Quesa

Quesa

Geschlecht:Hündin, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:16.12.2016
geboren am:01.07.2013
Größe:65 cm
Mittelmeerkrankheiten:Ehrlichiose positiv, in Behandlung
Patenschaft:Quesa würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Marie-Luise Hein
Besonderheit:vorsichtig, schüchtern, taut aber schnell auf
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:15.10.2018

Was wir über Quesa erzählen können ...


23.02.2018

Quesa ist noch sehr vorsichtig, ängstlich. Und Quesa wartet schon sehr lange auf ihre Chance. Bald ist sie in Deutschland, dann fehlt ihr zu ihrem Glück nur noch ihre eigene Familie.
 

Update 03.03.2018

Neue Fotos von Quesa:
 

Update 18.03.2018

Auch Quesa ist endlich bei uns in der Auffangstation angekommen.
 

Update 03.04.2018

Neue Fotos von Quesa:
 

Update 16.07.2018

Neue Bilder von Quesa:
 

update 04.09.2018

Lernen die Besucher unserer Auffangstation Quesa nur flüchtig kennen, so bekommen sie leicht ein falsches Bild von ihr, denn sie bellt erst einmal abwehrend, um die Fremden auf Distanz zu halten und weicht bei direkter Annäherung zurück. Doch nimmt man sich nur ein wenig Zeit, zeigt Quesa ihr wahres Gesicht – das einer anhänglichen, zärtlichen Galga voller Freude am Leben.

Zu ihrer festen Bezugsperson hat Quesa schon bald nach ihrer Ankunft ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut und genießt die menschliche Nähe und streichelnden Hände sichtlich. Bei Fremden braucht es ein wenig Zeit, aber nicht viel, und Quesa taut auf. Fühlt sie sich respektvoll behandelt, kommt ganz schnell ihr aufgeschlossenes Naturell zum Vorschein. Denn eigentlich liebt Quesa sie ja, die Menschen!

In der Gruppe der Galgos kommt Quesa gut zurecht, braucht manchmal aber ein bisschen Hilfestellung. Kommen die Galgos in dem kleinen Auslauf an ihrer Blockhütte ins Spielen, so wird Quesa von den anderen hin und wieder unfreiwillig zum Hasen gemacht und in eine Ecke gedrängt. Da sucht sie Schutz bei uns Menschen. Auf der großen Wiese hingegen, wo genug Platz ist, genießt Quesa die gemeinsamen Rennspiele und zieht voller Lebensfreude ihre weiten Bahnen.

Das größte Glück stellt es für Quesa dar, wenn man zur Leine greift, um zu einem Spaziergang aufzubrechen. Kommt Tanja, mit der sie nun schon einige Ausflüge unternommen hat, dann kennt Quesas Freude keine Grenzen. „Gleich geht es wieder los!“ Aber auch gegenüber Fremden verliert sie erstaunlich schnell ihre Zurückhaltung, wenn man mit ihr etwas unternimmt. Unterwegs lässt Quesa dann galgotypisch den Blick immer wieder über die Wiesen und Felder schweifen. Keine Bewegung entgeht ihr. Auch Mäusen wird interessiert hinterhergeschnüffelt. Hier ist Quesa ganz in ihrem Element, ganz sie selbst.

Update 14.10.2018 – eine tragische „Lost and Found“- Geschichte mit Happy End

Vor einigen Wochen freuten wir uns über gute Nachrichten für Quesa: unser liebenswertes Angstnäschen hatte eine nette Familie in den Schweizer Bergen, im schönen Kanton Graubünden, gefunden, die ihr ein Zuhause für immer schenken wollte.

 

Am Mittwoch, dem Feiertag, war es dann soweit: Quesa wurde von ihrem Galgotaxi abgeholt, um in ihre neue Heimat gebracht zu werden. Doch gerade eben dort angekommen, zeigte Quesa ihrem erfahrenen Galgotaxifahrer, dass Galgos, besonders die ängstlichen, ausgesprochen flüchtige Wesen sein können. Ein Moment der Unachtsamkeit, der Unkonzentriertheit, reichte aus und Quesa war weg. Die bereits eingebrochene Dunkelheit erschwerte die Suche nach ihr; Quesa verschwand in der Nacht und konnte nicht mehr eingefangen werden.

Am darauffolgenden Tag wurde sie noch einige Male gesichtet. Wie aber sollte man sie an einem Ort, den sie nicht kannte und an dem sie keine Menschen vorfand, denen sie Vertrauen schenkte, gesichert werden? Die Adoptantin und ihre Tochter suchten verzweifelt nach Quesa. Jeden Tag liefen sie in die Berge und auf die umliegenden Felder und hielten stundenlang Ausschau nach ihr. Ein Bahndamm war nicht weit entfernt und musste überwacht werden, um zu verhindern, dass Quesa dort auf die Gleise lief. Ein Pettrailer wurde eingeschaltet, der zwar das Gebiet, mit dem er bestens vertraut war, absuchen konnte, aber der auch klar machte, dass er auf Sichtmeldungen angewiesen sei, damit er die scheue Galga gegebenenfalls anfüttern und dann mit einer Lebendfalle sichern konnte. Nun ist es auf 1600 m Höhe schon kalt, besonders in der Nacht, und die Verzweiflung wuchs. Am Freitagmorgen wurde Quesa dann von einem Jäger mitten in einer Schafherde gesichtet – vermutlich hatte sie unter ihnen Wärme und Zuflucht gesucht. Als der Mann näher kam, flüchtete sie Hals über Kopf, sprang dabei zuerst über die Schafe und dann über den Zaun.

Eigentlich war allen klar, dass Quesa durch Suchmaßnahmen ihr fremder Menschen nur weiter getrieben werden würde und dass es dringend erforderlich sei, dass jemand vor Ort wäre, den sie kannte und dem sie vertraute, wenn eine kleine Chance wahrgenommen werden sollte, sie überhaupt noch sichern zu können, bevor sie panisch und desorientiert wie sie war, ganz verschwand. So machten sich Daniela, mit der Quesa vertraut ist, und Tanja, die mit unseren Angsthunden arbeitet und in den letzten Wochen eine besondere Beziehung zu der schüchternen Galga aufgebaut hatte, noch in der Nacht zum Wochenende auf den Weg in die Schweiz, um sie zu suchen. Auch Pico, Tanjas kleiner Galgomixrüde, war mit dabei, um bei der Suche zu helfen. Aber Quesa zeigte sich weder am Samstag noch am Sonntag und so mussten sich unsere beiden Mädels frustriert und verzweifelt am Sonntagabend wieder auf den Nachhauseweg machen, denn die Arbeitswoche stand ja bevor.

Doch am Montagmorgen tauchte Quesa nach 2 Tagen ohne Sichtmeldung auf einmal wieder auf: sie wurde in dem kleinen Dorf gesehen, in dem sie entlaufen war. Ob sie die Witterung der vertrauten Menschen aufgenommen hatte, die am Wochenende unermüdlich die ganze Gegend nach ihr abgesucht hatten? Inzwischen sind wir sicher, dass es so war, dass sie ihre Präsenz wahrgenommen hatte, dem vertrauten Geruch gefolgt war und sich darum wieder gezeigt hatte. Tanja zögerte keinen Augenblick, machte sich sofort wieder auf den Weg in die Schweizer Berge, diesmal in Begleitung ihrer beiden Hunde, Pico und Galga Snow, die Quesa von ihren Besuchen in der Auffangstation und den gemeinsamen Spaziergängen her gut kannte. Tanja kam am Montagabend im Dunklen an, zu spät, um sich gleich wieder auf die Suche machen zu können. Aber gleich am nächsten Tag, beim ersten Tageslicht, machte sie sich auf den Weg und suchte zuerst in dem Gebiet bei der Landstraße Richtung St. Moritz. Nachdem sie dort 5 Stunden mit ihren Hunden unterwegs gewesen war und die Suche in diesem Gebiet gerade abbrechen wollte, bekam sie einen Anruf mit Sichtmeldung. Der Pettrailer hatte Quesa dort ganz in der Nähe im Feld sitzen sehen, aber dankenswerterweise nichts unternommen, um sie nicht zu vertreiben, sondern Tanja verständigt und an der angegebenen Stelle auf sie gewartet. Als Tanja dort ankam, befand sich Quesa auf einer Wiese bei einer Feldscheune. Tanja behielt die Nerven und tat das Richtige: sie schickte Pico zu Quesa hin und wartete ruhig ab. Quesa war sichtlich erfreut, einen alten Bekannten zu sehen und lief ohne Umschweife mit ihm zurück zu Tanja. Es war ein so unfassbar schöner Moment, als Quesa Tanja erkannte hatte und auf sie zugelaufen kam... 

 

Es gibt sie doch die Wunder! Und es gibt die Heldinnen dazu - ohne Cape zwar, aber mit Galgoverstärkung! Auch Pico hat bei dieser Rettung eine tragende Rolle gespielt und einen großartigen Job gemacht! Von der Nachricht: „Wir haben sie!“ waren wir einfach nur überwältigt nach diesen Tagen der Verzweiflung, der Anspannung und der schlaflosen Nächte, in denen sich unentwegt ein Kopfkino abgespielt hatte, wie Quesa mutterseelenallein im Schweizer Bergwald herumirrt.

Wir haben sie wieder und es geht ihr gut, wenn sie auch furchtbar dünn geworden ist. Hunger hat sie, möchte essen, essen und nochmals essen. Quesa ist wieder zurück, hier bei uns, im Einvernehmen mit der Adoptantin, und wir sind unendlich dankbar über diesen guten Ausgang der Geschichte. Was wir uns wünschen? Menschen für Quesa, die gut auf sie aufpassen, die sie hüten wie ihren Augapfel, so dass ihr so etwas nie wieder passiert. Wie muss sie sich gefühlt haben dort draußen in den Bergen, ganz allein, desorientiert, ohne Anlaufstelle und ohne Rettungsanker, der ihr zur Seite gestanden hätte?

Was uns diese Geschichte lehrt? Dass es jedem von uns passieren kann, da können wir noch so viele Jahre Galgoerfahrung anhäufen. Wir sind alle nur Menschen. Aber gerade bei den Angstnäschen dürfen wir uns keinen Moment der Unachtsamkeit erlauben – sie könnten es mit dem Leben bezahlen. Lieber sollten wir mit dem Worst Case Szenario rechnen, uns vorstellen, was passieren könnte, und dementsprechend alle gebotenen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, so dass unserem Schützling, dessen Leben uns anvertraut wurde, so etwas nicht widerfährt – und damit auch uns selbst Stunden, Tage, Wochen und vielleicht Monate der Angst und Ungewissheit ersparen.

 

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing