Private Auffangstation von Marga - El refugio de Marga

Private Auffangstation von Marga

Das kleine, privat geführte Refugio von Marga Zakrzewska liegt in Chiclana de Frontera in der Provinz Cadiz. Unter tierschützerischen Gesichtspunkten gehört diese Region zu den Brennpunkten Andalusiens.

Und so wurde Margas Refugio im Jahr 2016 auch aus der Not heraus geboren. Marga engagierte sich zu jener Zeit als Freiwillige in einer der berüchtigtsten Perreras Spaniens in der Nähe von Jerez de la Frontera. Sie und andere Tierschützerinnen versuchten, Hunde, denen der Tod durch Einschläfern drohte, aus dieser Tötungsstation zu retten. Als die Gemeinde plötzlich beschloss, die Perrera zu schließen, blieb den Freiwilligen kaum ein Monat Zeit, um eine Lösung für die über 200 Hunde zu finden, die dort noch eingesperrt waren ...

Marga und die anderen Freiwilligen wuchsen in diesen vier Wochen über sich hinaus und setzten Himmel und Hölle in Bewegung, um alle Hunde zu retten. Schließlich waren nur noch 30 Hunde übrig. Hunde, die niemand wollte: Alte, Hässliche, Kranke, Hunde mit Epilepsie, Gelähmte ... Diesen drohte nun die Einschläferung durch den Tierarzt.

Marga zögerte nicht. Sie nahm alle diese hoffnungslosen Fälle mit nach Hause. Dieser Akt der Gnade am Ende von vier verrückten, stressreichen, schrecklichen Wochen begründete Margas Refugio. Seitdem kämpft Marga Zakrzewska mit vollem Einsatz für ein würdiges Leben der Hunde ihrer Region. Sie liest verwahrloste Streuner von der Straße auf, übernimmt ausrangierte Galgos von den Galgueros und schreckt auch nicht vor einer Konfrontation mit den Galgueros zurück, wenn es darum geht, einen Hund aus einer Notlage zu befreien.

Margas Refugio bietet ca. 60 Hunden gleichzeitig eine vorübergehende Bleibe. Davon sind ca. 30 Galgos, der Rest sind Podencos, Bodegueros, Mischlinge und vereinzelt andere Rassen. Marga versorgt diese Hunde ganz allein. Viele Hunde kommen verletzt, unterernährt und von Parasiten befallen bei ihr an. Die Kranken pflegt sie bei sich im Haus, die anderen gehen tagsüber ein und aus, wie sie möchten, haben aber separate Schlafräume.

Finanziell stellt eine solch große Zahl von Hunden für eine einzelne Person natürlich eine Herausforderung dar. Margas Refugio benötigt monatlich etwa 800 kg Trockenfutter für die Hunde. Hinzu kommen Tierarzt- und Medikamentenkosten. Auch die monatliche Stromrechnung ist hoch, da Decken und Betten für 60 Hunde gewaschen und getrocknet werden müssen.

Marga finanziert sich dadurch, dass sie gerettete Hunde in Pension nimmt und sie wird auch durch eine Teaminggruppe unterstützt, die aber dringend Zuwachs bräuchte: SOSPELUDOSCALLEJEROS - Grupo Teaming.

Marga nennt ihr kleines Refugio ihr „Fegefeuer“ - in der Hoffnung, dass alle Hunde, die bei ihr sind, irgendwann endlich das Paradies kennenlernen: Eine Familie, die es ihnen ermöglicht, in Liebe geborgen zu leben.

Weitere Informationen über aktuelle Notfälle bei Marga findet man in der öffentlichen Facebook-Gruppe „Vida“ („Leben“), die von einigen Unterstützerinnen auf Facebook initiiert wurde.

 

Videos von Margas Auffangstation:
 

Unterstützungsmöglichkeiten für Margas Refugio

29.03.2018

Mit dem aktuellen Spendenprojekt möchten wir uns an den Kosten für die von Marga gerade dringend benötigten Scalibor-Halsbänder beteiligen. Diese Halsbänder sind so wichtig und unverzichtbar, weil sie die Hunde vor gefährlichen Parasiten, wie z. B. der Sandmücke, dem Überträger der Leishmaniose, schützen.

 

04.04.2018

Geschafft! Innerhalb nur weniger Tage wurde dank eurer großartigen Unterstützung die Zielsumme von 450 EUR erreicht! Mit diesem Betrag können wir Marga nun mit 50 % der Kosten für die jährlich im Frühjahr anzuschaffenden Scalibor-Halsbänder unterstützen.

Marga und ihre Hunde sagen "Danke".

Margas Refugio im Süden Spaniens