Moma

Moma

Moma hat sich mit Alegria zusammen ein Zuhause ausgesucht!
Geschlecht:Hündin, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Ende April 2022 (bei der FBM seit Aug. 2021)
geboren am:10.01.2019
Größe:ca. 59 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Moma würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Sarah Flick, Simone Z., Stefanie K.
Besonderheit:schüchtern, ängstlich
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:27.11.2022

Was wir über Moma erzählen können ...


02.04.2022

Moma wartet immer noch bei der FBM auf ihre Menschen. Alle ihre Kinder sind längst ausgeflogen und fast alle auch schon adoptiert, nur Moma wurde bisher immer übersehen.

Moma sucht ihre Familie!

Update 03.05.2022

Moma ist bei uns angekommen.

Moma war im letzten Sommer ihrem Schicksal überlassen worden und versuchte in der Umgebung eines in der Sierra Sur gelegenen Ortes zu überleben. Jeden Tag aufs Neue war ihr Leben in Gefahr, denn sie streifte auf der Suche nach Essbarem in einem stark frequentierten Jagdgebiet herum. Da sie trächtig war, grub sie sich eine Erdhöhle, um ihre Welpen in Sicherheit zur Welt bringen zu können. Doch so unsichtbar, wie sie bestimmt gerne gewesen wäre, war sie nicht und so hätte diese Geschichte womöglich keinen gutes Ende gefunden, wäre nicht ein Mensch mit Herz auf sie aufmerksam geworden, sondern jemand, der keine so guten Absichten gehabt hätte.

Ein Arbeiter, der in dem Gebiet tätig war, hatte Moma beobachtet und verständigte daraufhin einige junge Frauen im Ort. Diese organisierten dann zusammen mit dem Team von SOS Rescue, das sich auf das Einfangen von umherirrenden Galgos spezialisiert hat, die Rettung der jungen Familie. Moma und ihre neun Welpen konnten zur FBM in Sicherheit gebracht werden.

Alles schien von nun an gut für Moma und ihre Kinder zu laufen, doch ist eine große Auffangstation kein Ort ohne Risiko für Welpen. So erkrankten die Kleinen 14 Tage nach ihrer Ankunft am caninen Coronavirus, das üble Durchfälle verursacht und erneut schien ihr Leben in Gefahr zu sein. Als Vorsichtsmaßnahme mussten die Kleinen von ihrer Mama getrennt werden. Doch wieder meinte das Schicksal es gut mit ihnen: alle 9 haben die Krankheit überstanden und nach 2 Wochen konnten sie wieder mit Moma vereint werden. Die Wiedersehensfreude war entsprechend überwältigend.

Fünf von Momas Welpen sind schon Ende letzten Jahres nach Deutschland gereist und vier von ihnen haben bereits ein Zuhause für immer gefunden. Nur der kleine Nicolas wartet noch bei seiner Pflegefamilie im Fränkischen Seenland auf seine Menschen.
Wir fanden, dass Moma nun lange genug in der großen Auffangstation auf ihre Chance gewartet hat und haben sie zu uns ins Fränkische Seenland geholt, damit sie sich von hier aus auf die Suche nach einer Familie machen kann.

Moma zeigt sich noch vorsichtig, misstrauisch, gleichzeitig aber auch neugierig. So kommt sie inzwischen schon ganz nahe, bleibt auch liegen, wenn man sich ihr nähert. Es fehlt nicht mehr viel, dann wird sie sich auch über eine Berührung, einen Streichler freuen. In ihrer Hundegruppe kommt sie wunderbar zurecht, zeigt sich sehr sozial und immer freundlich zu allen.

 

Update 04.05.2022

Neue Fotos von Moma:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

Update 20.07.2022

Neue Fotos von Moma:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

Update 07.09.2022

Moma zu beschreiben fällt nicht leicht, denn es reicht nicht, diese zierliche, dunkel gestromte Galga allein mit den Augen wahrzunehmen. Man muss ein Gespür für Moma haben; für ihre Ausstrahlung, für ihre feinen Signale und für den Raum, den sie damit um sich schafft. Unnahbar und etwas scheu gegenüber Fremden, sehr zart und feinfühlig, zugleich aber auch stolz – so erleben wir diese Galga.

Moma ist eine stille, ruhige Hündin, die wir hier noch nie bellen oder knurren gehört haben. Ihre Kommunikation verläuft viel subtiler über ihre Körpersprache und über die Distanz, die sie je nach Bedarf zwischen sich und einem Menschen oder Hund vergrößert beziehungsweise minimiert.

Fremden gegenüber hält Moma zunächst einen gewissen Abstand ein und würde es nicht zulassen, dass jemand sich ihr geradewegs nähert und sie anfasst. Über Zeitpunkt und Art der Annäherung möchte sie selbst entscheiden. Aber sie ist auch keineswegs so ängstlich, dass sie nervös die Flucht ergreift, wenn Besucher in ihrem Gehege oder Auslauf erscheinen. Ganz typisch ist es für Moma, dass sie sich dann wie eine Sphinx bewegungslos mitten auf der Wiese oder auf einer der Liegen vorm Blockhaus ablegt und die Besucher aus gar nicht so großer Distanz beobachtet. Sie interagiert in solchen Situationen weder mit den Menschen noch mit den anderen anwesenden Galgos, sondern verharrt in dieser Position der Beobachterin, welche die fremden Menschen einer Prüfung unterzieht. Zeigen sie Respekt? Einfühlung? Sind sie es wert, dass Moma sich ihnen öffnet? Solche Fragen stehen im Raum, den Moma um sich schafft. Fällt die Prüfung positiv aus, erlaubt sie sogar die Kontaktaufnahme, auf der Wiese eher als im Gehege.

Aber Moma kann auch ihre vornehme Zurückhaltung aufgeben. Ihr Temperament erwacht und sie sprintet plötzlich auf der Wiese mit den anderen Hunden los, wenn ihr die Stimmung zusagt. Dann ist sie vorne mit dabei, macht den Hasen oder die Jägerin, rennt und spielt ausgelassen. An der Leine geht sie genauso zart wie ihr Wesen ist. Aber auch hier gibt es die Momente des Erwachens, nämlich immer dann, wenn Wild in Sicht kommt. Da geht sie auch einmal in die Leine oder versucht, sich durch einen Sprung in die Luft zu befreien.

In allen anderen Situationen ist Moma vorsichtig und überlegt in dem, was sie tut. Gegenüber ihren Bezugspersonen ist sie inzwischen aufgetaut und genießt es, gestreichelt zu werden, ganz ruhig, zart und ohne in übermäßiges Kuscheln zu verfallen. Festgehalten und umarmt werden möchte sie nicht – dann entzieht sie sich. Gehen wir ins Blockhaus, um die Halsbänder und Geschirre für den Spaziergang zu holen, folgt sie uns. Während die anderen Galgos sich vor Freude überschlagen, steht sie hinter einem und schaut besonnen zu, geht dann ohne Hast vor die Tür und lässt sich freudig anleinen.

In der Gruppe der Hunde kommt Moma gut zurecht. Sie versteht sich mit allen und begrüßt auch Neuankömmlinge freundlich. Streithähnen geht sie aus dem Weg. Moma liegt auch einmal inmitten der anderen Galgos, doch schätzt sie Kontaktliegen nicht übermäßig, so unser bisheriger Eindruck. Bei der Verteilung des Futters bleibt sie entspannt, ist stets fair und sozial.

Moma ist eine Galga der leisen Töne und zarten Kommunikation. Ruhe, Besonnenheit und Zurückhaltung sind ihr in fast jeder Lebenslage eigen. Je länger wir sie kennen, desto tiefer gräbt sich ihre Schönheit und Zartheit in unsere Herzen. Wir wünschen uns für Moma feinfühlige Menschen und sind überzeugt, dass diese außergewöhnliche Galga uns selbst signalisieren wird, wenn die richtigen Menschen eines Tages vor ihr stehen werden.

Update 08.09.2022

Neue Fotos von Moma:
 

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update 27.11.2022

Unsere Moma hat ein Zuhause gefunden. Mit Alegria zusammen.

Wir freuen uns sehr!