Jeranio

Jeranio

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegefamilie bei Nürnberg
wartet seit:Nov. 2025 (bei der FBM seit Mai 2025)
geboren am:20.01.2023
Größe:ca. 70 cm
Mittelmeerkrankheiten:Leish. positiv, Rest negativ
Patenschaft:Jeranio würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Sandra S., Sonja G.
Besonderheit:sehr anhänglich, menschenbezogen, etwas schreckhaft, sanft, freundlich, sehr sozial
Adoptionsvoraussetzung:Garten, Zweithund 
letztes Update:29.03.2026

Was wir über Jeranio erzählen können ...

05.10.2025

Jeranio wartet bei der FBM auf seine Familie.

update 12.11.2025

 

Jeranio ist bei uns angekommen.

Der große, im Moment noch sehr dünne Rüde ist sehr menschenbezogen und zeigt keine Scheu.

In der Hundegruppe kam er sofort zurecht, immer höflich und freundlich zu allen Hunden.

 

update 15.11.2025

Jeranio hat sich ein Pflegestellen-Sofa geangelt.

update 29.12.2025

Jeranios Pflegefamilie berichtet:

„Mitte November trat Jeranio auf langen Beinen in unser Leben. Eine Woche zuvor war er in der Auffangstation im Fränkischen Seenland angekommen. Da er sehr dünn war, die ersten Tage dort nicht fressen wollte und etwas verloren wirkte, wurde eine Pflegestelle gesucht und so landete das schwarze Geranium unverhofft auf unserem Sofa.

Jeranio ist ein sensibler Galgo, der im Haus recht schreckhaft und nervös auf Geräusche und Bewegungen von uns Menschen reagiert. Männer verunsichern ihn etwas mehr als Frauen. Dabei ist er nicht ängstlich, sondern hat sich erstaunlich schnell in die komplett neue Situation einsortiert. Unseren vier Galgos schloss Jeranio sich gleich so eng an, dass er unbedingt auch in Zukunft mit einem weiteren Galgo oder einem kleinen Windhundrudel zusammenleben sollte. Er schaut sich viel von den anderen Hunden ab und würde sich auch Körperkontakt zu ihnen wünschen, vor allem nachts. Da dies aber von unseren Herrschaften nicht gewünscht wird, hat Jeranio sich kurzerhand einen Platz im Bett seiner Pflegeeltern als nächtliches Ruhelager auserkoren und da liegt er dann und stößt so wohlige Seufzer aus, dass man ein Herz aus Stein haben müsste, um ihm diesen Platz nicht zu gönnen.

Jeranio ist einfach nur lieb, fröhlich, sanft und unkompliziert und es gäbe wenig über ihn zu berichten, wenn sein Gesundheitszustand uns nicht bald nach seiner Ankunft Grund zur Sorge gegeben hätte. Erst war es nur ein vereiterter Zahn und eine schwere Zahnfleischentzündung, dann fiel uns eine gewisse Antriebslosigkeit auf. Obwohl er eigentlich immer fröhlich war, passte dieses Verhaltene einfach nicht zu einem so jungen, noch nicht ganz drei Jahre alten Galgo. Spontan auftretende Durchfälle, geschwollene Lymphknoten und wiederkehrendes Fieber machten klar: es stimmt etwas nicht mit Jeranio. Eine Kontrolle der Blutwerte mit Test auf Mittelmeerkrankheiten brachte schließlich die niederschmetternde Erkenntnis, dass Jeranio schwer an Leishmaniose erkrankt ist, und dass auch seine Nierenwerte derzeit nicht gut aussehen.

Aber nun heißt es nach vorne schauen und unser Geranium wieder zum Blühen bringen. Jeranio bekommt seit einer Woche Allopurinol und Milteforan und wird nierenschonend und purinarm gefüttert. Bis jetzt verträgt er die Medikamente sehr gut und wird im Garten bereits etwas lebhafter. Nach Abschluss der Milteforanbehandlung werden wir wieder ein großes Screening machen lassen, um seinen Gesundheitszustand (und besonders den Status der Nierenfunktion) neu einschätzen zu können.“

update 08.03.2026

Jeranios Pflegefamilie berichtet:

„Fast vier Monate erfreut Jeranio uns nun schon mit seinem sanften Wesen und seiner Schönheit. Er hat sich in die Gruppe, bestehend aus vier älteren Galgos, bestens integriert. Wohlig seufzen hört man ihn oft, vor allem, wenn er an seine Pflegemama gekuschelt unter der Decke auf dem Sofa liegt oder sich abends im Bett der Pflegeeltern zusammengerollt hat. Jeranio wünscht sich viel Nestwärme von seinen Menschen und Hundefreunden. Er hat weder das Zeug zum „lonesome Cowboy“ noch zum Draufgänger.

Jeranio orientiert sich stark an den anderen Windhunden. War die steile, offene Treppe ins Obergeschoss anfangs ein unüberwindbares, gruseliges Hindernis, hat Jeranio sich deren Benutzung nach wenigen Wochen ohne unser Zutun von der Galga abgeschaut. Schmust sein Pflegepapa mit einem der anderen Galgos, ist er sofort zur Stelle und schmust mit. Er steigt begeistert mit den anderen Hunden ins Auto ein, denn das bedeutet, dass wir etwas unternehmen. Aber natürlich guckt Jeranio sich auch Verhalten ab, das nicht erwünscht ist. Verbellt sein unsicherer Mitbewohner auf dem Spaziergang beispielsweise einen entgegenkommenden Hund, folgt er dessen Beispiel, so schön und entspannt er sonst auch an der Leine läuft. Jeranio spiegelt also ganz ausgeprägt das Verhalten der anderen Galgos. Deshalb sollte ihm unbedingt ein souveräner und spielfreudiger Hundepartner, gerne auch mehrere, in seiner zukünftigen Familie Gesellschaft leisten.

Nachdem im Dezember bei Jeranio Leishmaniose diagnostiziert worden war, haben wir sofort mit der Milteforantherapie begonnen. Jeranio begann schon während der Behandlung wieder etwas lebhafter zu werden, nur Gewicht und Muskulatur muss er noch aufbauen. Jetzt trägt Jeranio seine geliebten Quietschespielzeuge wieder herum und wir sehen täglich einen schwarzen Pfeil durch den Garten fliegen – ein wunderschöner Anblick. Das aktuell veranlasste Screening samt Urintest zeigt, dass die Behandlung ein voller Erfolg war. Es ist keinerlei Leishmanien-Aktivität mehr nachweisbar und auch die Nierenwerte haben sich wieder normalisiert. Offenbar hatten wir Glück, die Erkrankung früh genug erkannt zu haben, so dass kein bleibender Schaden entstanden ist. Diese Schlacht haben wir also mit Hilfe der hervorragenden Betreuung durch die Fachfrau für Mittelmeerkrankheiten des Vereins gewonnen, aber die Leishmaniose bleibt natürlich ein Dauerthema und das nächste Screening steht in drei Monaten an. Schön wäre es, wenn Jeranios zukünftige Familie die medizinische Beratung von Vereinsseite weiterhin nutzen würde.

Jeranio ist ein ganz besonders menschenbezogener, sanfter Schatz mit einem kindlichen Gemüt, der Geborgenheit und viel Liebe braucht, um sich wohlzufühlen. Wir wünschen uns für unser Geranium eine Familie, die ein Herz für Blümchen in schwarzer Galgogestalt hat, einen Platz im Bett, einen Garten zum Spielen und Chillen und einen netten Windhundfreund.“

Update 29.03.2026

Jeranios Pflegefamilie berichtet:


„Wir haben mit Jeranio eine kleine Reise an den Niederrhein gemacht und können nur Gutes von unserem großen, schwarzen Prinzen berichten. Den Ortswechsel vom sehr ländlich ruhigen Mittelfranken in die dichter besiedelte Niederrheinregion mit vielen Menschen- und Hundebegegnungen hat Jeranio freudig interessiert zur Kenntnis genommen. Endlich mal was los! Viele bewundernde Worte heimste Jeranio von den freundlichen Rheinländern ein, wenn er neugierig und zugleich zart Kontakt zu Spaziergängern aufnahm. Mit einem souveränen Hundepartner an seiner Seite meisterte er auch Hundebegegnungen entspannt.

Einen Besuch im Schlosspark hat Jeranio sehr genossen und auch den Abstecher in den angeschlossenen Shop gemeistert, ohne die Glasvasen mit seiner langen Rute aus den Regalen zu wedeln. Natürlich war alles neu für Jeranio und es gab kleine Unsicherheiten, aber mit etwas Ansprache von seinen Menschen klappte das alles ganz wunderbar. Jeranio hat uns gezeigt, dass die ländliche Abgeschiedenheit, in der wir leben, für ihn nicht zwingend erforderlich wäre und er etwas mehr Abwechslung durchaus positiv fände. Das soll aber keineswegs heißen, dass Jeranio gut mit viel Trubel und Lärm zurechtkommt – im Gegenteil. Jeranio braucht und genießt seine Ruhephasen und viel Nestwärme. Er ist im Haus immer noch recht schreckhaft, weshalb Kinder in seiner zukünftigen Familie schon etwas älter und verständiger sein sollten. Jeranio kann ein paar Stunden in Gesellschaft der anderen Hunde alleine bleiben, ohne etwas kaputt zu machen. Die Wiedersehensfreude ist danach riesig und man hört seine Freudenschreie bereits, wenn das Auto aufs Grundstück fährt. 

Bei seiner Ankunft im Spätherbst 2025 in Deutschland war Jeranio schwer an Leishmaniose erkrankt. Aber die sofort eingeleitete Behandlung war sehr erfolgreich und so kommt nun endlich Jeranios Wesen richtig zum Vorschein. Mit seinen drei Jahren ist er spiel- und bewegungsfreudig, weshalb unbedingt ein ausreichend großer Garten vorhanden sein sollte. Da fliegt er dann scheinbar schwerelos über die Wiese. Er jagt auch gerne quietschenden Stofftieren hinterher, die wir für ihn werfen und die er apportiert, damit das Spiel weitergehen kann. Im Gelände ist er aufgrund seines Jagdtriebs nicht ableinbar. Auch ein etwa gleichaltriger Spielpartner sollte unbedingt vorhanden sein, der Jeranios Tempo beim Rennen mithalten kann und der auch nichts gegen gemeinsames Kuscheln hätte. Unsere Seniorengruppe bietet Jeranio in dieser Hinsicht nicht den Anschluss, den er sich so sehr wünscht. Nach einem Tag voller schöner Erlebnisse und mit viel gemeinsam verbrachter Zeit abends eng zwischen einem Hundefreund und seinem Menschen eingerollt auf dem Sofa zu liegen ist das größte Glück, das Jeranio sich vorstellen kann.“

 

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing