| Geschlecht: | Hündin, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Pflegestelle bei Heidelberg |
| wartet seit: | Okt. 2025 |
| geboren am: | 05.07.2024 |
| Größe: | ca. 60 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Nazaret würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Erika H., Daniela Anhalt, Astrid Mrochen, Marie Pinnow |
| Besonderheit: | sanft, zärtlich, verschmust, Katzentest bestanden, anfangs etwas schüchtern; Bruch der Speiche vorne rechts in Fehlstellung verheilt, stark durchtrittiges Karpalgelenk, alte, unbehandelte Fraktur der rechten Hüftgelenkspfanne, Probleme beim Laufen |
| Adoptionsvoraussetzung: | ebenerdige Wohnung, keine Treppen, Zweithund |
| letztes Update: | 06.09.2026 |
Nazaret kam mit einem gebrochenem Bein in die FBM.
Inzwischen ist das Bein soweit geheilt, dass sie bald reisen kann.
Zuhause gesucht!
Nazaret ist bei uns angekommen.
Als Nazaret Mitte August in unserer Auffangstation ankam, haben wir erst einmal schlucken müssen. Sie ist das zarteste, liebenswerteste, aber auch gebrechlichste Wesen, das wir seit langem in der Station beherbergen. Das Laufen bereitet Nazaret Beschwerden, was kein Wunder ist, wenn man den massiven Schiefstand ihres operierten rechten Vorderlaufs sowie das durchtrittige Karpalgelenk betrachtet. Aber auch ihr rechter Hinterlauf bereitet ihr offenbar schon längere Zeit Schmerzen, denn er ist extrem schwach bemuskelt und sie hinkt. Aber wir wollen von Anfang an berichten.
Die kleine, damals gerade einmal ein Jahr alte Nazaret kam Ende Oktober 2025 mit einer offenen, handgelenksnahen Fraktur der Speiche in die Obhut der Fundación Benjamín Mehnert und wurde kurz darauf operiert. Eine Platte sollte den Bruch richten, doch die Heilung verlief nicht optimal. Als der operierende Arzt Nazaret am 13. November einen Besuch auf der Krankenstation der FBM abstattete, war das Bein offenbar schon so schief, wie wir es jetzt vor uns haben. Die Platte, die den Bruch der Speiche stabilisieren sollte, schob sich seitlich schräg neben das Handgelenk, entnehmen wir den Röntgenbildern aus jener Zeit. Der Operateur sah die Ursache für das Problem aber nicht in der von ihm gesetzten Platte, sondern in dem Umstand, dass auch die Bänder des Handgelenks betroffen seien. Er stellte eine Arthrodese (operative Versteifung) des Handgelenks als Möglichkeit in den Raum, doch entschied er sich später gegen eine Arthrodese, da das Bein „funktional“ sei. Die Platte wurde Ende Mai entfernt und Nazaret fünf Monate später in den Transporter nach Deutschland gesetzt.
Vom Wesen her ist Nazaret ein sanfter Engel. Menschen gegenüber verhält sie sich erst einmal schüchtern und bleibt auf Abstand, bis sie einen kennt. Hat sie dann aber Vertrauen gefasst, erlebt man ihre fröhliche und verschmuste Seite. Lustig versucht sie an einem hochzuspringen, möchte gekrault werden, drückt sich an einen und macht Spielaufforderungen. Da kommt dann die fröhliche Junggalga zum Vorschein, die Nazaret ja eigentlich ist bzw. sein sollte. Sie wartet nur darauf, von ihren Schmerzen befreit zu werden, um loslegen zu können, so im Moment unser Eindruck. Gehen wir mit ihr langsam über die Wiese, um ihre Beine nicht zu überlasten, merken wir, dass sie am liebsten losrennen möchte, Windhund sein möchte. Sie hinkt natürlich stark, aber sie belastet den krummen Vorderlauf beim Stehen und Gehen.
Ihren Galgo-Mitbewohnern gegenüber ist Nazaret freundlich, kann sich aber gegenüber Stärkeren nicht behaupten. Streit geht sie geflissentlich aus dem Weg und wehrt sich nicht, wenn ein anderer Hund aufdringlich wird. Bellen haben wir sie noch nicht gehört.
Gestern haben wir beim Spezialisten abklären lassen, was wir tun können, um Nazaret ein lebenswerteres Leben zu schenken. Was wir hier erfuhren, gibt den Blick frei auf eine dieser zahllosen stillen Passionsgeschichten, die die Galgos in Spanien auch heute noch erleiden. Der Bruch der Speiche ist in Fehlstellung verheilt und irreparabel. Von einer Arthrodese rät unser Arzt ab. Das Bein wird also schief und durchtrittig bleiben. Da ein Bohrkanal der bereits in Spanien entfernten Platte noch nicht vollständig durchbaut ist, empfiehlt er Leinenzwang für 6 bis 8 Wochen, um das Risiko eines erneuten Bruchs zu minimieren. Leider gibt es auch, wie wir schon befürchtet hatten, an der rechten Hüfte einen schweren, bisher unerklärlicherweise übersehenen Schaden erheblichen Ausmaßes. Was Nazaret für Schmerzen gehabt haben muss und immer noch hat, wollen wir uns gar nicht weiter ausmalen. Nazaret hat eine alte, unbehandelte Fraktur der rechten Hüftgelenkspfanne und auch eine Sitzbeinfraktur scheint sie gehabt zu haben. Der Schaden ist so gravierend, dass Nazaret dauerhaft Schmerzen haben wird. Um ihr zumindest diese Schmerzen in der rechten Hüfte zu nehmen, wäre ein künstliches Hüftgelenk erforderlich.
Das sind natürlich niederdrückende Nachrichten für eine so junge Galga wie Nazaret. Aber wir müssen nach vorne schauen, denn da liegt Nazarets Zukunft! Wir sind entschlossen, alles daran zu setzen, um Nazaret glücklich über die Wiese fliegen zu sehen. Dazu brauchen wir die Hilfe einer kompetenten Pflegefamilie, die ebenerdig wohnt und bereit ist, mit Nazaret in diese bessere Zukunft aufzubrechen und diese aktiv zu gestalten!
Nazaret ist auf ein Pflegestellen-Sofa gezogen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse an Nazaret. Bitte lesen Sie zunächst die Adoptionsgrundlagen und füllen die Adoptionsanfrage aus.
Sie haben Nazaret in Ihr Herz geschlossen, können sie aber leider nicht adoptieren? Übernehmen Sie doch eine Patenschaft für Nazaret.
Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
| Ansprechpartner: | Bianca Seefeld |
| Email: | bianca.seefeld@galgorettung-fs.de |
| Tel.: | 09173 79916 |
| Ort: | 91177 Thalmässing |