| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Pflegefamilie bei Paderborn |
| wartet seit: | Nov. 2025 (bei der FBM seit Nov. 2023) |
| geboren am: | 18.08.2023 |
| Größe: | ca. 59 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Marcos würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Nicole Unger |
| Besonderheit: | katzenverträglich, anfangs schüchtern, dann anhänglich, ruhig, verspielt, Bürohund |
| Adoptionsvoraussetzung: | ländliches Umfeld, keine Kinder |
| letztes Update: | 30.05.2026 |
Zwei Jahre hat Marcos bei der FBM gewartet.
Jetzt ist er in Deutschland angekommen und hat es sich direkt auf seinem Pflegestellen-Sofa bequem gemacht.
Marcos' Pflegefamilie berichtet:
Marcos kam mit vielen Ängsten nach Deutschland, da er seit dem Welpenalter außer der FBM nichts kennengelernt hat. Es ist bewundernswert, wie vergleichsweise schnell und gut er trotz allem das Leben in der Familie annehmen und sich einfinden konnte. So ist Marcos bereits nach 3 Tagen wie selbstverständlich die Treppe rauf und runter gelaufen, hat vorsichtig, aber auch mit einer Portion Neugierde, das ganze Haus erkundet. Während Spaziergänge draußen anfangs nur mit sehr viel Unsicherheit und auch nur durch Wald und Feld möglich waren, läuft er heute schon mit den anderen beiden Hunden voran und schnüffelt sich durch die ländlichen Gefilde.
Autos und Transporter bringen ihn inzwischen nicht mehr aus der Fassung, bei großen LKWs und Treckern braucht er jedoch noch genügend Abstand, um nicht panisch zu werden. Er ist aber inzwischen sehr gerne draußen unterwegs und macht ab und an Freudenhüpfer oder Spielaufforderungen. Im sicher eingezäunten Garten flitzt er dann auch gerne mal mit dem Rüden der Pflegefamilie und ist hier abwechselnd Jäger und Gejagter. Ob im Haus oder im Garten: sobald fremde Menschen anwesend sind, wird er verhalten, geht auf Abstand und möchte sich am liebsten in Luft auflösen. Selbst das Pflegeherrchen und der Sohn der Familie ängstigen ihn noch, wenn sie sich im Haus bewegen. Von "seiner" Ecke auf der Couch beobachtet er gerne alles und fühlt sich dort sicher. Streicheleinheiten genießt Marcos aber wiederum sehr und sogar abends mit dem Pflegeherrchen kuschelnd auf der Couch - das geht und dann schnarcht er glücklich vor sich hin. Am meisten vertraut er im Moment jedoch dem Pflegefrauchen und folgt ihr gerne überall hin.
Marcos braucht unbedingt einen netten Hundefreund in seiner Familie, denn er orientiert sich sehr an den Hunden der Pflegefamilie und liegt auch gerne mit den beiden zusammen im Körbchen oder auf der Couch. Die Katze der Familie wird von Marcos akzeptiert, allerdings weckt sie durchaus sein Interesse, wenn sie ihre 5 Minuten hat und durchs Haus flitzt. Auf Spaziergängen zeigt sich inzwischen auch seine jagdliche Ambition, insbesondere bei Vögeln oder Wildspuren im Wald. Am idealsten wäre für Marcos ein ruhiger Haushalt ohne Kinder mit einem sicher eingezäunten großen Grundstück auf dem Land und mit mind. einem netten Hundefreund. Seine Menschen sollten gerne und viel in der Natur unterwegs sein, auch gerne Wanderungen unternehmen.
Marcos, der inzwischen sehr gut auf den Namen "Theo" hört, macht weiter große Fortschritte. Er geht inzwischen entspannt an fahrenden Autos, Bussen und anderen größeren Fahrzeugen vorbei. Fahrradfahrer hat er auch schon ein paar wenige gesehen, denen er interessiert aber ruhig stehend hinterher geguckt hat. Passanten sind inzwischen interessant und er schnuppert diesen hinterher, wahrt aber einen Sicherheitsabstand. Dem Pflegeherrchen gegenüber wird er allmählich entspannter und kommt auch angelaufen, wenn er zum Abendessen ruft ;-) Wir üben nun langsam das Spazierengehen mit dem Pflegeherrchen. Dies klappt inzwischen recht gut, wenn einer der beiden anderen Hunde mit geht. Hier wird es aber sicherlich auch noch etwas dauern bis Theo sich freudig anleinen lässt. Am liebsten ist er nach wie vor mit mir, dem Pflegefrauchen, on tour. Die ersten Autofahrten hat Theo bereits gemeistert und er springt bereitwillig in den Kofferraum, sitzt oder liegt dann ruhig während der Fahrt. Einzig das Schließen der Kofferraumtür findet er noch sehr unheimlich. Mit unserer Katze lebt Theo inzwischen ohne Probleme zusammen. Sie können sowohl zusammen liegen, als auch miteinander spielen und selbst wenn die Katze mit uns spazieren geht, oder Theo und die anderen nach dem Spaziergang draußen begrüßt, ist das für Theo total unspektakulär und normal. Mit den anderen beiden Hunden bleibt Theo problemlos alleine, macht dann aber auch Freudentänze wenn ich nach Hause komme.
Das schwierigste für Theo sind nach wie vor Kinder. Dabei reicht es aus, dass quietschende Plastikautos über den Boden geschoben werden, ein Plastik-Dino den anderen angreift oder Luftballons durchs Kinderzimmer hüpfen. Theo lässt das alles passieren und beobachtet aus sicherer Entfernung das Treiben, aber es ist ganz deutlich zu erkennen, dass er sich in einem kinderlosen Haushalt viel wohler fühlen würde. Unser Sohn ist mit Tieren aufgewachsen, hat schon viele Pflegehunde begleitet und er ist immer sehr respektvoll und zeigt auch Verständnis, wenn ein Tier keine Nähe möchte. Leckerchen nimmt er im Haus gerne von meinem Sohn an, ansonsten sucht er aber eher Abstand als Kontakt. Unser Sohn nennt ihn nichtsdestotrotz "Theo-Göldchen" weil er findet, dass sein Fell golden glänzt, passend irgendwie, denn ein Goldstück ist er allemal!
Marcos' (Theos) Pflegefrauchen schreibt:
Es war viel los in den letzten Wochen. Alles fing damit an, dass Theo beim Sprinten über eine Wiese ganz furchtbar unglücklich in ein Loch getreten ist und sich dabei die rechte Hinterpfote gebrochen hat. Das wünscht man aber auch niemandem! Nun denn, ab zum Tierarzt bzw. in eine spezialisierte Tierklinik,... Schmerzen, fremde Menschen, Trubel... an der Seite vom Pflegefrauchen ließ Theo alles geduldig über sich ergehen, blieb trotz Stress freundlich und ruhig und brachte letztlich die OP und inzwischen auch größtenteils die Nachsorge hinter sich. Intensive Wochen, in denen Theo noch mehr seiner positiven Eigenschaften zeigen und ausbauen konnte.
Im Auto mitfahren und auch mal im Auto warten ist für Theo vollkommen normal geworden und er begleitet das Pflegefrauchen mittlerweile sogar sehr gerne im Auto überall hin. Im Kofferraum legt er sich entspannt ab und wartet geduldig, wenn es mal länger dauert, er sieht das Auto sogar als persönlichen Sicherheitsbereich an. Da es die letzten Wochen wichtig war, ihn rund um die Uhr im Blick zu haben, hat Theo seine Kompetenzen auch im Bereich Bürobegleithund erweitert. Nach wenigen Tagen ist er ganz selbstverständlich zu seinem Platz unter dem Schreibtisch gelaufen und liegt dort entspannt dösend, egal ob Mitarbeiter oder Besucher das Büro betreten, egal, ob es an der Tür klingelt oder das Pflegefrauchen sogar kurz das Büro verlässt, Theo bringt nichts aus der Ruhe. Er scheint es sogar ganz besonders zu genießen, im Alltag überall dabei zu sein und so wäre es durchaus denkbar, dass er auch als Einzelhund glücklich werden könnte, vorausgesetzt, sein Frauchen steht ihm geduldig zur Seite und gibt ihm Sicherheit.
Auch Spieleinheiten zeigt Theo mehr dem Pflegefrauchen (oder der Katze) gegenüber, als dass er sich auf ein wildes Spiel mit dem Bestandshund Pablo einlässt, einem Wettrennen ist er aber natürlich nie abgeneigt. Theo kann zwar mal seine wilden 5 Minuten haben, insbesondere im Vollsprint über Wiesen und Felder (mit oder ohne Pablo), aber sonst ist er eher ein entspannter, ruhiger Charakter, der es sehr genießt, mit den Bestandshunden, seinem Pflegeherrchen oder Pflegefrauchen oder wahlweise auch der Katze auf dem Sofa zu liegen und zu kuscheln. Sein morgendliches Ritual besteht darin, auf das noch warme Bett zu hüpfen und sich einmal quer durch die Decken zu wühlen, Genuss pur! Im Garten hat er inzwischen den Sandkasten für sich entdeckt und räkelt sich dort gerne in der Sonne.
Fremden Hunden selbstsicher die Zaungrenze erklären, das kann Theo inzwischen auch, lässt sich hier aber gut abrufen. Kinder braucht Theo nach wie vor nicht zu seinem Glück, sie sind ihm einfach zu laut und unberechenbar. Theo bevorzugt ein ruhiges, strukturiertes Umfeld und verlässt sich gerne voll und ganz auf seine Bezugsperson. An der Leine läuft er vorbildlich ohne zu ziehen und dreht sich oft nach seinem Menschen um, einzig, wenn er dann mal ein Reh wegspringen sieht, dann vergisst er kurzzeitig seinen Menschen und den Rest der Welt.
Marcos' Pflegestelle berichtet:
Marcos Hinterpfote ist inzwischen gut verheilt und man merkt ihm beim Laufen nichts mehr von seiner Verletzung an. Überall, wo Marcos auftaucht, sind die Menschen verzückt von seiner sanften und liebevollen Art und optisch zieht er sowieso alle Blicke auf sich, was ihn dann, verständlicherweise, etwas einschüchtert. Was neu ist: Marcos zeigt sich recht interessiert an Wasser. Ein Schwimmer wird er vermutlich nicht, aber mal durchs flache Wasser flitzen oder Leckerchen aus dem Wasser fischen, das findet er schon irgendwie besonders toll. Dann bekommt er auch schonmal seine 5 Minuten Flitzattacke, welche ich vorsichtshalber aber auch noch etwas ausbremse. Diese Affinität zu Wasser kommt uns bei den aktuell recht hohen Temperaturen natürlich entgegen, es geht doch nichts über eine Erfrischung. So ist Marcos neulich im Bachlauf gelaufen, während wir anderen oben auf der Wiese dem Bachlauf folgten.
Marcos ist nach wie vor ein Frauenhund, mit Frauen wird er recht schnell warm, lässt sich gerne beschmusen und freut sich immer über Lob und Ansprache. Als ich für 3 Wochen zur Kur musste und meine Mutter zum Hundesitten zu uns kam, hat er sich quasi sofort an sie gehängt und ließ meinen Mann links liegen, der Arme. Anstandslos ließ er sich von ihr das Geschirr anziehen und die Leine dranmachen und ging mit ihr mit, als wäre es das normalste der Welt.
Oft sitze ich abends mit Marcos auf der Couch, schaue ihn an und frage mich, warum sich keiner für ihn interessiert und überlege dann wie ich ihm noch helfen könnte sein Traumzuhause zu finden, denn er ist längst bereit dafür endgültig anzukommen. Marcos ist einer der Hunde, die einem ganz schnell sehr ans Herz wachsen und so werde auch ich immer wieder wehmütig bei dem Gedanken ihn weiter ziehen zu lassen. Aber tief in meinem Herzen weiß ich, dass er sich in einem kinderlosen Zuhause auch viel wohler fühlen würde und vermutlich viel schneller und besser entwickeln könnte. Es ist, als hätte ich zwei Marcos' bei mir zuhause, ein Hasenherz und Marcos 2.0. Hasenherz ist er, wenn mein Sohn zuhause ist. Dann beobachtet er sehr viel, ist ständig auf Hab-Acht und läuft allerhöchstens von einer Sicherheitszone zur nächsten. Das Unberechenbare, was Kinder so im Alltag mitbringen, verunsichern ihn, selbst nach so vielen Monaten. Wenn mein Sohn nicht zuhause ist, dann habe ich Marcos 2.0 vor mir. Einen, der mich zur Begrüßung anspringt, der Küsschen verteilt, der auch mal ein kleines Spielchen mit mir wagt. Ein Marcos, der entspannt im Garten stöbert und sich ab und an auch mal ein Spielzeug schnappt, um es von A nach B zu tragen oder näher zu inspizieren (ggf. auseinander zu rupfen). Er läuft mit erhobener Rute fröhlich herbei, wenn ich Geschirr und Leine zur Hand nehme und er fordert auch mit seiner Pfote Streicheleinheiten ein, wenn er meint noch nicht genug gekrault worden zu sein.
Marcos ist durch und durch liebenswert und hat es so verdient endlich anzukommen, ich wünsche es ihm von Herzen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse an Marcos. Bitte lesen Sie zunächst die Adoptionsgrundlagen und füllen die Adoptionsanfrage aus.
Sie haben Marcos in Ihr Herz geschlossen, können ihn aber leider nicht adoptieren? Übernehmen Sie doch eine Patenschaft für Marcos.
Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
| Ansprechpartner: | Bianca Seefeld |
| Email: | bianca.seefeld@galgorettung-fs.de |
| Tel.: | 09173 79916 |
| Ort: | 91177 Thalmässing |