Otto II

Otto II

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Juli 2022 (bei FBM seit August 2021)
geboren am:07.02.2017
Größe:ca. 66 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Otto würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Theopisti Tiftikoglou
Besonderheit:ängstlich, misstrauisch
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:03.09.2022

Was wir über Otto erzählen können ...


23.06.2022

Otto ist ein Sorgenkinder bei der FBM und für die Vermittlung sind in dem Fall wieder Spezialisten gefragt, Menschen, die sich mit Panikhunden und dessen Umgang bestens auskennen. Ungewohnte Situationen, Stress und Lautstärke treiben den Reizpegel bei ihm hoch. Betritt man seinen Zwinger, dann knurrt er und flüchtet ängstlich in die letzte Ecke. Kehrt jedoch Ruhe ein und man ist mit ihm ohne jegliche Einflüsse alleine, dann lässt sich der liebe Bub auch darauf ein, aus der Hand ein Würstchen zu nehmen. Der Schlüssel liegt hier im Vertrauen aufbauen, Stück für Stück und mit viel Geduld. Wenn er so weit ist, die Verantwortung in die Hände seines Herrchens oder Frauchens zu legen, dann wird sich auch sein Zustand ändern.

Für Otto wird ein Zuhause gesucht, ohne Reizüberflutung durch Umwelteinflüsse oder durch Lärm, schön ländlich und ein Haushalt mit einem strukturierten Ablauf, wo mindestens ein selbstsicherer, ausgeglichener Hund bereits wohnt.

31.07.2022

Otto ist bei uns angekommen.

Wie schon aus Spanien berichtet ist Otto sehr schüchtern.

In der neuen Hundegruppe kommt er gut zurecht. 

update 03.09.2022

Otto kam im August letzten Jahres in die Obhut der Fundación Benjamín Mehnert. Bei seiner Ankunft dort war er so voller Panik, dass er für die Eingangsuntersuchung sediert werden musste. Man hätte sonst keine Chance gehabt, an ihn heranzukommen.

Wer hier aufhört zu lesen und denkt: „Um Himmels Willen nein – kein Hund für mich!“, macht möglicherweise einen Fehler, denn manchmal steckt in solchen Hunden mehr Überraschungspotential als mancher glaubt. Berichten wir also weiter:

Die Angst blieb auch in den folgenden Monaten Ottos engste Gefährtin. Betrat man seinen Zwinger, knurrte er, um den fremden, furchterregenden Menschen auf Distanz zu halten und flüchtete sich in die hinterste Ecke. Kehrte jedoch Ruhe ein und man war ungestört mit ihm alleine, ließ er sich nach einer Weile schließlich sogar darauf ein, ein Würstchen aus der Hand entgegenzunehmen – die geruchsintensive Verlockung dieser Leckerei und das ruhige, berechenbare Verhalten des Menschen, der es anbot, halfen, die Angst ein wenig zu überwinden und einen ersten Schritt in Richtung Vertrauen zu tun. Doch das laute und mit Stress behaftete Umfeld einer großen Auffangstation ist nicht gerade eine Umgebung, in der unsichere Hunde wie Otto aus ihrem Schneckenhaus herauskommen können. Darum haben wir uns entschlossen, ihn zu uns ins Fränkische Seenland zu holen.

Vor vier Wochen ist Otto bei uns angekommen. Er ist ein zart gebauter Rüde, der anfangs viel zu dünn war, inzwischen aber schon gut zugenommen hat.

Otto zeigte sich auch bei uns zunächst ängstlich oder zumindest sehr vorsichtig. Im Gehege möchte er immer noch auf keinen Fall festgehalten werden; die Möglichkeit, auf eine für ihn erträgliche Distanz zu gehen sollte man ihm offen lassen. Mittlerweile kann man ihn aber dort auch mal kurz streicheln, nur nicht zu lange oder ausgiebig. Bedrängen oder gar Zuwendung aufzwingen sollte man ihn dann nicht – das würde ihn nur verunsichern und das Vertrauen, das er inzwischen gewonnen hat, gleich wieder pulverisieren. Möglicherweise würde er, wenn er sich zu sehr in die Enge getrieben fühlen würde, auch schnappen. Diese Erfahrung soll er bei uns aber gar nicht erst machen, darum lassen wir ihn in Ruhe, wenn wir merken, dass es ihm zu viel an Nähe wird. Trotz dem, dass er nicht bedrängt werden möchte, folgt er einem, wo immer man auch hingeht, v.a. wenn er weiß, dass man Leckerchen in der Tasche hat.

Wenn es nach draußen geht, steht Otto schon mit an, um mitgenommen werden – den Gang in den Freilauf oder auf Spaziergänge hat er also schon mit schönen Erfahrungen verknüpfen können und zeigt sich dann auch schon deutlich aufgelockert. Unsere festen Gassigänger begleitet er gerne auf einen Spaziergang. Und auf der eingezäunten Wiese kann der „Angstbär“ schon ein richtiger Spaßvogel sein, der besonders Tanja gegenüber klebrig wird: kürzlich hat er ständig auf den Hinterbeinen stehend ihre Taschen nach Leckerchen abgesucht.

Fremde Menschen werden schon mal von Otto verbellt. Manchmal bellt er auch in den Nachbarzwinger hinüber, wenn dort irgendetwas los ist oder draußen ein Hund vorbeigeht. Grundsätzlich hat er aber mit den anderen Hunden keine Probleme und Neuankömmlinge werden freundlich von ihm akzeptiert. An Streitereien innerhalb der eigenen Gruppe beteiligt er sich nicht und Hunde, die andere anzustacheln versuchen, werden von ihm ignoriert.

Insgesamt hat Otto in der kurzen Zeit, die er bei uns ist, schon viel von seiner Angst abgelegt. Seine Neugier und seine Schwäche für Leckerchen helfen dabei. So hoffen wir, dass sich diese positive Entwicklung weiter fortsetzt und der inzwischen fünfeinhalb Jahre alte Rüde bald sein Leben in einer verständnisvollen Familie fortsetzen kann.

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing