Winner

Winner

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegestelle im Fränkischen Seenland
wartet seit:Juli 2018
geboren am:06.01.2017
Größe:ca. 60 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Winner würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:

Cordula Abenthum

Besonderheit:Probleme in der Fortbewegung/Gangbild
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:05.08.2018

Was wir über Winner erzählen können ...


Mai 2018

Winner wartet seit November 2017 bei FBM. Er befindet sich dort im Hospital. 
Winner zeigt ein ganz besonders auffälliges Gangbild. Seine Hinterbeine knicken seitlich weg, die Bewegung wirkt unkoordiniert. 

Jetzt wird er erst mal "durchgecheckt". Von einer Hirnschädigung bis hin zu einer reinen Bewegungsstörung kann fast alles der Grund dafür sein.


Update 02.07.2018

Winner ist gerade bei uns angekommen.

Bisher können wir sagen, dass er ein lustiger, aufgeschlossener und angstfreier junger Galgo ist.

Die Bewegungen sind schon sehr auffällig. Die Hinterbeine kommen oft "durcheinander". Auf Treppen zum Beispiel kann es sein, dass ihn die Hinterbeine "überholen". 

Läuft er schneller, will er mit den anderen mit, ob spielerisch oder einfach so, kann es auch passieren, dass er umknickt/wegknickt und auch mal auf seinem Hintern "schliddert". 

Jetzt darf sich Winner hier erst mal einleben. Bisher läuft das so gut, man könnte meinen er lebt schon immer hier. Alles hat er sofort kapiert, schlafen, kuscheln, fressen, spazieren gehen, mit den Hunden mal alleine bleiben, bisher alles kein Problem für Winner.
 

Update 04.07.2018

Neue Fotos von Winner: Er scheint sich wohlzufühlen ...
 

Update 08.07.2018

Winner leidet an einem sogenannten "caudalen occipitalen Malformationssyndrom" (COMS). Dabei handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung im Bereich der hinteren Schädelregion, die der Chiari-Malformation Typ I beim Menschen entspricht. Als Ursache dafür werden zumeist Größenmissverhältnisse von Kleinhirn (zu groß) und Schädelgrube (zu klein) angegeben. Aufgrund einer veränderten Schädelstruktur im Hinterhauptsbereich kommt es dort zu einer Überfüllung der Schädelgrube, die zu einem Vorfall von Teilen des Kleinhirns in das Hinterhauptsloch (Foramen magnum) bzw. den Spinalkanal im Bereich der oberen Halswirbelsäule führt. Die erhöhte Kompression führt zudem im Laufe der Zeit zu einer Hypertrophie (Volumenzunahme) der weichen Hirnhäute. Der im Bereich der Einklemmung entstandene Engpass und der erhöhte Druck führen zu eine Zirkulationsstörung des Liquor cerebrospinalis (Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit); es kommt lokal zu turbulenten Strömungen, die zu einer Aufweitung und Hohlraumbildung innerhalb der grauen Substanz in den betroffenen Bereichen (bei Winner im Bereich der Halswirbel C2 – C4) führen. In den gebildeten Hohlräumen, die meist von länglicher/röhrenförmiger Gestalt sind, staut sich dann die Flüssigkeit, weswegen man sie sich als längliche Zysten im Rückenmark (Syringohydromyelie) vorstellen kann.

Da das Kleinhirn für die Bewegungssteuerung und die Feinabstimmung der Motorik zuständig ist und dort die Informationen über Körperlage und –bewegungen verarbeitet werden, kommt es bei Beeinträchtigungen in diesem Bereich zu entsprechenden offensichtlichen Störungen, die man auch bei Winner beobachten kann: Ataxien (Bewegungsstörungen), Koordinationsprobleme und Gleichgewichtsstörungen. Die Eigenwahrnehmung ist beeinträchtigt, was am auffälligsten am Gangbild zu beobachten ist. Zudem ist eine erhöhte Drückempfindlichkeit/Schmerz im Hals- und Nackenbereich festzustellen.

Die Behandlung des COMS zielt in erster Linie auf eine Druckentlastung und damit einer Schmerzminderung ab, die im Fall von Winner bisher in zyklischen Gaben von Glucocortikoiden in entzündungshemmender Dosierung bestanden hat. Auch ein chirurgischer Eingriff zur Aufweitung der knöchernen Strukturen/Dekompression wurde angedacht, doch wurde aufgrund der invasiven Natur dieses Eingriffs und der damit verbundenen Risiken vorerst Abstand davon genommen und beschlossen davon abzusehen, solange sich Winners Zustand nicht verschlechtert. Zu einer vollständigen Heilung würde auch ein solcher Eingriff nicht führen und mit Rezidiven muss dann auch in Zukunft gerechnet werden. Ziel einer solchen Maßnahme wäre es, eine Druckminderung zu erreichen und den Fortschritt der Erkrankung/Symptomatik aufzuhalten bzw. abzubremsen.
 

Update 05.08.2018

Auf einem neuen Video über Drizellas Freunde ist auch Winner mit von der Partie:
 

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Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing