Umbra

Umbra - Pflegefamilie gesucht

Geschlecht:Hündin, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Sept. 2026 (bei der FBM seit Juni 2026)
geboren am:01.12.2024
Größe:ca. 60 cm
Mittelmeerkrankheiten:Fil. pos. (behandelt), Rest negativ
Patenschaft:Umbra würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Corinna N.
Besonderheit:ängstlich gegenüber Menschen und Hunden, wird leicht zum Mobbingopfer; mehrere alte Rippenbrüche, Wirbelsäulenverkrümmung im Nacken-/ Schulterbereich, leichte Mitralklappeninsuffizienz (B1)
Adoptionsvoraussetzung:ländliches Umfeld, sicher eingezäunter Garten, Windhunderfahrung, freundlicher Zweithund
letztes Update:24.09.2026

Was wir über Umbra erzählen können ...

20.08.2026

Umbra wurde mit der Lebendfalle eingefangen und zur FBM gebracht.

Umbra hatte mehrere gebrochene Rippen und eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Dazu noch einen Nabelbruch und eine große Liegeschwiele am Brustbein.
Es wurden Massagen empfohlen, um die Verwachsungen im Schulterbereich zu lösen. Wir werden sie, sobald sie in Deutschland ist, von einem Facharzt ansehen lassen.

Herzwürmer hatte sie auch. Die nun bereits behandelt wurden. 

Das Reiseticket hat Umbra bereits in der Tasche.

update 08.09.2026

 

Umbra ist bei uns angekommen.

update 24.09.2026

 

Umbra bedeutet Schatten und aus dem Reich der Schatten scheint diese knapp zwei Jahre alte Galga auch entkommen zu sein. Dabei beschreiben Begriffe wie „entkommen“ oder „gerettet“, die wir in solchen Momenten gerne benutzen, um uns zu vergewissern, dass zum Wohle des Hundes gehandelt wird und sich nun alles zum Guten wendet, nur eine der möglichen Deutungen der Ereignisse. Aus Umbras Sicht wurde sie vielleicht gar nicht gerettet, als Tierschützer sie im Juni 2026 mit einer Lebendfalle einfingen und zur Fundación Benjamín Mehnert brachten. Aus Umbras Sicht wurde sie aus einem Leben gerissen, das möglicherweise ein Kampf ums Überleben war, aber es war selbstbestimmt und in größtmöglichem Abstand zu allem, was ihr Angst macht. Umbras „Rettung“ zwang sie in ein Leben hinter Gittern, in dem sie auf engem Raum mit Menschen und anderen Hunden interagieren muss, die sie vor Angst erstarren lassen. Umbra wurde bis zu ihrer Ausreise in der Welpenstation der FBM untergebracht, da sie offenbar im Zwinger, den sich die Galgos normalerweise mit einem oder zwei weiteren Hunden teilen, nicht zurechtkam . Ob einige der zahlreichen Narben an ihrem Körper aus jener Zeit stammen oder noch älter sind, ist uns nicht bekannt. Umbra ist nicht nur eine von Menschen misshandelte Galga und ein Underdog. Umbra ist eine verlorene Seele, die sich auf den Weg gemacht hat, um das Reich der Schatten zu verlassen. Doch dieser Weg ist noch lang.

Wir holten Umbra im September in unsere Auffangstation im Fränkischen Seenland, damit sie hier in einem Umfeld, in dem absolut nichts von ihr erwartet wird, zur Ruhe kommen kann. Die kleine, kompakte Galga, die dem Transporter entstieg, war noch viel schattenhafter, als wir uns das vorgestellt hatten. Umbra lag anfangs meist freudlos in der hintersten Ecke des Geheges. Bloß nicht auffallen! Da war kein Schnuppern, kein Suchen nach Leckerli am Boden, nichts. Ging man sacht in ihre Richtung, wollte sie flüchten. Vor den anderen Hunden in ihrer Gruppe schien sie auch vor allem Furcht zu haben.

Inzwischen ist Umbra ein wenig mutiger geworden. Nehmen wir uns Zeit, setzen uns ruhig zu Umbra ins Gehege und sprechen sanft mit ihr, ergibt sie sich und lässt sich sogar streicheln und für den Spaziergang anleinen, doch richtig genießen kann sie den Spaziergang noch nicht. In die Gruppe der Hunde integriert sie sich allmählich und frisst inzwischen Seite an Seite mit ihnen. Kommt eine ihrer Bezugspersonen in die Station, steht sie mit den anderen am Zaun. Betreten wir dann ihr Gehege, verbellt sie uns neuerdings. Das Blockhaus betritt sie nur, wenn keiner da ist.

Neben Umbras Ängsten gibt es ein weiteres großes Thema, das uns seit ihrer Ankunft beschäftigte und das ist ihr gesundheitlicher Zustand. Was muss diese Galga alles erlitten haben? Umbra kam mit einer Verletzung am Brustbein in Folge eines Aufpralls, mehreren alten Rippenbrüchen und einer Wirbelsäulenverkrümmung im Nacken-/ Schulterbereich zur FBM. Außerdem wurde bei ihrer Ankunft ein Nabelbruch und eine große Liegeschwiele am Brustbein festgestellt. Ein Herzwurmbefall wurde diagnostiziert und behandelt. Als wäre das alles noch nicht genug, stellte der Kardiologe auch noch eine leichte Mitralklappeninsuffizienz im Stadium B1 (keine Vergrößerung des Herzens und keine Symptome) fest, verbunden mit der Empfehlung, in 10 Monaten eine Kontrolle folgen zu lassen. Wir haben Umbra gestern unserem Facharzt für Orthopädie vorgestellt und sie durchecken lassen und er konnte Entwarnung geben. Ihre Verletzungen sind alle gut verheilt und sie ist schmerzfrei. Das bestätigt unseren ersten Eindruck, dass sie sich körperlich in den drei Monaten bei der FBM schon gut erholt hat.

Was wünschen wir uns für Umbra? Umbra braucht viel Zeit, viel Freiraum, Erfahrung im Umgang mit Angsthunden und Einfühlung von Seiten ihrer Menschen, um Fuß zu fassen in dieser Welt. Was sie nicht braucht, ist ein Zeitplan, sind Erwartungen und ein „sie muss…“. Hilfreich für Umbras seelische Genesung wären außerdem ein oder zwei sehr soziale, freundliche Hunde, die sie respektieren und ihr gleichzeitig vorleben, wie schön das Leben sein kann. Ein ländlich ruhiges Umfeld und ein sicher eingezäunter Garten wären weitere Voraussetzungen für ihr zukünftiges Wohlbefinden. Wir wünschen uns für Umbra den baldigen Auszug aus der Auffangstation in ein stabiles, ruhiges Lebensumfeld. Das kann eine Familie sein, die sie adoptiert oder eine Pflegefamilie. Kein leichtes Unterfangen, eine solche (Pflege-)Familie für Umbra zu finden. Trotzdem wollen wir das Unmögliche möglich machen. Wir glauben an eine Chance für Umbra. Wir glauben an ein neues Leben für diese junge Galga!

 

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing