| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Pflegestelle bei Mainburg |
| wartet seit: | März 2025 (bei der FBM seit Dez. 2024) |
| geboren am: | 20.10.2014 |
| Größe: | ca. 69 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Apolonio würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | S. Jaenecke |
| Besonderheit: | Senior! lieb, unkompliziert, auf einem Auge blind |
| Adoptionsvoraussetzung: | |
| letztes Update: | 18.06.2026 |
Senior Apolonio wartet bei der FBM entdeckt zu werden.
Apolonio hatte Glück, dass er ganz kurzfristig noch einen Platz im Transporter gefunden hat und so gestern bereits auf seinem Pflegestellen-Sofa Platz nehmen konnte.
Ein erster Bericht von Apolonios Pflegestelle:
Apolonio ist seit einer Woche bei mir auf Pflegestelle, wir haben schon Einiges gelernt. Ins Auto springen, Treppen steigen, auf weichen Kissen schlafen. Streicheleinheiten werden auch eingefordert, doch danach legt er sich wieder in sein Kissen.
Besonders sind seine Ohren, die fallen wild umher, dadurch wirkt er recht witzig. Spaziergänge sind sehr entspannt mit ihm, er läuft wie eine Feder neben einem her. Im Auslauf mag er aber Gas geben, trotz seiner 10 Jahre ist er ziemlich fit. Was für ein unkomplizierter Galgo.
Apolonio hat vor einem Jahr sein Zuhause gefunden und genießt sein neues Leben:
Nachdem wir im Januar 2025 innerhalb von drei Wochen erst unseren Greyhound und dann unseren Chihuahua-Mischling gehen lassen mussten, war relativ schnell klar, dass unsere 10 Jahre alte Galgo-Podenco Hündin Mara nicht lange alleine bleiben sollte. Und um diesem großen Verlust irgend etwas Sinnhaftes abzugewinnen war ebenso schnell klar, wir wollen einem älteren Galgo ein Zuhause geben. So wurden wir auf der Homepage der Galgorettung auf Apolonio aufmerksam, der zu diesem Zeitpunkt 10,5 Jahre alt und auf einem Auge blind war. Bald schon durften wir ihn kennenlernen und auch mit nach Hause nehmen, die Chemie zwischen allen Beteiligten passte.
Seine erste Nacht bei uns verbrachte er direkt mit uns und Mara im Wohnwagen, da wir unser Treffen mit einem Campingtrip nach Franken verbunden haben und das fand er direkt ausgesprochen gut. Seither folgten noch viele weitere Campingabenteuer, dieses Jahr warten noch Sylt, der Bodensee und Kroatien auf uns.
Die Eingewöhnung verlief stellenweise holprig, gerade was das Thema Stubenreinheit angeht oder Stehlen von Essen, das wir seiner Meinung nach sowieso nicht mehr wollten. Man merkte ihm einfach an, dass er das Leben als Haustier nicht kannte, in seiner liebevollen Pflegestelle war er ja auch nicht lange, da wir uns schnell in ihn verguckt hatten. Richtig gut geklappt hat allerdings von Anfang am das Autofahren und stundenweise allein bleiben mit Mara.
Unbedingt betonen wollen wir aber, wie schnell Apolonio all diese Dinge gelernt hat, zu tun bzw. nicht mehr zu tun. Er orientiert sich dabei auch immer an Mara, die seine Anwesenheit auch sehr genießt. Und es war so eine Freude mitzuerleben, wie er zum ersten Mal von sich aus anfing zu spielen oder wie er inzwischen beim Füttern entspannt an seinem Fressnapf steht und nicht in geduckter Haltung alles hastig in sich hineinschlingt. Auch hat er in diesem Jahr gelernt, sich in seinem Fahrradanhänger durch die Landschaft kutschieren zu lassen, einen Sinn in Wanderungen zu sehen oder bis zum Bauch im Meer zu stehen.
Gesundheitlich gab und gibt es keine größeren Baustellen. Kurz vor Weihnachten hatte er eine kleinere Zahnsanierung, aber die hat er sehr gut weggesteckt. Allerdings haben wir festgestellt, dass er auch auf seinem anderen Auge nur noch Schemen bzw. Hell/Dunkelumrisse sieht und auch das wird schlechter. Für uns alle ist das aber kein Problem. Er findet sich wunderbar zurecht, wir haben gelernt, ihn an kritischen Stellen zu führen und interessanterweise ist Mara immer im rechten Moment zur Stelle oder lässt ihn, auch wenn Körperlichkeiten sonst nicht ihr Ding sind, ganz nah an sich heran, neben sich herlaufen und wenn er doch mal rempelig wird, tut sie, als sei nichts gewesen. Auch hat er inzwischen einige Hundekumpels außer Mara, auch hier klappt das Miteinander, vor allem bei Hündinnen, ganz hervorragend.
Wir möchten unbedingt betonen und damit mehr Menschen Mut machen, wie schön es ist, einen bereits älteren, vielleicht auch gehandicapten Hund, bei sich aufzunehmen. Unser Apolonio ist fit, neugierig, abenteuerlustig, lernt gerne und ist immer für Quatsch zu haben. Er ist eine echte Bereicherung und steht einem jüngeren Hund in nichts nach. Er ist ein wundervoller Begleiter für uns alle.