenn Ribo an der Leine ist. Die Podenca ist immer auf der Hut und greift ihn an, wenn er zu zielstrebig auf die Kleine zuschießt. Bei einem bestimmten Blick von ihm, kommt die Kleine von alleine sofort zu mir. Das passiert inzwischen selten, sie sind als Team meistens eher damit beschäftigt, den Zaun zu sichern. Wenn er so ausgelassen laufen kann, hüpft er fröhlich herum und ich kann den Clown in ihm erkennen, der langsam aufblühen kann. Am Anfang habe ich von der Stunde im Auslauf ca. eine halbe gebraucht, um ihn wieder einzufangen. Inzwischen stehe ich am Ausgang, er dreht noch schnell eine Runde und kommt von alleine zu mir.
Ich sehe so viele Fortschritte jeden Tag und freue mich sehr darüber. Er darf sich entfalten in seiner Geschwindigkeit, wir haben keine Eile. Ich erwarte nichts von ihm und kriege von ihm umso mehr Geschenke. Gesundheitlich war er sehr fit bis Mai 2025, plötzlich hatte er eine akute Pankreatits, die wir uns nicht erklären konnten. Diese hat er - Gott sein Dank – überlebt und nach einem halben Jahr mit gekochter Pute und Süsskartoffeln, ist er jetzt wieder fit. Alle Blutwerte sind nach der Pankreatitis sehr gut, er wirkt gesund und fröhlich. Ich gehe quartalsweise zur Physio mit allen drei Hunden, sein Beckenschiefstand wird langsam besser, er hatte aber sowieso keine Einschränkungen dadurch. Das rechte Vorderbein konnte er nicht so gut knicken, wie das linke, manchmal hielt er die Pfote hoch nach dem Laufen, das hat er jedoch schon lange nicht mehr gemacht.
Auch wenn sich einiges anstrengend anhört, ist Ribo im Alltag der Freundlichste, Sanfteste, Geduldigste und Lustigste, ich bin sehr glücklich mit meiner Familie!