| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Pflegefamilie bei Mannheim |
| wartet seit: | Sept. 2025 (bei der FBM seit April 2025) |
| geboren am: | 20.11.2019 |
| Größe: | ca. 65 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Mayo würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Stefanie und Tessa Zetzmann, Sabrina P. |
| Besonderheit: | bei Menschen unsicher, ängstlich, in der Gruppe sozial; Mydriasis, auf dem linken Auge blind |
| Adoptionsvoraussetzung: | mindestens ein souveräner Zweithund, ländlich ruhiges Umfeld, Garten, keine Kinder |
| letztes Update: | 27.12.2025 |
Mayo wartet bei der FBM entdeckt zu werden.
Mayo ist am Wochenende bei uns angekommen.
Mayxo zeigt sich noch sehr vorsichtig uns Menschen gegenüber. In seiner HUndegruppe kommt er gut zurecht.
Mayo benötigt täglich seine Augentropfen.
In Mayos Leben gab es bisher mehr Schatten als Licht und das in zweierlei Hinsicht. Missachtung und Vernachlässigung waren die Konstanten seines Lebens, bis der hübsche, leicht rauhaarige Rüde im Alter von fünfeinhalb Jahren im April 2025 in die Obhut der Fundación Benjamín Mehnert kam. Dort fiel den Mitarbeitern auf, dass Mayo vor allem in neuen Situationen und in fremder Umgebung unsicher und schreckhaft reagiert und sich wieder entspannt, wenn er Zeit hatte, das Neue kennenzulernen.
Diese Unsicherheit ist nicht allein auf schlechte Erfahrungen mit Menschen zurückzuführen, von denen er in seinem früheren Leben vermutlich einige machen musste. Eine genauere Untersuchung ergab, dass Mayo in Folge einer Augenentzündung (Chorioretinitis) auf dem linken Auge blind ist. Die Sehfähigkeit des rechten Auges ist durch Narben und Trübungen ebenfalls leicht eingeschränkt. Mayos Pupillen sind darüber hinaus dauerhaft über das normale Maß geweitet und stark vorgewölbt (Mydriasis). Wir haben Mayo natürlich nach seiner Ankunft in Deutschland gleich einem Augenspezialisten vorgestellt, der die Diagnose aus Spanien bestätigte. Mayos Zustand ist leider irreversibel. Aber er hat keine Schmerzen und benötigt keine Medikamente. Eine Kontrolle ist erst in einem Jahr fällig.
Mayo kam Ende September in unserer Auffangstation an. Das neue Umfeld und die fremden Menschen ängstigte ihn natürlich erst einmal. Ist ein Mensch in seinem Gehege, beunruhigt ihn das, vor allem, wenn man direkt auf ihn zu läuft. Mittlerweile kommt er näher, aber möchte im Gehege meist noch nicht angefasst werden. Berührt man Mayo dann doch einmal, zuckt er im ersten Moment zwar zusammen, aber verharrt dann bei einem, wenn er merkt, dass man es gut mit ihm meint und entspannt sich.
Die Gesellschaft der anderen Hunde ist sehr wichtig für Mayo. Sie geben ihm Halt und Orientierung. Gehen wir weg und die anderen Hunde seiner Gruppe folgen uns, will Mayo unbedingt mit. Verlassen wir sein Gehege und nehmen nur einen Teil der Hunde mit, weint er uns nach, denn er will nicht zurückbleiben. Mayo braucht die anderen Hunde wie die Luft zum Atmen. Zwischen ihnen fühlt er sich sicher, ohne sie verloren! Er braucht also unbedingt Hundegesellschaft in seiner zukünftigen Familie.
In seiner Galgo-WG kommt Mayo gut zurecht. Er geht Streit aus dem Weg und ist selbstbewusst genug, um auch einmal Grenzen zu setzen, wenn etwa ein anderer seinen gefüllten Napf zu kapern versucht. Beim ersten Besuch auf der Wiese rannte er als erstes in den Zaun und stand natürlich ziemlich geschockt da. Mittlerweile kann er die Abmessungen des Auslaufs besser einschätzen. Er rennt mit den anderen Hunden, ohne den Zaun nochmal berührt zu haben. Mayo wird mit jedem Mal ausgelassener und wirft den Ballast seines alten Lebens ab. Es geht uns das Herz auf, wenn wir sehen, wie viel Spaß er beim Rennen und Spielen hat. Gegenüber den anderen Hunden in seiner Gruppe verhält er sich fair und freundlich.
Beim Spaziergang läuft Mayo sehr schön an der Leine. Auch hier schaut er, was die anderen machen und schließt sich ihnen eng an. Beim Heben des Beinchens blieb er einmal im Zaun hängen, weil er zu nah stand. Nach einer Schrecksekunde hatte er sich aber schnell wieder gefangen. Es fehlt ihm aufgrund seines Handicaps das Raumgefühl, um Abstände richtig einzuschätzen, aber er lernt schnell. Den Arztbesuch Anfang der Woche hat Mayo mit Bravour gemeistert.
Wir sind der Überzeugung, dass Mayo ein ganz anhänglicher, fröhlicher Galgo werden wird, wenn er erst einmal Vertrauen gefasst hat. Aufgrund seiner Sehbehinderung wäre es wünschenswert, wenn er schnell eine Familie mit stabilem Lebensumfeld und festen Routinen finden würde, in der er Fuß fassen darf. Aber auch eine Pflegefamilie könnte ihm helfen, sich weiterzuentwickeln. Im Alter von sechs Jahren wird es für Mayo Zeit, dass er die Schatten seines alten Lebens hinter sich lässt. Das Augenlicht wird Mayo nicht mehr vollständig zurückerlangen, aber Liebe und Fröhlichkeit können Einzug in sein Leben halten. Es fehlt dazu nur noch die richtige Familie, die das Wunder seines Lebens wahr werden lässt.
Mayo ist ein ängstlicher Galgorüde, der nichts geschenkt bekommen hat in den sechs Jahren seines Lebens. Mit Menschen hat er keine guten Erfahrungen gesammelt, bis er im April 2025 in die Obhut der Fundación Benjamín Mehnert kam. Auch in unserer Auffangstation kreist er seit seiner Ankunft im September nervös in seinem Gehege, wenn Besucher kommen. Ist er gestresst, weil zu viel Unruhe und Stimmengewirr um ihn herrschen, zieht er sich auch vor uns kurzzeitig wieder zurück.
Aber nicht nur Mayos Seele hat Schaden genommen durch die Härte seines früheren Lebens. Mayo ist auf dem linken Auge blind, auf dem rechten Auge ist die Sicht beeinträchtigt. Deshalb behagt ihm zu wildes Treiben in seiner Galgo-WG im Gehege nicht, wenn es zu eng und unübersichtlich für ihn wird.
Und trotzdem fliegt Mayo mit seinen Galgofreunden über die Wiese und hat Spaß. Trotzdem genießt er gemeinsame Spaziergänge in der Gruppe der Galgos. Mayo nimmt Alltagsroutinen dankbar an, denn sie geben ihm Sicherheit. Es hilft ihm enorm, wenn wir ihn ruhig ansprechen, zum Beispiel, wenn wir das Blockhaus betreten. Dann kommt er nach kurzem Zögern zu uns und lässt sich für den Spaziergang anziehen. Wenn wir im Auslauf sind und aufbrechen wollen, orientiert Mayo sich an den anderen Hunden und dem etablierten Ritual des Sammelns und Anleinens am Tor und gesellt sich dazu. Spricht man ihn dann sanft an, lässt er sich wieder anleinen. Die ruhige Stimme eines Menschen, dem er vertraut, ist sein Kompass. Mayo beweist uns jeden Tag aufs Neue, dass er die Kraft und die Sehnsucht hat, in ein besseres Leben aufzubrechen. Ein Leben, in dem er alle Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen darf.
Die Auffangstation ist nicht der geeignete Ort für einen Hund wie Mayo. Das dürfte jedem bei der Lektüre klargeworden sein. Uns ist bewusst, dass es schwer sein wird, eine Familie für Mayo zu finden, denn sie muss ja nicht nur bereit sein, einen sehbehinderten Hund aufzunehmen, sondern auch die Erfahrung besitzen, einen Angsthund zurück ins Leben zu begleiten. Dennoch schreiben wir dieses Update in der Hoffnung, dass sich genau diese Menschen für Mayo bei uns melden werden. Menschen mit Erfahrung, mit viel Liebe und Geduld, die in ländlich ruhiger Umgebung leben und mindestens einen weiteren Hund, gerne auch mehrere haben, an denen Mayo sich orientieren kann.
Wer lässt das Wunder seines Lebens für Mayo wahr werden und öffnet ihm sein Herz und sein Heim?
Mayo ist auf ein Pflegestellensofa gezogen....
.... und präsentiert sich hinter Türchen Nr. 8 unseres diesjährigen Adventskalenders:
Mayo kam halbseitig blind bei uns an. Auch sein zweites Auge wurde in Mitleidenschaft gezogen, so dass er sich mit neuen Situationen und auch fremden Stimmen schwer tut. Er reagiert gut auf Ruhe und leise, liebe Worte, da bleibt er stehen und lässt sich kraulen und streicheln von uns.
Die Pflegefamilie von Mayo berichtet:
Mayo ist kein einfacher Gefährte, das war mir aber zu jeder Zeit bewusst. Zum Glück haben wir zeitgleich Quijote (er heißt jetzt Diego) adoptiert, und so hat er bei ihm seinen Partner, seine persönliche Sicherheit. Seit drei Wochen teilen sich beide den von Ihnen gewählten Rückzugsort, wobei die Flocke schon etwas nach vorne wandern konnte. Aber sie haben ausreichend Platz und immer den kompletten Raum im Blick. Hausgeräusche stören fast gar nicht mehr, solange man eine gewisse Grenze nicht überschreitet. Bewegungen müssen langsam und vorsichtig gemacht werden, wenn man anleinen etc machen möchte. Er zieht sich ansonsten nach hinten zurück.
Stubenrein ist er bis auf kleinere Unfälle .. wobei lösen im Garten super klappt, an der Leine üben wir noch. Alles an Geräuschen außerhalb seiner vertrauten Umgebung macht ihm noch sehr große Angst. Ich übe deshalb mit ihm alleine draußen, da auch eine souveräne Begleitung nichts daran ändert und ich ihn so sicherer beobachten und führen kann.
Für drei Wochen hat er für mich beachtliche Fortschritte gemacht. Im Garten ist er ohne jegliche Leine abrufbar (es kann ihm nirgends etwas passieren... alles ist hoch eingezäunt). Er kommt alleine wieder rein, orientiert sich viel an seinem Rudel. Er lernt mittlerweile die gegebenen Rituale zu verstehen und fordert sie auch schon ein bisschen für sich ein... Leckerli nach dem ersten Pippi etc (hier kommt er auch schon vorsichtig mit in die Küche). Manchmal ist er auch sehr mutig und nimmt es direkt aus der Hand. Ansonsten bekommt er es, wenn er sich in seiner Flocke sicher fühlt. Allerdings muss man dann aufpassen, dass er es nicht von Diego gemopst bekommt.
Er nimmt sich in der Gruppe im Moment noch sehr zurück, wobei sich alle sehr sozial verhalten und diese Zusammenführung extrem einfach gewesen ist. Ein bisschen lässt er sich zum Spiel animieren. Da er den Garten mittlerweile sehr gut kennt, sprintet er jetzt auch regelmäßig und mit Freude. Wir üben auch mit männlichen Personen, das ist im Moment aber noch um einiges schwieriger. Ansonsten ist er ein unfassbar lieber Galgo, der wahrscheinlich sehr viel Potenzial hat, ein absoluter Seelenhund zu werden. Wenn er sich sehr freut, bellt er auch mit den anderen mit.
Was er unbedingt braucht... sehr viel Zeit, Ansprache, Geduld und viele kleine Streicheleinheiten (und wenn man ihm leise Lieder singt)
Er braucht Platz zum Rennen/Garten
Eine leise und ruhige Atmosphäre/Umgebung
Keine Kinder... keine schnellen Bewegungen
Und mindestens 1-2 sanfte Partner
Wir freuen uns über Ihr Interesse an Mayo. Bitte lesen Sie zunächst die Adoptionsgrundlagen und füllen die Adoptionsanfrage aus.
Sie haben Mayo in Ihr Herz geschlossen, können ihn aber leider nicht adoptieren? Übernehmen Sie doch eine Patenschaft für Mayo.
Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
| Ansprechpartner: | Bianca Seefeld |
| Email: | bianca.seefeld@galgorettung-fs.de |
| Tel.: | 09173 79916 |
| Ort: | 91177 Thalmässing |