Artemisa

Artemisa

Geschlecht:Hündin, nicht kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegefamilie bei Augsburg
wartet seit:Jan. 2026 (bei der FBM seit Nov. 2025)
geboren am:03.11.2022 (wir schätzen sie auf 5-6 Jahre)
Größe:ca. 64 cm
Mittelmeerkrankheiten:Anapl. positiv (behandelt), Rest negativ
Patenschaft:Artemisa würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Annette Baumgärtel
Besonderheit:aufgeschlossen, nur anfangs kurz vorsichtig, fröhlich, ruhig, sehr sozial; Verletzung an der Lendenwirbelsäule nach Autounfall, läuft hinten noch etwas instabil
Adoptionsvoraussetzung:Garten
letztes Update:23.01,2026

Was wir über Artemisa erzählen können ...

21.12.2025

Artemisa wartet im Hospital der FBM auf ihre Menschen.

update 19.01.2026

Artemisa ist in Deutschland angekommen.

update 23.01.2026

Auch wenn Schicksale wie das von Artemisa zur traurigen Normalität im ländlichen Andalusien gehören, so werden sie doch für uns niemals „normal“ werden und wir wollen alles daran setzen, eine wunderbare Familie für Artemisa zu finden, denn diese Galga hat uns bei ihrer Ankunft in Deutschland durch ihre Lebensfreude und ihren Charme regelrecht verzaubert. Es gibt Momente in unserer Tierschutzarbeit, die uns die Herzen leicht machen und wir durften vergangenen Samstag ein solches kleines Wunder erleben. Aber wir wollen von Anfang an berichten.

Am 3. November 2025 wurde eine Galga in der Nähe von La Algaba, einer Stadt in der Flussebene des Guadalquivir, schwer verletzt an der Straße liegend gefunden. Sie war offenbar angefahren worden, doch hatte der Fahrer es nicht für nötig erachtet, anzuhalten und der Galga zu helfen. Immerhin hatte sie Glück im Unglück und wurde zur Fundación Benjamín Mehnert gebracht. Dort erhielt die schwarze Galga mit dem silbergrau leuchtenden Gesicht den sehr passenden Namen Artemisa, nach der griechischen Göttin der Jagd und des Mondes.

Jede Art von göttlichem Beistand konnte Artemisa auch brauchen, denn es stellte sich nach ersten Untersuchungen heraus, dass sie schwere Verletzungen davongetragen hatte. Artemisa hatte natürlich einige Hautabschürfungen, aber viel besorgniserregender war, dass sie ihre Hinterläufe nicht bewegen konnte. Alles deutete auf eine Verletzung der Wirbelsäule hin, so dass ein CT angefertigt wurde. Dieses zeigte eine Veränderung an den Lendenwirbeln L1 und L2 (Diskospondylitis) mit Verdacht auf Wirbelinstabilität und einen dort befindlichen Eiterherd, der zu einer leichten bis mittleren Rückenmarkskompression führte. Der zweite Lendenwirbel wirkte verschoben. Verschiedene Antibiotika, Schmerzmittel und Ruhe wurden verordnet, um Artemisas Zustand zu verbessern.

In den folgenden zweieinhalb Monaten erholte sich die tapfere Galga in der Krankenstation der FBM so gut von den Folgen des schweren Unfalls, dass Artemisa schon Mitte Januar die lange Reise nach Deutschland antreten konnte. Am vergangenen Samstag stieg unser Sorgenkind dann aus dem Transporter und ließ uns alle staunen, denn Artemisa strahlte der neuen Welt, die sich vor ihren Augen öffnete, regelrecht entgegen, voller Erwartung, dass jetzt ihr Leben beginnt!

Artemisa konnte es gar nicht erwarten, ihre neuen Hundekollegen zu begrüßen. Fröhlich ging sie auf alle Menschen zu und verzauberte sogleich alle mit ihrem Charme. Aus Spanien war uns berichtet worden, dass sie nur liegen wollte, aber bei ihrer Ankunft war sie quirlig und machte gleich Spielaufforderungen, als wollte sie sagen „Hallo Welt, hier bin ich und ich lebe!“ So gerne wollte sie mit den anderen Hunden sofort über die Wiese laufen und wir haben ihr schließlich diesen Wunsch nach Bewegung erfüllt. Es war sehr berührend, zu sehen, wie Artemisa vor Lebensfreude sprühte und ausgelassen loshoppelte. Ihr Rücken ist an einer Stelle etwas aufgewölbt. Läuft Artemisa langsam, merkt man nichts, wird sie jedoch schneller, können die Hinterbeine schon einmal etwas ausscheren oder überkreuzen, was ein bisschen an einen Passgang erinnert. Wenn sie bremst oder eine Kurve läuft, wird die instabile Hinterhand spürbar, aber ansonsten läuft Artemisa erstaunlich gut und meisterte auch sofort die Gartentreppe. Nach den Monaten im Hospital der FBM fehlt es Artemisa natürlich noch an Muskulatur. Aber sie möchte sich unbedingt bewegen, möchte rennen und Windhund sein dürfen – die beste Voraussetzung für ihre weitere Genesung. Deshalb gehören nun tägliche Spaziergänge und Bewegung im Garten für den Muskelaufbau zum Pflichtprogramm. Auch ein Physiotherapeut sollte hinzugezogen werden, um Artemisa bei der Genesung zu unterstützen.

In das Leben im Haus mit mehreren anderen Windhunden hat Artemisa sich völlig unkompliziert eingefügt. Sie ist eine ruhige und zugleich fröhliche Mitbewohnerin, die den Körperkontakt zu den anderen Hunden schätzt und auch gerne einmal ihr Bettchen teilt. Sie leert ihren Napf bedächtig, weshalb man aufpassen muss, dass nicht ein anderer Hund sich ihr Futter einverleibt. Auf Menschen, egal welchen Geschlechts, geht sie offen und freundlich zu und genießt es, gekrault zu werden. Durch eine zu schnelle Handbewegung oder ein lautes Wort lässt sie sich kurz einschüchtern, aber dann ist es gleich wieder gut. In ihrem Impfpass wird Artemisas Alter auf drei Jahre geschätzt, doch wir halten sie für etwas älter, vielleicht fünf oder sechs.

Wir hoffen, dass sich schnell eine Familie für diese bezaubernde Galga findet. Eine Familie, bei der Artemisa das Leben trotz ihres Handicaps genießen darf und die ihre Lebensfreude mit ihr teilt. Artemisa kann in ihrer Pflegefamilie bei Augsburg kennengelernt werden. Herzhündin mit Handicap sucht ihre Herzensmenschen!

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing