| Geschlecht: | Rüde, kastriert |
| wartet in: | Deutschland, Auffangstation |
| wartet seit: | April 2024 (bei der FBM seit 03.01.2024) |
| geboren am: | 23.06.2022 |
| Größe: | ca. 66 cm |
| Mittelmeerkrankheiten: | negativ |
| Patenschaft: | Thanos würde sich über eine Patenschaft freuen. |
| Paten: | D. Schmalzbauer, Diana Pinkert, Daniel Halbig, Lea Reicheneder |
| Besonderheit: | menschenbezogen, verschmust, könnte als Einzelhund glücklich werden |
| Adoptionsvoraussetzung: | |
| letztes Update: | 17.01.2026 |
Sobald Thanos reisebereit ist kommt er zu uns.
Zuhause gesucht!
Thanos ist bei uns angekommen.
Der schwarze Rüde hat ein wenig Zeit gebraucht bis er uns vertraute. Inzwischen ist er aufgetaut, freut sich sehr über jede Aufmerksamkeit, saugt alle Liebe in sich auf.
Gern würde er überall dabei sein, ganz nah bei seinem Menschen.
Heute feiern wir in unserer Auffangstation den zweiten Geburtstag eines Galgos, dem in seinem bisherigen Leben fast nie ein Mensch Beachtung geschenkt hat, denn Thanos ist schwarz, mittelgroß und unauffällig. Dabei möchte Thanos so gerne nah bei seinen Menschen sein und ihnen gefallen! Die größte Freude kann man ihm machen, wenn man mit ihm allein oder nur mit einem weiteren Galgo einen langen Spaziergang macht und viel Zeit zum Schmusen mitbringt. Das perfekte Geburtstagsgeschenk für den heutigen Tag!
Thanos ist glücklich, wenn ihm jemand Beachtung schenkt und das ist als schwarz getarnter Hund ja gar nicht so einfach, zumal es reichlich liebebedürftige Mitbewohner in seiner Galgo-WG gibt, die ebenfalls nach Aufmerksamkeit heischen. Thanos drängt die anderen nicht vom Menschen weg, sondern springt lustig herum, um zu den streichelnden Händen vorzudringen, die von den Kampfschmusern beharrlich in Beschlag genommen werden. Schafft er das, nimmt er die Hand des Menschen ganz zart in den Fang und bittet damit um Zuwendung – eine Geste der Verbundenheit, die uns immer wieder berührt.
Thanos macht die Situation in unserer Auffangstation leider immer mehr zu schaffen. Ihm ist im Moment alles zu viel; zu viel Unruhe durch das Rein und Raus der Hunde, die zum Gassi aufbrechen und durch die Besucher, die Hunde kennenlernen wollen. So kommt es immer häufiger vor, dass Thanos zähneklappernd und angespannt am Zaun steht und das Treiben mit wachsendem Stress betrachtet. Luft verschafft Thanos sich, indem er dann anfängt, am Zaun zu bellen oder die neben ihm stehenden Hunde wegzujagen.
Diesen Stress nimmt Thanos mittlerweile auch mit nach draußen, wenn wir zum Spaziergang aufbrechen. Er ist zu Beginn unruhig und reagiert gestresst bei Begegnungen mit anderen Hunden, wenn er in einer größeren Gruppe unterwegs ist. Je länger wir mit ihm gehen und uns von der Station entfernen, wird Thanos zusehends entspannter. Allein mit seinem Menschen unterwegs, kann er richtig schön neben einem herlaufen und geht traumhaft an der Leine. Auch im Auslauf kann Thanos durch die Bewegung Stress abbauen und wird gelassener. Gegenüber den anderen Hunden weiß er sich gut zu behaupten. Gegen seinen Willen macht keiner ihn zum Hasen oder pöbelt ihn an. Im ersten Kontakt mit neuen Galgos ist er aufgeschlossen und heißt Neuankömmlinge freundlich willkommen.
Es liegt leider nicht in unserer Macht, die für Thanos stressige Situation innerhalb der Station grundlegend zu ändern. Erst im ruhigeren Umfeld einer Familie wird Thanos den Stress abschütteln und sein inneres Gleichgewicht wiederfinden können. Thanos sehnt sich so sehr nach Menschen, die ihm Liebe und Geborgenheit schenken! Menschen, die mit ihm ausgiebig schmusen, ohne dass er immer hinter anderen zurückstehen muss. Thanos bräuchte eine Familie mit einem einzigen, ruhigen Hundepartner. Aber wir schätzen, dass er auch als Einzelhund glücklich sein könnte, wenn viel Zeit für ihn da ist.
Thanos hat den Namen eines Helden bekommen, denn Thanos bedeutet „der Unsterbliche“. Aber unser Thanos ist wahrlich kein Held, sondern ein junger, aus dem inneren Gleichgewicht geratener Galgo, der Hilfe von Menschen braucht, die ihm einen Platz in ihren Herzen und in ihrer Familie schenken. Ruhe, Beständigkeit und die Geborgenheit einer Familie… das wäre mehr als ein Geburtstagsgeschenk für Thanos; es wäre das Geschenk seines Lebens.
Thanos ist Zuhause! Dort teilt er sein Sofa mit seinen Menschen.
Viel Glück zusammen!
Thanos hat vor über einem Jahr sein liebevolles Zuhause gefunden und heißt jetzt Tobi. Er genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:
Ein Jahr mit Thanos
Thanos heißt jetzt Tobi und ist gut zu Hause angekommen. Wie gerne würden wir diesen Satz über unseren kleinen Schwarzen schreiben, aber das stimmt noch nicht ganz. Als vor gut einem Jahr unsere Galgo-Hündin überraschend eingeschläfert werden musste, war für uns klar, dass ihr Platz nicht frei bleiben sollte. Wir schauten uns im Internet um und entdeckten Thanos, einen eher kleinen, unauffälligen schwarzen Rüden, der in der Auffangstation von Galgorettung FS auf ein neues Zuhause wartete. Er wurde als menschenbezogen und verschmust beschrieben, als freundlich und souverän im Umgang mit anderen Hunden, aber er litt auch unter dem Stress dort. Wir fuhren fünf Stunden aus Norddeutschland zur Auffangstation, um ihn abzuholen. Er war ein schüchterner Junge, dessen Name, Thanos (der Superschurke aus dem Marvel-Universum, oder doch Gott des Todes?), so gar nicht zu ihm passte. Bis er in seinem neuen Zuhause ankam, war er daher schon umgetauft: Er ist jetzt unser Tobi.
Tobi hatte es in seinem bisherigen Leben nicht leicht, was viele alte Narben in seinem Fell bezeugen – die meisten sehen nach Bisswunden / Festhalten aus. Trotzdem glänzt er mittlerweile wie poliert und sein Fell ist unglaublich weich geworden. Er hat insgesamt ein ziemlich dünnes Fell und ist nackig unterm Bauch, so dass er schnell friert. Wir mussten unsere Hunde-Garderobe für ihn erstmal deutlich erweitern und haben jetzt auch lange Unterwäsche und viele Sachen mit geschlossenem Brust- und Bauchbereich im Angebot.
Zu Hause im Kreise seiner dreiköpfigen Familie ist Tobi ein absoluter Goldschatz. Er ist ein ganz großer Schmuser! Wenn wir in der Küche sind, macht er regelmäßig seine Runden um den Tisch, damit jeder ihn streicheln kann – und wenn er einmal rum ist, fängt er vorne wieder an. Wenn wir uns auf das Sofa setzen, springt er meist sofort dazu, kuschelt sich an, dreht sich zum Bauchkraulen auf den Rücken und schläft dann irgendwann ein, aber immer mit Körperkontakt. Tobi ist nicht besonders verfressen und daher auch (leider) wenig bestechlich. Er liebt es, im Garten seine Flitzerunden zu drehen, aber nur, wenn die Nachbarn alle im Haus sind und ihn niemand mehr beobachtet. Er mag seine Knabbersachen, bleibt brav allein zu Hause und ist äußerst flexibel was die Zeiten für Spaziergang und füttern angeht. Er ist einfach glücklich, da zu sein, alles weitere ist ein Bonus.
Tobi ist kein Angsthund, aber er hat oft Angst, und wenn er Angst hat, ist er auf der Flucht: An der Leine nach vorne nach hinten oder zur Seite, auf die Straße, ins Gebüsch, über eine Mauer ins Ungewisse, ganz egal. Die meiste Angst hat er, wenn wir Menschen begegnen oder gar Hunden, und wenn diese Hunde ihn dann womöglich auch noch beachten, oder sogar anbellen. Schon Hundegebell aus der Ferne macht ihn nervös. Er hat Angst vor Katzen, und wir glauben auch vor Eichhörnchen. Und er hat Angst, wenn wir uns einfach in fremder Umgebung bewegen; dann kann man schonmal eine Stunde spazieren gehen, ohne dass irgendwelche Geschäfte erledigt werden. Draußen ist die Anspannung manchmal noch so groß, dass er sogar Angst vor uns hat. Angst hat er auch, wenn in seiner gewohnten Umgebung jemand dazu kommt, auch wenn dieser Jemand eigentlich fast jeden Tag da ist. Im Haus versteckt er sich dann bevorzugt unter dem Küchentisch.
Aber natürlich ist es nicht so, dass Tobi sich gar nicht weiterentwickeln würde. Treppen steigen hat er in ein paar Tagen gelernt. Auch beim Autofahren stellt er sich seinen Dämonen und springt mittlerweile freiwillig rein und raus; dann sitzt er dort hechelnd während der Fahrt, aber er muss sich nicht mehr übergeben. Wenn wir uns mit Freunden und deren Hunden treffen, gewöhnt er sich im Laufe eines Spaziergangs daran, dass noch andere Hunde dabei sind. Und manchmal, immer öfter, zeigt er durch einen Popowackler, dass sich die Anspannung ein bisschen löst, und schnüffelt dann auch während des Spaziergangs, statt die Sache einfach nur hinter sich zu bringen. Er ist sehr gesprächig und fiepst, wenn er aufgeregt ist, oder wir ihn ansprechen, oder er was zu sagen hat. Er erzählt z.B. nach jedem Spaziergang ganz erregt, was er so erlebt hat ;o) Wenn einer von uns nach Hause kommt, versteckt er sich nicht mehr, sondern freut sich, und manchmal fängt er dann auch an ganz schüchtern mit der Rute zu wedeln.
Tobis Welt wurde in einem Jahr dreimal komplett auf den Kopf gestellt: Erst kam er von woher auch immer in die Auffangstation in Spanien, dann von dort aus in die Auffangstation in Deutschland, und von dieser auf sein Sofa bei uns. Tobi geht seinen Weg mit uns an seiner Seite, immer einen kleinen Schritt weiter. Wir sind stolz auf seinen Mut, auf das, was wir schon erreicht haben, und freuen uns auf das, was noch kommen wird. Seine Tierärztin sagt, Hunde brauchen drei Jahre, um sich in einem neuen Rudel einzuleben, und so können wir sagen: Der kleine Schwarze kommt gerade an, wir sprechen uns in zwei Jahren wieder.