| Geschlecht: | Hündin, kastriert |
| wartet in: | Spanien, FBM |
| wartet seit: | Juni 2024 |
| geboren am: | 07.02.2022 |
| Größe: | ca. 61 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Renata würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Martina Zetzmann |
| Besonderheit: | freundlich |
| Adoptionsvoraussetzung: | |
| letztes Update: | 04.06.2026 |
Renata wartet bereits fast ein Jahr bei der FBM.
Zeit, dass sie zu uns reisen kann.
Renata ist gestern in Deutschland angekommen und gleich weiter gefahren auf ihr Sofa.
Viel Glück wünschen wir!
Renata hat vor über einem Jahr ihr liebevolles Zuhause gefunden und heißt jetzt Pepita. Sie genießt glücklich ihr neues Leben - ihre Familie berichtet:
Fast ein ganzes Jahr ist nun schon wieder vergangen, seit unser Nesthäkchen bei uns eingezogen ist, unser süßer Wirbelwind, die kleine Pepita-Renata. Eigentlich waren wir letztes Jahr Mitte Mai wegen einer anderen Galga ins Fränkische Seenland gefahren, denn ich hatte überlegt, ob es Lluvia nicht noch ein bisschen glücklicher machen würde, wenn sie eine(n) Kumpel(ine) für gemeinsame Unternehmungen hätte – mehr als die zu diesem Zeitpunkt sehr gebrechliche Samira das noch zu bieten in der Lage war. Natürlich sollte es möglichst passen, altersmäßig und auch sonst, da auch Lluvi mit ihren fast 11 Jahren bereits in fortgeschrittenem Alter war. So viele Gedanken und Überlegungen, die ich mir im Vorfeld gemacht hatte! Die Hündin, die wir besuchten, war süß und wunderbar, doch irgendwie fühlte es sich nicht „richtig“ an. Es fehlte etwas, nicht bei ihr, sondern bei mir. Es wäre tatsächlich eine reine Kopfentscheidung gewesen.
Wir waren schon fast wieder auf dem Heimweg, als Tanja auf ihrer letzten Spazierrunde des Tages mit der kleinen Renata, die an dem Tag gerade erst mit einem Trapo von der FBM angekommen war, hinter uns herkam. Und dann war er da, dieser Moment, an dem der Verstand komplett aussetzt: So klein, so niedlich, so begeistert von meinem Haargummi, den sie sogleich klauen wollte – und doch gepaart mit einer Portion Unterwürfigkeit. Es war um mich geschehen. Mit einem Schlag waren alle Gedanken, die ich mir im Vorfeld gemacht hatte, alle Gründe, die ich mir hin argumentiert hatte, restlos in der Bedeutungslosigkeit versunken! Mein Kopf flüsterte: „Sie ist viel zu jung…“ – es war unwichtig geworden.
Wir haben sie eingepackt und mitgenommen. Unsere beiden älteren Damen waren von Anfang an ganz besonders lieb, geduldig und nachsichtig mit ihr; schließlich sind beide erfahrene Mütter. Sie hatten auch nichts dagegen, wenn sie ihr Näschen mit in ihren Napf steckte. Sie zeigten ihr, dass man Pipi besser draußen als drinnen erledigt (na ja, bei Regen war das wirklich zu schwer umzusetzen, denn die Kleine hat immer noch eine schwere Regenphobie, musste sie bei der FBM im Winter doch eine Überflutung ihres Zwingers erleben). Und Lluvi hat seitdem beständig eine kleine Adjutantin an ihrer Seite, die ihr bei der Mäusejagd hilft. Überhaupt ging Pepi erst einmal gar nirgendwo hin, wo nicht auch Lluvia hinging, machte nichts, was nicht auch Lluvia machte. Sie war zu ihrem Schatten geworden.
Es passt hier gut zusammen, trotz des jugendlichen Alters. Pepi hat ein ganz zartes, kindliches und besonders unterwürfiges Wesen. Wir Menschen wurden anfangs oft noch verbellt, ganz besonders, wenn wir in gebückter Haltung auf sie zugingen. Draußen näherte sie sich uns nur in tiefster Gangart. Doch gehört das inzwischen fast gänzlich der Vergangenheit an. Nur manchmal fällt sie noch in diese alten Muster zurück.
Pepi orientiert sich sehr an ihren beiden älteren Mentorinnen, die ihr anfangs zeigten, dass man auch bei Hundebegegnungen ganz cool bleiben kann und nichts Schlimmes passiert. Inzwischen freut sie sich über alle Hunde, die wir treffen, und interessanterweise hat inzwischen auch Lluvia, die andere Hunde vorher einfach ignorierte, durch Pepi mittlerweile sehr viel Spaß an solchen Begegnungen. Es gibt keine Aufdringlichkeiten oder Übergriffe von Seiten des Nesthäkchens und sie merkt auch sofort, wenn ihre Spielaufforderungen lästigfallen – dann dreht sie eben für sich ihre ausgelassenen Runden auf der Wiese.
Spaziergänge sind für Pepi immer noch überaus aufregend. Da gibt es immer so viel zu entdecken und überall scheint sich potentielle Beute zu verstecken! Der Aufregung verleiht sie körperlichen Ausdruck, so dass die Spaziergänge mit drei Hunden an längeren Leinen gelegentlich schon zu einer Herausforderung werden können. Einfach geradeaus zu laufen scheint ihr fremd zu sein – sie saust hin und her, schaut rechts und links, um bloß nichts zu verpassen. Wie von einem kleinen Satelliten im Orbit wird man umkreist, was zu entsprechenden Verwicklungen und manchmal Fesselungen führt. Da sind gute Nerven gefragt, aber es ist auch einfach wunderbar, wie sehr sie alle Eindrücke in sich aufsaugt und ihr neues Leben ganz offensichtlich genießen kann. Wir lenken sie dann eben behutsam wieder zurück in die richtige Spur.
Wird das Essen zubereitet, das hier 3x täglich serviert wird, wird Pepis Geduld auf eine harte Probe gestellt. Sie untermalt den Vorgang musikalisch mit Arien in allen Tonlagen. Und natürlich dauert die anschließende Essensaufnahme nur einen Bruchteil der Zeit, die die Zubereitung in Anspruch genommen hat. Gesundheitlich macht Pepi an sich einen rundum fitten Eindruck, doch hat sie aus Spanien eine follikuläre Konjunktivitis, gepaart mit einer Keratokonjunktivitis sicca mitgebracht, weswegen sie in augenärztlicher Behandlung ist. Eine zugrunde liegende Ursache wie Leishmaniose oder eine andere Infektionskrankheit konnte bisher nicht identifiziert werden. Ihre wiederholt kontrollierten Blutwerte sehen diesbezüglich bisher noch alle unauffällig aus, doch werden wir sie auch weiterhin engmaschig im Auge behalten. Alles in allem ist mit dem kleinen Wirbelwind, der uns mit seinem Schabernack immer wieder zum Lachen bringt, viel Freude und Glück bei uns eingezogen, nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren älteren Galgas, die die kleine Maus unter ihre Fittiche genommen haben.
Und was sich bei dieser Geschichte wieder einmal mehr bestätigt hat: man adoptiert nur mit dem Herzen gut! P.S.: Die andere, sehr nette Galga hat kurz darauf ebenfalls ihr Zuhause gefunden – ein ganz besonders wunderbares. Ich glaube wirklich, dass es für sie dort so viel besser passt als hier bei uns. Ihr wäre es wahrscheinlich in unserem Seniorenheim zu langweilig gewesen, während Pepi hier den liebevollen Halt findet, den sie braucht. So fügt sich zusammen, was zusammengehört.