Pitijopo

Pitijopo

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegestelle im fränk. Seenland
wartet seit:Oktober 2024 (in Spanien seit April 2024)
geboren am:15.10.2021
Größe:ca. 68 cm
Mittelmeerkrankheiten:Filarien positiv (behandelt)
Patenschaft:Pitijopo würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Marion H.-L., Annette Baumgärtel, Yvonne Kumbier
Besonderheit:hat durch einen Autounfall eine Rückmarksquetschung erlitten
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:11.01.2026

Was wir über Pitijopo erzählen können ...


30.06.2024

Pitijopo wurde neben einer Straße gefunden. 

Pitijopo hatte Glück, denn Galia hat sich seiner angenommen und inzwischen geht es ihm auch schon viel besser. Ein kleines Sorgenkind aber wird er wohl bleiben.

Menschen mit Herz gesucht!

 

Rescate de Pitijopo (youtube.com)

"In den frühen Morgenstunden erhielten wir einen Anruf von der örtlichen Polizei, die uns auf einen sterbenden Galgo, der im Straßengraben lag, aufmerksam machte. Wir fuhren sofort hin und fanden Pitijopo, wie wir ihn nannten, neben einem Gewächshaus liegend, mit einer blutenden Wunde und nicht in der Lage aufzustehen. Wir gaben unserer Tierärztin Bescheid, dass wir mit einem Notfall kämen und brachten ihn unter großen Schwierigkeiten in die Klinik, da Pitijopo starke Schmerzen hatte. Bei einer ersten Untersuchung stellten wir fest, dass keine Knochen gebrochen waren, er aber eine offene Wunde an der Schulter hatte, die stark entzündet war, sowie eine Entzündung im Rückenmark, die die Halswirbelsäule betraf. Es liegen neurologische Schäden vor, aber wir hoffen, dass sie nicht dauerhaft sind. Alle Verletzungen deuten darauf hin, dass er überfahren wurde, und nach Aussage unserer Tierärztin war er schon seit ein paar Tagen in diesem Zustand, viel länger hätte er nicht überlebt. Er wurde sofort behandelt, und obwohl er in den ersten Stunden unter Krämpfen litt, begannen die Entzündungen am Morgen abzuklingen und Pitijopo frisst bereits mit viel Appetit. Er ist ein Kämpfer und macht es uns sehr leicht. Im Moment bleibt er in der Klinik, aber während er um seine Genesung kämpft, müssen wir nach einer Pflegestelle und Geld für seine Kosten suchen, wir können ihn nicht im Stich lassen."
 

Im ersten Befundbericht von Pitijopo steht, dass er eine Verschiebung im Gelenkbereich von Atlas und Axis hatte (das sind die ersten beiden Halswirbel). Das Gelenk ermöglicht, dass sich der Kopf drehen lässt. Diese Verletzung hat dazu geführt, dass er kein Gefühl in den Extremitäten hatte.
 

update 17.10.2024

 

Pitijopo hat sein Reiseticket in der Tasche!

Gerade war er noch einmal beim Tierarzt zur Kontrolle. Neurologisch hat er wohl fast gar nichts zurückbehalten, Die Herzwürmer sind therapiert. Laut dem Bericht des Tierarztes ist er ein völlig normaler Hund, der aber eine Art von Allergie hat, weswegen er mit Apoquel behandelt wird, gleichzeitig bekommt er getreidefreies Futter. 

Jetzt lassen wir Pitijopo erst einmal in Deutschland ankommen. 

 

update 27.10.2024

 

Pitijopo ist in Deutschland angekommen und direkt auf sein Pflegestellen-Sofa gezogen.

Pitijopo war noch kurz vor seiner Ausreise beim Tierarzt, der bestätigt hat, dass keine neurologischen Schäden zurückgeblieben sind.

 

update 10.11.2024

 

Pitijopo hat seinen Koffer gar nicht richtig ausgepackt. Kaum hier angekommen hat er eine Familie samt Galgofreund gefunden.

Viel Glück zusammen!

 

Update 11.01.2026

Pitijopo - liebevoll Piti genannt -  hat vor mehr als einem Jahr sein Zuhause gefunden und genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:

 

Pitijopo, oder wie bei uns meist Piti genannt, lebt jetzt seit gut einem Jahr bei uns. Der Kleine, also jedenfalls im Vergleich zu unserem Eemi klein, ist auch nach einem Jahr nicht wirklich einfach...

Piti ist am 3. November 2024 bei uns eingezogen. Sein körperlicher Zustand war nicht der Beste und wir haben ihn erst einmal päppeln müssen sowie mehrere Besuche beim Tierarzt absolviert. Er hatte ja in Spanien, wo man in halbtot im Straßengraben fand, unter anderem auch Herzwürmer, etliche Verletzungen und neurologische Schäden. Zusätzlich eine frische Bisswunde, Spulwürmer und Giardien sowie einen massiven Mangel an Vitamin B12. Und er war wirklich dünn. Dafür bekam er eine ganze Weile kleine Portionen Rindertalg zu seinem Futter. Piti hatte auch grundsätzlich Probleme mit Futter. Seine Häufchen waren und sind sehr zahlreich und nicht so wie sie sein sollten, immer sehr weich. Deshalb haben wir inzwischen mehrmals das Futter in Absprache mit der Tierärztin umgestellt und sind jetzt auf Lamm...  Zusätzlich liebt er Katzenkot etc....

Von Anfang an haben wir ihn von einer Physiotherapeutin behandeln lassen, da er eine durch seine zahlreichen Narben sehr verspannte Muskulatur hatte und einen Tremor an der HWS. Die Physiotherapie hat seiner Muskulatur ganz gut getan, aber die Narben machen ihm immer noch Probleme. Piti fühlt sich inzwischen offensichtlich besser und ist ein fröhliches Kerlchen. Ganz werden die Folgen seines Unfalls in Spanien aber wohl nie verschwinden. An den Narben ist er noch sehr empfindlich und man kann ihn an diesen Stellen kaum anfassen, da schnappt er schon mal. Auch einer seiner oberen Fangzähne ist fast zur Hälfte abgebrochen und lässt sich leider auch nicht mehr zahnärztlich aufbauen.

Bei den Gassirunden läuft Piti sehr schön an der Leine. Bis wir anderen Hunden begegnen... Dann ist Piti kaum zu beruhigen, bellt laut, schreit und zerrt an der Leine. Auch Eemi wird angeknurrt und verbellt, wenn Piti im Körbchen liegt und Eemi ihm zu nahe kommt. Bei Hunden, die Piti kennt, haben sich die Ausraster gelegt und sie werden freudig begrüßt. Wir arbeiten mit einem Hundetrainer an diesem Problem. Da liegt aber noch ein langer Weg vor uns. Leider ist Piti grundsätzlich immer sehr ungeduldig. Unser Trainer nennt das mangelnde Impulskontrolle (also null Geduld)... Und wehe, Piti möchte etwas und kommt nicht gleich zum Erfolg. Dann beginnt er sehr ausdauernd mit einem hochfrequenten Pfeifen, das für menschliche Ohren sehr unangenehm ist und auch mal Tinnitus auslöst... Der Frust kann sich dann über körperliches Bedrängen bis zum Bellen und Schreien steigern. Wir versuchen, dieses Verhalten so weit wie möglich zu ignorieren, aber das kostet uns
ziemlich viel Kraft und Geduld. Piti ist aber auch ein großer Schmuser und wir haben ihn lieb….