| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Auffangstation |
| wartet seit: | Sept. 2024 (bei der FBM seit Juni 2023) |
| geboren am: | 20.05.2019 |
| Größe: | ca. 64 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Ponce würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Martina B., Petra P., Iven Jürschke, Daniela K., Sibylle S. |
| Besonderheit: | sehr unsicher, unterwürfig, aber auch lustig |
| Adoptionsvoraussetzung: | |
| letztes Update: | 28.09.2026 |
Ponce wartet bei der FBM entdeckt zu werden.
Ponce zeigt sich noch so unterwürfig, so unsicher. Was Ponce erlebt hat, wissen wir nicht, aber Ponce braucht sicher noch Zeit, sich dem Menschen zu öffnen.
Jetzt hat er sein Reiseticket in der Tasche und wir hoffen, er findet schnell eine Familie oder zumindest eine Pflegefamilie, die ihm weiter hilft auf dem Weg zu einen fröhlichen Galgo.
Ponce ist bei uns angekommen.
Ponce zeigt sich noch ängstlich, vorsichtig. Aber inzwischen kennt er unseren Rhythmus, schließt sich den Hunden an und geht auch gern mit spazieren.
Zeit, Liebe und Geduld!
Ponce präsentiert sich hinter Türchen Nr. 12 unseres diesjährigen Adventskalenders:
Ein sanftes Gesicht, ein tiefer berührender Blick und zwei lustige Ohren, die einem entgegen wippen, das ist Ponce.
Ponce hat etwas Unterwürfig-Ängstliches. Während andere Galgos beim Anleinen im Gehege davonrennen oder einem aufgeregt entgegenhüpfen, weiß Ponce nicht recht, was von beidem besser wäre, so verharrt er erstmal und duckt sich ab. Spürt er dann Liebe und Freundlichkeit, richtet er sich auf, schüttelt ein „Na, dann ist ja gut“ los und schließt sich der Fröhlichkeit des Treibens um sich herum an.
Ponce ist ein hübscher, liebenswerter Galgo, seine ganze Art ist unauffällig, still und zart.
Ponce ist ein mittelgroßer Galgo mit schönem Profil, der im Juni 2023 gerettet wurde und seitdem auf seine große Chance wartet. Aber wie bei so vielen unsicheren Hunden steht Ponce seine schlechte Vergangenheit im Weg. Wenn er im Gehege hinterm Zaun etwas Beunruhigendes entdeckt, verfällt er erst einmal in Gebell; im Auslauf stellt das kein Problem für ihn dar. Ponce ist kein ängstlicher Hund, sondern vor allem vorsichtig, unterwürfig und von seiner ganzen Art her deeskalierend, um drohendes Unheil von sich fern zu halten. Blickt der Besucher hinter das schützende Bollwerk, das Ponce zwischen sich und ihm aufbaut, sieht er einen verunsicherten Hund, der sich nach Geborgenheit und Schutz sehnt.
Seine festen Bezugspersonen sehen täglich auch diesen anderen Ponce: ein zärtlicher, zurückhaltender und besonnener Galgo, der erst einmal alles auf sich wirken lässt, bevor er mitmacht. An den Rennspielen auf der Wiese beteiligt er sich wenig, denn die Dynamik der größeren Gruppe behagt ihm nicht. Stattdessen schmust Ponce lieber mit seinen Menschen und genießt es, sie ganz für sich zu haben. Kommt ein anderer Galgo dazwischen, wendet Ponce sich ab, um diesem den Vortritt zu gewähren. Geht der andere weg, ist er sofort wieder da.
Ponce hat ein durch und durch unterwürfiges Wesen. Streitigkeiten unter den Hunden geht er geflissentlich aus dem Weg. Selbst wenn er von uns angeleint wird, senkt er erst einmal den Kopf und zeigt Defensivverhalten. Es ist nicht so, dass Ponce uns ausweicht, ganz im Gegenteil, er möchte überall dabei sein, nur eben auf seine stille, unaufdringliche Art. Gehen wir in die Hütte, eilt er sofort hinterher, neigt den Kopf aber sofort beschwichtigend von uns weg, sobald man ihn anspricht oder anschaut. Nach der ersten Berührung schmiegt er sich an. Erst einmal deeskalieren, dann herzlich schmusen!
Auf dem Spaziergang läuft Ponce schön und auch sicher neben uns. Er kennt seine Menschen und seine Umgebung und hat zu beiden Vertrauen. Bei fremden Menschen ist er noch etwas scheuer und ging anfangs zaudernd mit auf Spaziergänge, aber auch hier haben wir Fortschritte erreicht.
Mit den Galgos in seiner Gruppe hat Ponce keine Probleme. Er weicht den Forschen aus und legt sich neben den Ruhigen ab. Neuankömmlinge haben es jedoch nicht immer ganz leicht. Vor allem die sozial Schwachen werden anfangs von ihm unterdrückt, was wir leider bei sehr unsicheren Hunden, die früher vielleicht sogar selbst Mobbingopfer waren, immer wieder beobachten.
Wegen Ponces Unsicherheit gegenüber fremden Menschen und fremder Umgebung würden wir uns freuen, wenn er zukünftig ländlich mit mindestens einem souveränen Hundefreund wohnen darf. Mit dem Besuch großer Windhundausläufe kann man ihm vermutlich auch in Zukunft keine Freude machen. Seine Menschen sollten sein Selbstvertrauen stärken und ihm das Gefühl vermitteln, beschützt zu werden, damit aus Ponce ein unbeschwerter Galgo wird. Die Kraft der Liebe kann das bewirken. Da haben wir keinen Zweifel!
Ein Video von Ponce und seinen Freunden:
Ponce, von seiner Familie Ponzi genannt, hat vor über einem Jahr sein Zuhause gefunden. Er genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:
Ponce (Ponzi) kam als super verängstigtes Häufchen Elend zu uns.
Er war vom ersten Tag an stubenrein, was mich wirklich unglaublich glücklich gemacht hat. Aber dafür gab es und gibt es auch noch einige andere Baustellen.
Stehen bleiben beim Spaziergang und Kontakt mit anderen Personen waren absolut unmöglich. Mit seinen schreckhaften, energiegeladenen Bewegungen ging er meiner Galga Catalina ganz schön auf den Zeiger und überrannte sie auch regelmäßig.
Anfassen war schwierig und Vertrauen nicht vorhanden.
Umso mehr freut es mich jetzt zu berichten, dass sich aus dem stattlichen Häufchen Elend ein staatlicher Rüde entwickelt hat.
Damals fragte ich mich, was ihr in der Beschreibung wohl mit lustig gemeint habt, aber das habe ich schnell verstanden. Ponzi ist ein kleiner Kasperkopf und liebt es herumzublödeln.
Er fordert seine Spaziergänge ein und seinen Jagdtrieb kann man ihm nicht absprechen.
Wir waren jetzt sogar schon mehrfach gemeinsam im Urlaub und auch wenn es immer etwas Organisationstalent bedarf, um alles rundherum zu managen, so kann ich doch berichten, dass Ponzi neulich im Hotel super mit uns den Fahrstuhl hoch und runtergefahren ist und auch die Bergabfahrt in der Seilbahn mit Bravour gemeistert hat.
Allein bleiben ist allerdings ein riesiges Problem, an dem wir noch arbeiten dürfen und müssen.Mit Catalina gemeinsam allein zu bleiben ist zwar möglich, aber cool finden das beide nicht.
In letzter Zeit wird der Rüde aber immer kuscheliger und ich darf ihn mittlerweile mit Küssen auf die Stirn überhäufen, ohne dass er davonrennt.
Unser Leben als Single Galga-Mama hat sich durch den Zuwachs von Ponzi stark verändert.
Aber meine Liebe zu ihm ist nur größer geworden. Ich bin so unglaublich stolz auf seine Entwicklung. Er ist so so toll und mutig geworden.
Zusammen mit meinem Mädchen verbellt er die Gäste am Zaun und gibt sofort Bescheid, wenn sich etwas auf dem Grundstück bewegt was nicht hierhin gehört. Das finden zwar die Nachbarn nicht immer cool, aber erhöht hier unsere Sicherheit am Dorfrand enorm.
Leider mussten wir vor ein paar Wochen sehr oft zum Tierarzt, weil Ponce mehrere Krampfanfälle hatte. Es wurde Epilepsie diagnostiziert und er ist jetzt mit Tabletten eingestellt. Seitdem gab es zum Glück keine Vorkommnisse mehr. Allerdings wurde auch festgestellt, dass eine Herzklappe minimal durchlässig ist, was in ein paar Jahren dazu führen wird, dass er ein Herzmedikament nehmen muss. Darum bekommt er von mir täglich Nahrungsergänzung, um sein Herz und seine allgemeine Gesundheit zu stärken, sodass er uns noch viele Jahre begleiten kann.
Ich bin einfach nur froh, dass der große Schatz den Weg auf unser Sofa und unser Leben gefunden hat.