Luanda

Luanda

Geschlecht:Hündin, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Nov. 2020 (bei FBM seit Feb. 2020)
geboren am:15.03.2018
Größe:ca. 55 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Luanda würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Anne Figel, Josefine Sch., Kai-Oliver Sch., Andrea Schädlich
Besonderheit:sehr ängstlich
Adoptionsvoraussetzung:souveräner Ersthund
letztes Update:10.08.2022

Was wir über Luanda erzählen können ...


13.10.2020

Luanda wurde im Februar 2020 von ihrem Galguero bei der Fundación Benjamín Mehnert abgegeben. Sie ist eine sehr ängstliche kleine Galga, die in ihrem bisherigen kurzen Leben sicher nicht die besten Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. Möchte man mit ihr spazieren gehen, blockiert sie leicht; dann darf man keinen Druck aufbauen, sonst gerät sie in Panik und verbeißt sich in der Leine. Luanda wird ein ruhiges Zuhause mit mindestens einem bereits vorhandenen, sicheren Ersthund benötigen, an dem sie sich orientieren kann. Sie braucht geduldige Menschen, die ihr dabei helfen, über ihre Ängste hinwegzukommen und sich im Leben zurechtzufinden.

Update 02.11.2020

Luanda ist am Wochenende in der Auffangstation angekommen.

Luanda ist eine sehr vorsichtige, ängstliche und unsichere Hündin. Uns Menschen geht sie noch weitläufig aus dem Weg. Schaut man sie an, verbellt sie einen. 

Sie wird jetzt erst einmal in Ruhe ihr neues Zuhause kennen lernen dürfen. Mit den Hunden hat sie keine Probleme, die anderen Hunde auch nicht mit ihr.

Update 15.02.2021

Ein neues Foto von Luanda:

Update 19.02.2021

Mit Luanda kam im November vergangenen Jahres eine außergewöhnliche Galgopersönlichkeit in unserer Auffangstation an, für die wir nun erfahrene Menschen suchen.

Luandas Angst war in den ersten Wochen so übermächtig, dass sie versuchte, uns Menschen durch Schnappen auf Abstand zu halten. Sie hat offensichtlich gelernt, dass sie sich durch den Einsatz ihrer Zähne aus einer Notsituation befreien kann und so setzte sie dieses Mittel auch nach ihrer Ankunft immer wieder ein. Sie schnappte nach der Hand, die sich ihr näherte, sogar nach der Mütze, wenn man sich herunterbückte, um sie anzuleinen und auf den Spaziergängen versuchte sie immer wieder, die Leinen, mit denen sie doppelt gesichert war, durchzubeißen. Wollte man sie daran hindern, schnappte sie wiederum in Hände oder Arme ihrer Begleitperson. Luanda war eine echte Herausforderung, selbst für uns. Aber mit Ruhe, Geduld und festen Ritualen haben wir inzwischen viel erreicht. Vor allem hat Luanda erkannt, dass sie ihre Zähne nicht mehr einsetzen muss, um sich zu schützen.

Luanda liebt Spaziergänge und mit dieser Leidenschaft hatten wir einen guten Ansatzpunkt für unser Training. Groß ist Luandas Freude, wenn wir zum Spaziergang aufbrechen wollen. Zum Anlegen von Mantel und Geschirr hat sich ein festes Ritual entwickelt: Luanda setzt sich auf einen bestimmten Platz im Verbindungsgang vor den Gehegen und wartet, dass man kommt. Fühlt sie sich zu sehr gestresst, dreht sie eine Runde im Gang, nimmt ihren Mut zusammen und setzt sich wieder auf ihren Platz, um sich ankleiden zu lassen. Sie hat gelernt, ihrer Bezugsperson zu vertrauen.

Luanda geht gut an der Leine und ist mittlerweile sogar entspannt genug, um Leckerli zu nehmen. Panikattacken gehören der Vergangenheit an. Neues verunsichert Luanda auf dem Spaziergang noch, wie etwa ein quer über den Weg gestürzter Baum. Doch im zweiten oder dritten Anlauf überwindet sie ihre Angst und lässt sich vertrauensvoll von ihrem Menschen durch die neue Situation führen.

Mit den anderen Hunden versteht Luanda sich sehr gut. Sie liebt es, auf der Wiese Rennspiele zu machen und plötzlich sieht man die lustige, junge Galga hervorblitzen, die Luanda doch eigentlich sein könnte, wenn schlechte Erfahrungen früherer Zeit diese Seite ihrer Persönlichkeit nicht verschüttet hätten. Zu ihrem Glück braucht Luanda deshalb mindestens einen spielfreudigen Gefährten. Hier war das anfangs die junge Galga Arepa, nach ihrem Auszug ist der zehnjährige Amigo Luandas bester Freund und Spielgefährte geworden.

Für Luanda wünschen wir uns Menschen, die Erfahrung im Umgang mit Angsthunden haben und im ländlich ruhigen Umfeld wohnen. Kleinere Kinder sollten nicht zur Familie gehören. Ein sicher eingezäunter Garten wäre schön; einen souveränen und spielfreudigen Hundepartner halten wir für unabdingbar zu Luandas Glück und ihrer weiteren Entwicklung.

Update 08.11.2021

Neue Bilder von Luanda:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

 

Und ein Video mit Luanda, Gatuna und Pola:
 

Update 12.11.2021

Ein Jahr lebt Luanda nun schon in unserer Auffangstation. Ein Jahr, in dem diese sehr ängstliche Galga zunächst einige Fortschritte machte: Luanda hat sich ihr Leben bei uns eingerichtet, hat feste Rituale etabliert, die ihr helfen, den Alltag zu meistern und gegenüber ihren festen Bezugspersonen ein gewisses Vertrauen aufgebaut. Aber dieses Vertrauen stößt immer noch schnell an seine Grenzen. Luandas Entwicklung stagniert seit Monaten und führt uns vor Augen, dass die Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung in unserer Auffangstation nicht optimal sind. So lange wie Luanda hat sich uns noch kein Hund entzogen.

Das Gehege, in dem Luanda mit mehreren weiteren Galgos lebt, ist immer noch nicht zu einem Ort geworden, der ihr Sicherheit vermittelt – im Gegenteil. Dort lässt Luanda sich selbst von ihren Bezugspersonen nicht anfassen und verbellt uns vehement, um uns auf Abstand zu halten. Für eine kurze Zeit hatte Luanda einen Schritt auf uns zu gemacht, schnüffelte zur Kontaktaufnahme, war in der Lage, ohne Gebell in unserer Nähe zu verweilen und traute sich sogar aus eigenem Antrieb in die Hütte, wenn wir darin waren. Aber diese Fortschritte waren leider nicht von Dauer.

Jeder Fremde, der in die Station kommt, jede Abweichung von den festen Ritualen und Abläufen, jedes Mal, wenn ihre Bezugsperson nicht viel Zeit für sie hat, weil andere Hunde ihre Aufmerksamkeit erfordern… all das verursacht wieder einen Rückschritt in Luandas Entwicklung. Deshalb unsere Einschätzung: die Auffangstation ist durch das Getriebe der Besucher, das Kommen und Gehen der zu vermittelnden Hunde, mangelnde Zeit und Ruhe und die nicht dauerhafte Präsenz einer festen Bezugsperson kein geeigneter Ort, um Luandas Vertrauen zu gewinnen und ihr Sicherheit zu geben.

Wollen wir auf die Wiese oder zum Spaziergang aufbrechen, hat Luanda ein festes Ritual entwickelt, das sie konsequent einhält, denn sie möchte mit. Zum An- und Ableinen setzt sie sich vor das erste Gehege in den Verbindungsgang in die Ecke und wartet dort, bis ihre Bezugsperson ihr Geschirr und Halsband anlegt. Hier – und nur hier und in diesen Momenten – kann Luanda auch einmal ein kurzes Kraulen am Hals genießen und dabei die Augen schließen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass ihr menschliche Zuwendung doch irgendwann gefallen könnte! Hier nimmt sie auch Leckerlies aus der Hand, die sie auf dem Spaziergang nur zögerlich annimmt und im Gehege gar nicht.

Auf der Wiese ist Luanda mit den anderen Galgos fröhlich unterwegs und beteiligt sich an deren Rennspielen. Vor allem mit ihren beiden Freundinnen Pola und Gatuna hat sie viel Spaß. Hier lässt sie sich von uns bereitwilliger anfassen, verbellt uns auch nicht, aber die Berührung wird eher ertragen als genossen.

Wir wünschen uns für Luanda dringend eine mit Angsthunden erfahrene (Pflege-)Familie mit einem stabilen, ruhigen Lebensumfeld, viel Zeit, Geduld und Liebe und mindestens einem souveränen und spielfreudigen Hundegefährten. Diese Familie sollte keinerlei Erwartungen an Luanda stellen, keinen Druck aufbauen, sondern sich einfach über jeden noch so kleinen Fortschritt bei ihr freuen wie über einen Lottogewinn.

Update 20.12.2021

Neue Bilder von Luanda:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

update 10.08.2022

Bald jährt sich Luandas Ankunft in unserer Auffangstation zum zweiten Mal. Das ist eine lange Zeit im Leben eines Hundes, doch Luanda hat diese Zeit genutzt, so dass einige ihrer Ängste etwas von ihrer Macht über sie verloren haben. Luanda wird immer ihre Vorsicht gegenüber den Menschen behalten und sie wird immer Fremden gegenüber und in bestimmten Situationen als erste Reaktion Angst zeigen. Unsere Lu ist und bleibt eine besondere Galga und immer noch hoffen wir darauf, dass eines Tages jemand sie genauso lieben kann. – Dies vorweggeschickt, wollen wir heute von Luandas positiver Entwicklung der letzten Monate berichten.

Luandas Leben in der Auffangstation wurde und wird durch Rituale und Routinen geprägt, die ihr Sicherheit geben. So konnte Luanda das Anlegen von Geschirr und Halsband lange Zeit nur in einer bestimmten Ecke des Verbindungsgangs vor den Gehegen ertragen. Das Prozedere war inzwischen so fest etabliert, dass wir vor einiger Zeit gewagt haben, den Ablauf zu verändern. Dadurch war Luanda gezwungen, ihre Komfortzone ein kleines Stück zu verlassen. Dies bescherte ihr ein Erfolgserlebnis, das einen regelrechten Entwicklungsschub bei ihr ausgelöst hat – für manche Außenstehende vielleicht minimale Veränderungen, für Luanda und uns Meilensteine.

Luanda kommt nun zum Anlegen von Geschirr und Leine vor dem Spaziergang aus eigenem Antrieb im Gehege zu uns. Und mehr noch, sie nimmt im Gehege immer wieder Kontakt zu uns auf, um sich ein Leckerli abzuholen oder den Hals kraulen zu lassen! Luanda folgt uns inzwischen auch ins Blockhaus, hält dort aber noch einen Sicherheitsabstand ein. Auch beim Verteilen des Futters und bei der Reinigung der Gehege sucht sie nun öfters die Nähe des Menschen, begleitet ihn und stupst sogar bisweilen die Hand mit der Nase an.

Auf ähnliche Weise nimmt Luanda neuerdings auf den Spaziergängen Kontakt zu ihrer Bezugsperson auf. Sie läuft schön und ohne zu ziehen an der Leine. Kommen uns Fremde entgegen, verfällt sie schon lange nicht mehr in Panik. Sie geht an Passanten vorbei oder wartet in der Deckung ihres Menschen, bis die Fremden weg sind. Spricht man sie mit ihrem Namen an, hebt sie aufmerksam den Kopf und nimmt Blickkontakt auf. Sie lässt sich dann das Köpfchen oder Kinn streicheln, ohne dass sie vor der sich nähernden Hand zurückweicht. Leckerli nimmt sie auch während des Spaziergangs gerne an. Bei Wildsichtung bleibt Luanda gelassen; lieber hat sie ihre Nase am Boden, damit ihr kein Mauseloch und kein interessanter Geruch entgeht.

Auch Katzen erwecken bisher auf dem Spaziergang nicht Luandas Jagdtrieb. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde sie sogar Katzen im selben Haushalt tolerieren. Allerdings können wir das derzeit nicht mit abschließender Sicherheit testen, da sie wegen der fremden Umgebung im Katzenhaus die Samtpfoten überhaupt nicht wahrnehmen würde und von der ganzen Situation viel zu „erschlagen“ wäre.

Besuchen wir mit Luanda den Auslauf, kommt die fröhliche, vierjährige Galga zum Vorschein, die Luanda eigentlich sein könnte. Sie liebt es, mit den anderen Galgos Rennspiele zu machen und ist souverän genug, um sich den anderen hin und wieder als Hase zur Verfügung zu stellen. Aber sie schnuppert auch gerne ihres Weges und erkundet die Geruchswelt der Wiese. Luanda verträgt sich hervorragend mit allen Hunden in der Station und auch Hunde anderer Rassen, die zu Besuch kommen, werden freundlich begrüßt. In ihrer zukünftigen Familie sollte ihr mindestens ein weiterer Hund Gesellschaft leisten.

Wir wünschen uns für unsere Lu ein Zuhause bei Menschen, die Erfahrung im Umgang mit Angsthunden haben und ländlich leben. Menschen, die sich in Luanda hineinfühlen können und die ihr, ohne Erwartungen an sie zu stellen, in kleinen Schritten eine bessere Welt zeigen, vor der sie keine Angst mehr haben muss.

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing