Gob

Gob

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Okt. 2018 (bei FBM seit Aug. 2018)
geboren am:11.06.2014
Größe:65 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Gob würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Ralf Groß
Besonderheit:ängstlich, unsicher
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:25.02.2019

Was wir über Gob erzählen können ...


September 2018

Gob wartet derzeit noch bei FBM.
 

Update 14.10.2018

Gob ist angekommen.
Gob zeigt sich hier im Moment noch als sehr vorsichtig, ängstlich. In seine Nähe lässt er nur die Hunde. Mit ihnen kommt er wunderbar zurecht. Wir Menschen sind ihm überhaupt nicht geheuer. Er bekommt jetzt einfach Zeit, sich alles anzuschauen, sich einzuleben und Zeit uns Menschen wieder zu vertrauen.
 

 

Update 17.11.2018

Gob kam vor 2 Monaten, Mitte August 2018, zur FBM. Ein ängstlicher, schwarzer Galgorüde mit bernsteinfarbenen Augen, aus denen er die Welt um sich herum, und vor allem die Menschen, voller Argwohn und Misstrauen beobachtete. Er wirkte, als man die Fotos von ihm machte, so unglaublich verletzlich und in seinem Blick schien all das Leid zu liegen, das er in seinem früheren Leben erfahren hatte.

Wir wollten Gob helfen und haben ihn daher zu uns ins Fränkische Seenland geholt. Am vergangenen Samstag ist er hier angekommen. Er ist ein mittelgroßer, eher zierlicher Galgorüde mit sehr viel Angst. Uns Menschen lässt er noch nicht an sich heran, bleibt auf deutlichem Abstand. In seine Nähe lässt er nur die anderen Hunde. Mit ihnen kommt er wunderbar zurecht. Wir geben ihm jetzt einfach die Zeit, die er braucht, um sich einzuleben und zu erkennen, dass ihm hier niemand etwas Böses will. Wir werden ihn nicht drängen, sondern ihn sich in seine neue Situation einfinden lassen, damit er von sich aus kommen kann, wenn er genug Vertrauen gefasst hat.
 

Update 25.02.2019

Gob ist einer dieser besonderen, hochsensiblen Hunde, die ganz spezielle Menschen brauchen. Sensitive Menschen, die in der Lage sind, sich in einen Hund „einzufühlen“ und die zugleich eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Angsthunden mitbringen.

In Gob wohnt ein tiefes Misstrauen gegenüber den Menschen, zumindest gegenüber denjenigen, die er nicht näher kennt bzw. auf ihre Vertrauenswürdigkeit geprüft hat, und das sind nun mal die meisten. Er ist ihnen gegenüber nicht einfach nur auf der Hut, stets fluchtbereit, sondern auch in beständiger Alarmbereitschaft. Hört er in der Hütte das kleinste verdächtige Geräusch, dass draußen etwas vor sich geht, zögert er nicht. Im Nullkomma Nix ist er draußen und geht sofort auf Abstand. Niemals würde er sich innerhalb des Hauses „überraschen“ lassen, denn das könnte ja bedeuten, dass ihm der Fluchtweg abgeschnitten wird und er in der Falle sitzt. So werden Besucher ihn nie ihm Haus antreffen, denn das hat er schon verlassen, noch bevor sie überhaupt das Gehege betreten haben. Sie werden ihn nur in der größtmöglichen Entfernung im hintersten Winkel des Geheges stehen sehen, wo er sie aus seinen bernsteinfarbenen Augen still beobachtet, denn Gob gehört nicht zu denen, die ihrer Furcht lautstark Ausdruck verleihen. Er ist vielmehr wie ein schwarzer Schatten im Hintergrund. Er wirkt völlig unnahbar und würde sich zurzeit niemals von Fremden berühren lassen.

Und doch gibt es Menschen, allen voran Tanja und Daniela, für die er in besonderer Weise aus seiner Gruppe herausleuchtet. Er hat ihr Herz erobert, nicht im Sturm oder sofort, sondern in seiner stillen, unvergleichlichen Art hat er sich dort hineingeschlichen. Denn eines Tages vor ein paar Wochen hat Gob auf einmal beschlossen, diesen beiden jungen Frauen zu vertrauen. Als hätte sich ein Schalter umgelegt. Auf einmal war er da, stand neben ihnen und war mit einem Mal ein ganz anderer Gob, „Gobi“, wie sie ihn liebevoll nennen. Von dem Tag an wollte er an dem, was die beiden tun, teilhaben, und zwar an allem. Am Streicheln und Schmusen in der Hütte und auch am Spazierengehen.

Im Gelände geht er seither gut mit, muss aber oft stehen bleiben und schauen. Er braucht Zeit, um manche Dinge einordnen und als ungefährlich bewerten zu können. Dabei macht er schon den Eindruck, als hätte er in seinem bisherigen Leben noch nicht viel von dem „da Draußen“ kennengelernt. Man sollte ihm diese Zeit die Lage einzuschätzen auch zugestehen und ihn dann nicht einfach an der Leine weiterziehen. Wenn er die Möglichkeit bekommt, etwas ihm bisher Unbekanntes abschließend als unkritisch einstufen zu können, wird es beim nächsten Mal kein so großes Problem mehr für ihn darstellen. Diese Zeit ist also gut angelegt. Natürlich nimmt er Annäherungen von fremden Menschen viel früher wahr, als sein zweibeiniger Begleiter am anderen Ende der Leine. Er verfällt aber nicht in Panik, wenn jemand vorbeigeht, sondern bleibt dann stehen, beobachtet und hält Abstand. Daran lässt sich ermessen, wie sehr Gobi dann auf die Person, mit der er sich auf das Abenteuer des Spaziergangs eingelassen hat, vertraut – ganz so, als könne ihm an ihrer Seite nichts geschehen. Da er sich bei ihr sicher fühlt, muss auch nicht an Flucht gedacht werden, gleichsam als sei sie sein Rettungsanker.

Im Umgang mit seinen Artgenossen ist Gob kein wirklich souveräner Hund. Zwar lässt er sich von den Junghunden oder solchen, die noch unsicherer sind als er, nichts gefallen, aber den vermeintlich „Stärkeren“ geht er lieber aus dem Weg. So ist auch der Freilauf für Gobi zurzeit noch kein Zugewinn, den er genießen kann. Da rennt er lieber nicht mit den anderen mit, sondern hält sich bedeckt und beobachtet auch hier mit derselben Intensität das Geschehen, wie wir es von ihm in anderen Situationen, die er erst für sich ausloten muss, kennen.

Was also kann man tun, damit aus dem misstrauischen und furchtsamen Gob der sanfte, anschmiegsame, ja liebebedürftige Gobi wird? - Zuallererst muss man ihm Zeit geben. Zeit den Menschen, der da versucht in seine Welt zu gelangen, einordnen zu können. Hier ist Geduld und Ruhe, ja Stille gefragt. Mit lauten Worten und hektischen Stimmen verprellt man Gob. Gobi mag Leckerchen und Futter und mit den Menschen, denen er sein Vertrauen geschenkt hat, geht er gerne spazieren – das sind schon mehr Zugangswege, als manch anderer Hund sie bereithält. Unsere Mädels sagen: Gobi ist für einfühlsame Menschen gar nicht so schwer zu „knacken“. Wenn sie es schaffen, hinter dem schwarzen, misstrauischen Schatten das sensible, außerordentlich intelligente Wesen zu erkennen, das er ist, und sie ihm die Zeit geben, die er braucht und es ihnen dann zum ersten Mal gelingt, sein ultraweiches Fell zu berühren, er sich an sie anschmiegt, wenn keiner zuschaut, so als sei diese Art der Zuwendung ein Geheimnis, das er nur mit den Menschen seines absoluten Vertrauens teilt, dann besteht die Hoffnung, dass sich eine enge und unzertrennliche Partnerschaft mit diesem bemerkenswerten schwarzen Galgo entwickeln wird. 

 

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing