| Geschlecht: | Hündin, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Auffangstation |
| wartet seit: | April 2024 (bei der FBM seit Dez. 2023) |
| geboren am: | 18.12.2021 |
| Größe: | ca. 67 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Nevada würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | Maike M.-B., Anja Petzold-Zöhlius, Astrid L.-K. |
| Besonderheit: | anfangs ängstlich gegenüber Menschen, fröhlich, sozial, souverän |
| Adoptionsvoraussetzung: | |
| letztes Update: | 23.02.2026 |
Nevada wartet bei der FBM entdeckt zu werden.
Nevada ist nun schon einige Zeit bei uns. Anfangs war sie sehr vorsichtig und scheu. Inzwischen kommt sie und freut sich auch über Aufmerksamkeiten. Ganz langsam taut sie auf.
Die große, kompakte Hündin zeigt sich in ihrer Hundegruppe sehr sozial, immer freundlich und geht auch jedem Streit aus dem Weg.
Sie kommt mit allen ihren Mitbewohnern wunderbar zurecht und wird auch von allen entsprechend geschätzt, ob beim zusammen in der Sonne Kuscheln oder beim Spiel.
Nevada – die Schneebedeckte. Was für ein stolzer Name für diese cremeweiße, große Galga! Nevada hat den Schalk im Nacken sitzen und strahlt viel Lebensfreude aus, seit sie sich in unserer Auffangstation eingelebt hat, in der sie vor drei Monaten ankam. Da werden gerne die Decken aus dem Blockhaus ins Freie gezogen und durchgeschüttelt, bis wirklich alle draußen verteilt sind. Kaum haben wir sie wieder ins Haus geschafft, macht Nevada sich erneut ans Werk und lacht uns dabei regelrecht aus. Mit ihren zweieinhalb Jahren steckt Nevada noch voller Übermut und man merkt ihr an, dass sie im Moment ihre verlorene Jugend nachholt.
Diese Jugend war sicher nicht leicht, denn bei ihrer Ankunft zeigte Nevada sich scheu und ängstlich gegenüber uns Menschen. Nach einer Woche kam sie langsam näher und verhält sich inzwischen gegenüber ihren festen Bezugspersonen und in ihrem gewohnten Umfeld wie eine fast normale, lustige junge Galga. Kommt eine Bezugsperson oder einer der Gassigeher in ihr Gehege, tanzt Nevada ausgelassen um diese Person herum und würde einem vor Freude am liebsten in die Arme springen.
Im Auslauf liebt Nevada es, in Full Speed ihre Runden zu drehen. Ein beglückender Anblick, sie so unbeschwert zu sehen. Leider gibt es immer wieder Spaßbremsen unter den anderen Galgos, die Nevadas Lauf stoppen wollen. Das gefällt ihr zwar nicht, aber sie kann damit umgehen und bleibt gelassen. Provozieren lässt Nevada sich nicht; dazu ist sie eine zu souveräne, gefestigte Persönlichkeit.
Neben den Flitzerunden sind es aber auch die Schmuseeinheiten von den Menschen und die Leckerchen, die diese in der Tasche haben, die Nevada den Aufenthalt auf der Wiese versüßen. Sie ist keine Kostverächterin, was man ihrer Figur im Moment leider ansieht. Da müssen dringend ein paar Kilo abtrainiert werden, was aber nicht schwerfallen dürfte, da Nevada so bewegungsfreudig ist.
An der Leine läuft Nevada sehr schön neben ihren Menschen. Sie liebt es ganz besonders, wenn wir uns Zeit nehmen, einmal stehenbleiben und gemeinsam den Blick über die Felder schweifen lassen. Da steht sie dann mit hoch erhobenem Kopf, stolz und ganz aufmerksam neben dem Menschen – eine königliche Erscheinung mit ihrer stattlichen Größe und der bodenlangen Rute. Jagdtrieb ist rassetypisch vorhanden, aber Nevada beruhigt sich schnell wieder und wir können den Spaziergang fortsetzen.
Fremden Menschen gegenüber ist Nevada vorsichtig und will diese erst einmal auf Abstand kennenlernen. Besuch hat sie hier leider noch nie gehabt, deshalb können wir dazu nicht viel sagen.
Wir wünschen uns für Nevada einfühlsame Menschen, die ihr Zeit geben und sie mit ihren Erwartungen nicht überfordern. Ein souveräner Hundepartner wäre dabei eine große Hilfe. Ein eher ländliches Lebensumfeld und ein Garten zum Rennen stehen ebenfalls ganz oben auf Nevadas Wunschliste für ihr zukünftiges Glück.
Nevada präsentiert sich hinter Türchen Nr. 1 unseres diesjährigen Adventskalenders:
Nevada wartet schon lange auf ihre Menschen. Eine zauberhafte Galga, ein samtweiches Gesicht wie gemalt, Augen, die in die Seele blicken. Ein Wesen, so sanft und unscheinbar. Ihr Name bedeutet „die Schneebedeckte“ und beschreibt nicht nur ihr helles Äußeres, sondern auch ihre Persönlichkeit. Im Erstkontakt ist Nevada vorsichtig und geht nicht an fremde Personen heran, aber je mehr Zeit man ihr lässt, Vertrauen zu fassen, desto mehr schmilzt der Schnee und sie öffnet ihr fröhliches, liebevolles Wesen.
Nevada hat vor einem Jahr ihr liebevolles Zuhause gefunden und heißt jetzt Eva. Sie genießt glücklich ihr neues Leben - ihre Familie berichtet:
Nevada – Unser Kalenderhund
Nevada haben wir dank dem Adventskalender 2024. Sie war seinerzeit das erste Türchen.
Eigentlich wollten wir keinen sechsten Hund, aber das Schicksal meinte es mit uns anders. Von ihrer Existenz wusste ich, seitdem sie Ende März 24 mit unserer Lilli (Ex Lumi) ankam. Damals gefiel sie mir auch, aber sie war einfach zu groß! Im Sommer 24 wurde über sie erneut berichtet und ich dachte: So eine schöne Hündin findet bestimmt bald ein Zuhause und vergaß sie wieder. Als sie dann im Adventskalender erschien und ich erfuhr, dass sie immer noch keinen Besuch bekommen hatte, war ich empört. Das kann doch nicht wahr sein. Dann wollte ICH sie unbedingt kennenlernen, aber wir hatten ja schon fünf Hunde…!
Anfang Dezember 24 fuhren wir dann nach Thalmässing um den Galgo-Kalender bei Frau Seefeld in der Station abzuholen und durch einen Zufall (was der Himmel wohl so wollte) kam gerade Tanja mit Nevada, Sonic und Bidson vorbei. Wir wurden gefragt, ob wir Gassi gehen wollen. Ja? Gerne! Die 3 waren einfach klasse und danach führten wir sie noch mehrmals aus. Es dauerte fast drei Monate, bevor Nevada bei uns einziehen durfte. Wir waren uns gar nicht sicher, ob das eine kluge Entscheidung ist. Dann bekamen beide Galgo-Herren eine Pflegefamilie und sie blieb wieder zurück. Das war der letzte Impuls. Sie muss zu uns kommen! Und so kam sie am 17. Februar 25 zu uns.
Der Anfang war für sie alles andere als einfach. Sie war irgendwie traumatisiert, erwartete von unseren Hunden nur das Schlimmste und war bereit sich zu verteidigen. Es krachte oft und so wurde eine große Transportbox am Wohnzimmertisch schnell ihr Lieblingsplatz. Dort war sie sicher. Wir wollten sie aber auf keinen Fall zurückgeben, auch wenn es am Anfang im Rudel ganz schön rumpelte. Nach einem Monat wurde die Arme auch noch von Lilli beim Rennen so gebissen, dass sie genäht werden musste. Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis sie vollständig akzeptiert wurde. Langsam traute sie sich auch aufs Sofa und im Herbst lag sie dort schon zusammen mit den anderen, was am Anfang gar nicht denkbar war. Ihr anfänglicher sicherer Hafen, die Transportbox, ist längst vergessen. Sie ist jetzt mittendrin, voll integriert und beliebt.
Nevada entwickelte inzwischen ihr fröhliches Wesen. Sie spielt gerne mit Plüschtieren oder auch mit Whippet Boris. Aber ihre liebste Spielkameradin ist ausgerechnet Lilli, die sie einst so verletzte. Diese beiden rennen gerne im Garten, wobei aber beide zur Sicherheit einen Maulkorb bekommen, da sonst die „Beißlust“ besonders bei Lilli durchkommt. Sonst ringen sie fast jeden Tag morgens und mittags in ihren Bettchen oder auf dem Sofa. Wie zwei Wrestling-Partner. Sie haben dabei einen Riesenspaß und das Sofa kann schon einmal um 1m diagonal verrückt werden, Kissen werden heruntergeschmissen, Decken geschleudert.
Sie liebt alles Essbare und die Küche muss vor ihr gesichert werden. Wenn wir essen, hat sie gerne den Kopf auf dem Tisch und schaut zu. Man darf das Essen dann nur nicht unbeaufsichtigt lassen… Neuerdings hat sie den Kompost im Garten für sich entdeckt, wo sich Reste von Früchten befanden. Die mussten natürlich verspeist werden. Sie hat halt Appetit. Die Spüle in der Küche ist auch nicht vor ihr sicher, wenn dort kurzzeitig die ausgespülten Futterkonserven liegen. Was Socken und Wäsche angeht, ist sei eine Meisterdiebin. Falls sie was findet, trägt sie es gerne in ihr Bettchen. Mit Nevada wird es einem nie langweilig, denn sie hat immer wieder lustige Ideen.
Wenn wir zum Spazierengehen aufbrechen, ist ihre Freude ohne Grenzen. Sie schwingt ihren gewaltigen Schwanz wie ein Propeller, stampft, haucht und nimmt die Köpfe der anderen Hunde oder unsere Finger in ihr Maul. Sogar mit unserer Chef-Galga Lucy hauchen und blödeln sie dann gemeinsam. Ihr Wesen ist trotzdem zart. Wenn etwas nicht stimmt, egal ob es die unerreichbare Butter auf dem Tisch ist, eine unbequeme Liegeposition in ihrem Bettchen, oder dass sie aus ihrem Bettchen rutscht, wird herzzerreißend gefiept, so dass man fast in Panik gerät.
Wir fragen uns, wie konnte so ein zartes Wesen so harte Zeiten überleben. Irgendwie hat sie es geschafft, aber traumatisiert. Ihre äußeren Narben können wir nicht mehr heilen, aber wir hoffen, dass die inneren mit der Zeit abheilen oder wenigstens weniger werden. Es ist wunderbar, ihre Entwicklung zu erleben, auch wenn der Anfang etwas holprig war. Auch die Angsthunde verdienen ihre Chance und haben ein liebendes Herz. Man muss sich nur trauen. Wir können uns unser Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie ist auf einem guten Weg und wir begleiten sie dabei sehr gern.