Kotita

Kotita

Geschlecht:Hündin, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegestelle bei Aalen
wartet seit:Jan. 2022 (in Spanien seit Dez. 2017)
geboren am:15.08.2017
Größe:ca. 60 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Kotita würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Isabelle Silvestra Winkler, M. R., Ursula-Irene Murr, Noah Heyer
Besonderheit:vorsichtig, ängstlich
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:19.11.2022

Was wir über Kotita erzählen können ...


10.11.2021

Kotita wurde kurz vor Weihnachten 2017 zusammen mit ihrer Mutter Kota und zwei Geschwistern auf der Straße gefunden. Die kleine Familie kam dann in die Obhut der Fundación Benjamín Mehnert. Die Welpen waren zu diesem Zeitpunkt 4 Monate alt. Aufgrund dessen, dass sie auf der Straße aufgewachsen waren, war ihr Verhalten gegenüber Menschen ähnlich dem von Wildtieren und ihre Angst vor ihnen war groß. Während Kota ihre Furcht im Laufe der Zeit ganz allmählich immer mehr ablegen konnte, blieben ihre Kinder weiterhin sehr ängstlich. Der Umstand, dass sie in einer großen Auffangstation aufwuchsen, die ihnen wenig an Umweltreizen bieten konnte, welche während der Kindheit und Jugend für die Sozialisierung so wichtig sind, war in diesem Zusammenhang auch nicht förderlich. Bei Kotita und ihrer Schwester Marila, die inzwischen ein verständnisvolles Zuhause in Deutschland gefunden hat, handelt es sich um typische Beispiele von Hunden mit Deprivationssyndrom.

Dass sich mit Einfühlungsvermögen und Geduld dagegen vorgehen lässt, hat uns Marilas Beispiel gezeigt. Alberto, der Verhaltenstrainer der FBM, hat in den letzten Jahren immer wieder mit Kotita an ihrem Problem gearbeitet. Zwar verbellt sie fremde Besucher anfangs noch vehement, doch beruhigt sie sich nach einer Weile.

https://www.facebook.com/christian.scheinhart/videos/283780143588400

Inzwischen ist sie doch immerhin so zugänglich, dass sie sich in Begleitung weiterer Hunde auch von ihr noch nicht so gut bekannten Menschen nach draußen führen lässt, wenn diese ihr vorher Zeit geben, sie näher kennenzulernen. Sie kann sich dann auch schon so weit entspannen, dass sie draußen Leckerchen von ihnen entgegennimmt, die sie dann gemütlich im Schatten liegend verspeist.

https://www.facebook.com/100006941686333/videos/pcb.1687957841410609/392175752489398

Kotita sucht als einzige aus dieser kleinen Familie noch ein Zuhause. Vier Jahre hat sie inzwischen in der großen Auffangstation verbracht. Das ist eine sehr lange Zeit im Leben eines Hundes. Lang genug, finden wir. Wir möchten Kotita eine Chance geben und sie nach Deutschland holen. Wie schön wäre es, wenn sie nicht auf dem Umweg über eine weitere, wenn auch kleinere Auffangstation, sondern gleich über eine mit Angsthunden erfahrene Pflegefamilie den Weg in ein neues Leben fände!

Update 24.01.2022

Kotita ist am Wochenende bei uns in der Auffangstation angekommen.

Sie zeigt sich entsprechend zurückhaltend, beobachtet aus der Ferne. In die Hundegruppe hat sie sich ohne Probleme eingefunden, wurde auch von allen sofort akzeptiert. Sie hat das warme Haus schnell entdeckt und angenommen. Wir lassen sie jetzt erst einmal weiter hier ankommen, ihr neues Reich kennenlernen. Auch hört man Kotita, wenn sich außerhalb ihres Bereiches etwas bewegt, zeigt, tut. 

Update 05.02.2022

Neue Fotos von Kotita:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

Update 24.02.2022

Ein neues Fotos von Kotita:
 

Update 01.05.2022

Drei Monate ist es nun her, dass Kotita in unserer Auffangstation angekommen ist. Unser ganzes Team hat ihrer Ankunft mit Spannung entgegengesehen, denn wir wussten, dass Kotita eine Angsthündin mit Deprivationssyndrom ist. Kotita wurde im Alter von ungefähr vier Monaten Ende 2017 mit ihrer Mutter Kota und ihren Geschwistern von der Straße gerettet. Die Welpen hatten deshalb keine positive Prägung auf den Menschen erhalten.

In den vier Jahren, die Kotita bei der Fundación Benjamín Mehnert verbrachte, hat Alberto, der Verhaltenstherapeut, bereits viel mit ihr gearbeitet und ein gutes Fundament gelegt. Kotita erschien uns gleich nach ihrer Ankunft bei uns weniger ängstlich als ihre Schwester Marila, die im vergangenen Jahr mit unserer Hilfe den Start in ein neues Leben geschafft hat. Während Marila fast einen Monat brauchte, bis sie sich anleinen ließ, stand Kotita gleich bereit. Gehen wir ins Blockhaus, um alles für den Spaziergang zu holen, folgt Kotita uns, setzt sich und wartet ab. Das Anziehen von Geschirr und Halsband ist ihr dann zwar etwas unangenehm, aber sie will ja mit und weiß, dass die Prozedur Voraussetzung für den Aufbruch ist. Gleich stellt sie sich danach zum Anleinen wieder mit an. Kotita will unbedingt dabei sein! Sie geht inzwischen sogar schon mit unseren versiertesten Gassigängern ihre Runden, nicht nur mit uns.

Kotita läuft im ruhigen, ländlichen Umfeld der Auffangstation schön an der Leine und saugt alles auf, was sich an Eindrücken bietet, ohne bisher jagdliche Ambitionen zu zeigen. Selbst wenn die anderen Galgos bei Wildsichtung aufgeregt in die Leine gehen, springt bei Kotita der Funke nicht über. Es ist die Unruhe in der Gruppe, die Kotita in Alarmbereitschaft versetzt. Das führt eher dazu, dass sie nach hinten in Deckung geht als nach vorne Richtung Wild.

Anfangs machte Kotita die sich nähernde Hand auf dem Spaziergang Angst, denn sie verband offenbar nur drohenden Schmerz damit. Dann konnte es sein, dass sie sich der Situation durch Flucht zu entziehen versuchte. Wir üben viel mit ihr, über Leckerli die herankommende Hand mit etwas Positivem zu verbinden. Kotita lernt schnell und macht gute Fortschritte. Inzwischen hebt sie die Nase, wenn sie ihren Namen hört. Leckerli nimmt sie aus der Hand, möchte sie aber nicht von oben gereicht bekommen, sonst duckt sie sich und weicht in Erwartung von Schlägen zurück.

Im Auslauf kommt Kotita mittlerweile aus eigenem Antrieb zu uns gelaufen, um sich ein Leckerli abzuholen. Je nach Laune rennt sie mit den anderen Galgos mit oder erkundet für sich das Gelände. Sie ist eine freundliche Hündin, die hier mit allen gut auskommt. Sie passt sich den anderen Hunden an, ordnet sich unter, ist keine Führungspersönlichkeit. Weist ein anderer Hund sie zurecht, zieht sie sich zurück und schnüffelt ihres Weges.

Vor allem im Blockhaus kann Kotita es auf ihre zurückhaltende und durchaus noch scheue Art genießen, an Hals, Ohren und um die Nase herum gestreichelt zu werden. Sie bleibt in der Nähe ihrer Bezugsperson, auch wenn man aufhört mit dem Streicheln und stupst sogar schon einmal die Tasche an, um daran zu erinnern, dass doch ein Leckerli jetzt eine feine Sache wäre. In solchen ruhigen Momenten ist sie fast schon ein normaler, wenn auch etwas vorsichtiger Hund.

Die Nähe oder der Anblick fremder Menschen sind für Kotita jedoch immer noch schwer zu ertragen. Sie müssen meist noch verbellt werden, um sie auf Abstand zu halten. Nervös läuft sie dann hin und her und findet keine Ruhe, bis die Menschen wieder verschwunden sind. Auch die tägliche Verteilung des Futters, die Unruhe in die Gruppen bringt, löst bei ihr noch Hektik aus. Wenn Kotita jedoch regelmäßig Kontakt zu jemandem hat – beispielsweise sieht sie in der Station täglich jemanden durch den Zaun, der die benachbarten Hühner füttert – kann sie sich allmählich an die Person und Situation gewöhnen und stellt ihr Gebell ein. Der Anblick der Hühner in ihrem Nachbargehege, auch die Anwesenheit fremder Hunde hinterm Zaun, all das kann Kotita nicht aus der Ruhe bringen. Es sind allein die fremden Menschen, die sie in Alarmbereitschaft versetzen.

Fühlt Kotita sich von jemandem in die Enge gedrängt, was vor allem im Gehege der Fall sein kann, weil sie dort weniger Platz zum Ausweichen hat und sie das Gehege inzwischen als eigenes Territorium ansieht, gibt sie durch distanzvergrößernde Signale zu verstehen, dass die Situation sie zu überfordern droht und ihre Angst übermächtig wird. Ignoriert man dann Kotitas Signale beharrlich, kann es vorgekommen, dass sie impulsiv nach dem Menschen schnappt oder ihn zwickt.

Was wünschen wir uns für Kotita? Kotita braucht aufgrund ihrer Vorgeschichte Zeit, um sich an ihr neues Lebensumfeld und ihre Familie anzupassen. Sie braucht Menschen, die Erfahrung im Umgang mit Angsthunden mitbringen, die Körpersprache der Hunde lesen können und wissen, dass sie Kotita nicht mit ihrer Zuwendung oder einem festen Trainingsplan unter Druck setzen dürfen. Ein souveräner Hundepartner sollte ihr Orientierung geben. Wir wünschen uns eine Familie, die ruhig und ländlich wohnt und einen sicher eingezäunten Garten hat. Auf keinen Fall sollten Kinder in der Familie leben.

Im Alter von nunmehr viereinhalb Jahren steht Kotita endlich an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Wo sind die erfahrenen Menschen mit großem Herzen, die sie in ein glückliches Hundeleben begleiten wollen?

Update 26.08.2022

Ein Filmchen von Kotita:

https://www.facebook.com/100012303371544/videos/1158232418376981

 

update 08.11.2022

Kotita hat in den 10 Monaten, die sie in unserer Auffangstation lebt, eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Als Angsthündin mit Deprivationssyndrom von unseren spanischen Tierschutzkollegen angekündigt, hat sie ihre Angst inzwischen in vielen Bereichen hinter sich gelassen. Wie ein Phönix aus der Asche ihres alten Lebens ist Kotita emporgestiegen und hat sich ihrem neuen Leben zugewandt.

Natürlich kennt Kotita noch nicht alles, was eine Hündin ihres Alters mit normaler Sozialisation kennen sollte, aber das liegt vor allem daran, dass sie mit ihren inzwischen fünf Jahren noch nie außerhalb einer Auffangstation gelebt hat. Wir haben in den letzten Monaten bei ihr den größtmöglichen Grundstock für ein normales Leben als Familienhund gelegt, doch fehlt es uns an Zeit, da auch 24 weitere Hunde unsere Aufmerksamkeit beanspruchen. Kotita bräuchte für ihre weitere Entwicklung eine Pflegestelle oder besser noch eine Familie, die sie individuell fördert und mehr mit ihr unternehmen kann.

Bei dem, was wir Kotita in den vergangenen Monaten vermitteln konnten, zeigt sie sich unglaublich entwicklungsfähig und kommt in ihrer Umwelt immer besser zurecht. Auf Spaziergängen bleibt sie gelassen, selbst, wenn wir durch Ortschaften gehen und Passanten, Fahrzeugen und Baumaschinen am Wegesrand begegnen. Kläffende Hunde am Zaun werden ignoriert und auch herumspringende Kinder irritieren sie nicht mehr.

Zum Katzentest war Kotita in der vergangenen Woche zum ersten Mal in einem Haushalt und hat auch diesen Meilenstein mit Bravour absolviert. Weder die Katzen noch die völlig fremde Umgebung mit zwei unbekannte Menschen konnten sie aus der Ruhe bringen. Nach einer Runde durchs Haus hat Kotita sich einen Platz ausgesucht, der von keinem der anderen Hunde beansprucht wurde und sich dort niedergelassen. Richtig entspannt war sie noch nicht, aber sie hat dort abgewartet, was passiert und als ihre Bezugsperson gehen wollte, hat sie sich auch erhoben, als wäre es selbstverständlich, dass sie beide, die gemeinsam gekommen sind, auch gemeinsam gehen. Die Autofahrt dorthin war übrigens eine Kleinigkeit für Kotita. Sie legte sich gleich hin und hob nur hin und wieder den Kopf, um hinauszuschauen. Das Vertrauen in ihre Bezugsperson gibt ihr in neuen Situationen Sicherheit.

Nur die streichelnde Hand kann Kotita immer noch nicht ohne eine gewisse Anspannung genießen. An Kinn und Hals gefällt ihr die sanfte Berührung besser als am Rumpf. Trotzdem sucht sie unsere Nähe auf der Wiese, kommt auf Zuruf gerne angelaufen, stupst auf Spaziergängen die Hand schon einmal an, um ein Leckerli einzufordern.

In ihrem Gehege zeigt Kotita sich sehr wachsam und meldet sich nähernde Personen, was daran liegen könnte, dass ein Hütehund in ihrer Ahnengalerie war. Selbst wir werden bei der Ankunft kurz verbellt, um danach gleich zur Begrüßungsroutine umzuschwenken. Gleichzeitig zeigt Kotita bisher keine besonderen jagdlichen Ambitionen. Sie bleibt beim Anblick all unserer Hoftiere – Hühner, Ziegen und Schafe – entspannt und auch Katzen oder Eichhörnchen, die unseren Weg kreuzen, lassen sie völlig unbeeindruckt.

Auf Spaziergängen läuft Kotita meist ohne zu ziehen neben einem, geht aber auch immer einmal voraus, wenn sie einem interessanten Geruch folgt. Situationen, bei denen sie in Panik verfällt, gibt es nicht mehr. Alle unsere Gassigeher, aber auch ihr fremde Besucher begleitet Kotita inzwischen auf Spaziergänge.

Kotita ist eine ausgesprochen sozialverträgliche Hündin. Für die Galgos, mit denen sie hier zusammenlebt, ist sie wie eine ältere Schwester, die nie ungerecht oder aufbrausend ist, immer verlässlich, immer liebevoll, immer fein und klar in ihrer Kommunikation. Gerade für einen Underdog wie Nolan ist sie deshalb zu einer wichtigen Stütze geworden. Inmitten der Hunde ist Kotita glücklich und ganz sie selbst. Als Einzelhund wird sie deshalb nicht vermittelt.

Wir wünschen uns für diese hübsche Mischlingshündin mit den ausdrucksvollen Ohren und dem flauschigen Fell, dass sie bald eine Familie findet, die geduldig ist, Spaß daran hat, ihr die Welt zu zeigen und rücksichts- und liebevoll mit ihr umgeht. Eine Familie, die ländlich wohnt – gerne auch mit Katzen und anderen Tieren – sowie einen Garten und unbedingt mindestens einen Hundefreund für Kotita hat. Kinder sind mittlerweile kein Problem mehr, sollten aber alt genug sein, um schon Verständnis im Umgang mit Hunden aufzubringen. Wir sind uns sicher: Kotita ist bereit für einen Neuanfang… in ihrer Familie!

 
Hier ein neues Video von Kotita ...

Update 11.11.2022

Neue Fotos von Kotita:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

update 19.11.2022

Kotita ist auf eine Pflegestelle umgezogen.

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing