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Die Fundación Benjamín Mehnert (FBM)

Geschichte

Die Stiftung Benjamín Mehnert (FBM) wurde im Jahr 2000 von Gisela Mehnert, einer nach Spanien ausgewanderten Deutschen, gegründet, um in Not geratenen Hunden zu helfen. Schon bald wurde sie auf das Leiden der Galgos aufmerksam und es kam – wie bei so vielen von uns – zu einer ersten, schicksalhaften Begegnung, die ihr Leben in andere Bahnen lenken sollte.

Das Jahr 2008 markiert in der Arbeit der FBM eine wichtige Zäsur. Durch die Kooperation mit einem kleinen Tierschutzverein in Sevilla rückte die Rettung der Galgos ins Zentrum der Tätigkeit der FBM. Damals gab es kaum Vereine, die sich auf die Rettung und Vermittlung von Galgos und Podencos spezialisiert hatten. Umso dringlicher war es, hier gezielt aktiv zu werden und das unermessliche Elend dieser beiden in Spanien so verbreiteten Jagdhundrassen zu lindern. Die Tierschützerinnen begannen, Galgos aus den Perreras und von den Landstraßen zu retten und in Hundepensionen unterzubringen. Dort wurden die Hunde von ihrer ersten Mitarbeiterin, der Tierärztin Rocío Arrabal, heute die Leiterin der Stiftung, betreut. Die Zahl der geretteten Galgos wuchs jedoch so schnell an, dass sie bald auf vier Hundepensionen verteilt werden mussten. Langfristig musste eine andere Lösung gefunden werden.

Mit der Vision einer großen, professionell agierenden Auffangstation vor Augen und einer gehörigen Portion Mut, ihre Chance zu nutzen, sobald sie sich bieten würde, hielt Gisela Mehnert Ausschau nach einem geeigneten Objekt. Neben der Unterbringung einer großen Zahl von Hunden, gesicherten Freilaufflächen und Büros für die Verwaltung sollte auch die optimale medizinische Versorgung der Hunde, die häufig verletzt und krank bei den Tierschützern ankommen, durch eine eigene Klinik gewährleistet werden.

Schon 2009 konnte die FBM von einer Bank das große Grundstück eines insolventen Hühnerzüchters in Sevilla günstig erwerben. Die Halle, in der die Hühner untergebracht waren, wurde saniert und mit Zwingern ausgestattet zum Herzstück der Auffangstation, in der bis heute die meisten Hunde untergebracht sind. Neu errichtet wurden das Gebäude, in dem die Tierklinik und Büros untergebracht sind, ebenso das Gästehaus mit Aula und die Hundepension, die früher Quarantänestation war sowie das Katzenhaus, das inzwischen zur Hälfte als Isolierstation für Infektionserkrankungen genutzt wird.
 

Das Grundstück ist 20.000 m² groß, 2.000 m² davon sind bebaut. Der Hundebereich ist für ca. 350 Hunde konzipiert, beherbergt aber in der Regel deutlich mehr Hunde. Die FBM hat heute 20 Angestellte, unterstützt durch eine Reihe von Freiwilligen.
 

Dank der Zusammenarbeit mit ca. 20 Partnervereinen im Ausland (Europa und den USA) werden jährlich etwa 1.000 Hunde – überwiegend Galgos, aber auch einige Podencos, Mischlinge und andere Rassen – durch die FBM vermittelt.

 

Aktuelle Projekte

Einige der aktuellen Projekte, in denen sich die FBM im Jahr 2017 engagiert, seien hier noch vorgestellt:
 

  • Seit einem halben Jahr subventioniert die Stadt Sevilla Ethikunterricht an Schulen. Dies ist vor allem in den ländlichen Regionen sehr wichtig, da die meisten Kinder aus Galguerofamilien stammen und so vorgelebt bekommen, wie Galgos nicht als fühlende Lebewesen, sondern als Jagdwerkzeuge benutzt und entsorgt werden. Die FBM erhielt bereits zum zweiten Mal den Zuschlag, diesen Ethikunterricht abzuhalten.
     
  • Im Herbst 2017 eröffnet die FBM ein eigenes “Erziehungszentrum” in Zusammenarbeit mit einem Ethologen. Neben Kursen für Halter von Hunden mit Verhaltensstörungen jeglicher Art werden dort auch Assistenzhunde ausgebildet (zunächst im Bereich der Diabetes), aber auch Spielstunden und Dog Dancing-Seminare angeboten.
     
  • Eines der wichtigsten Projekte, da für die Bestandssicherung von großer Bedeutung, ist der Verkauf eines eigenen Hundefutters unter dem Markennamen GOODBOWL. In Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Asociación Nacional Amigos de los Animales (ANAA) bringt die FBM das europaweit erste Solidarische Futter für Hunde und Katzen auf den Markt, dessen Gewinn zu 100 % dem Tierschutz, also der Tätigkeit der FBM und ANAA, zugute kommt.