Nala

Nala

Geschlecht:Hündin, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegestelle bei Regensburg
wartet seit:März 2019 (bei FBM seit Dez. 2018)
geboren am:01.11.2012
Größe:ca. 66 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ (April 2019)
Patenschaft:Nala würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Yvonne S.
Besonderheit:aufgeschlossen, Epilepsie
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:14.11.2019

Was wir über Nala erzählen können ...


26.02.2019

Nala ist eine liebevolle Hündin, die mit ihren 6 Jahren viel Spaß am Leben hat und gerne flitzt. Sie liebt es zu schmusen und kommt sehr gut mit anderen Hunden zurecht.
Sie geht auch sehr gemütlich an der Leine und liebt es, mit ihrem Menschen spazieren zu gehen.
Das Mädchen im besten Alter wurde in der Gegend von Utrera mit zahlreichen Bisswunden gefunden. Sie wurde bereits behandelt und die Wunden verheilen gut.

Jetzt hat sie demnächst eine Reisemöglichkeit und sucht nur noch ein Zuhause!
 

Update 09.03.2019

Nala ist in Deutschland angekommen!

Nala kam Anfang Dezember 2018 aus der Gegend von Utrera zur FBM. Offensichtlich hatte sie ihre Karriere als Zuchthündin beendet, so dass man nun keine Verwendung mehr für sie hatte. Nala ist eine liebe und ruhige Galga im besten Alter, die anhänglich und verschmust ist, ohne dabei aufdringlich zu sein.

Leider ist Nala in den letzten Wochen zweimal zum Mobbingopfer geworden – zum ersten Mal einige Tage nach ihrer Ankunft bei der FBM und dann noch einmal Anfang Februar, wodurch sie mehrere Bisswunden im Oberschenkel erlitt und im Hospital versorgt werden musste.
Aus dieser Zeit gibt es auch ein Video über die dortigen Hospitalhunde; darin ist Nala ab Minute 13 zu sehen:
 

Nach ihrer Genesung hat sich Nala auf die Reise nach Deutschland gemacht, um von hier aus auf Familiensuche zu gehen. Sie konnte gleich zu einer Pflegefamilie in der Nähe von Cham ziehen und kann dort besucht und kennengelernt werden.

Nala zeigt sich auf ihrer Pflegestelle als liebe und bescheidene Hündin, die gleich stubenrein war und nichts kaputt macht. Sie liebt Streicheleinheiten sehr und lässt sich auf Zuruf schon aus dem Garten abrufen. Dort hält sie sich gerne auf und geht dann auf Erkundung oder steht am Zaun und scannt die Gegend. An der Leine läuft sie schön ohne zu ziehen

Nala lebt auf ihrer Pflegestelle in einer größeren Hundegruppe. Den anderen Hunden gegenüber verhält sie sich noch sehr zurückhaltend und versucht, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Sie ordnet sich eher unter und traut sich auch noch nicht zu den anderen aufs Sofa – angesichts ihrer jüngsten Vorgeschichte ein absolut nachvollziehbares Verhalten.

Für Nala wäre es schön, wenn sie bald ihre eigene Familie fände. Für sie könnten wir uns einen Platz als Einzelhund, auch bei Windhundanfängern, vorstellen, wenn ihre Menschen ausreichend Zeit für sie mitbringen und sie nicht zu lange alleine bleiben muss. Aber auch in einer Familie mit einem oder zwei netten Hundekumpels, die ihr gegenüber einen fairen Umgang pflegen, würde sich Nala sicher wohlfühlen. Auch ein Zusammenleben mit Katzen sollte kein Problem für sie darstellen.
 

Update 11.05.2019

Nala hat uns in den letzten Wochen, seit sie in Deutschland angekommen ist, einige Sorgen bereitet. Auf ihrer Pflegestelle hatte sie bald nach ihrer Ankunft mehrere epileptiforme Anfälle, die zunächst nicht einzuordnen waren. Bei einem dieser Anfälle wurde sie von den anderen Hunden attackiert und zeigte sich daraufhin ihren vierbeinigen Mitbewohnern gegenüber sehr verunsichert. Da die Befürchtung bestand, dass sich ein solcher Vorfall wiederholen könnte, sprang dankenswerterweise eine andere, liebe Pflegefamilie ein und nahm Nala bei sich auf. Dort leben nur noch zwei weitere, sehr gut sozialisierte Hunde und das Umfeld ist für Nala entsprechend ruhiger und überschaubarer.

Um herauszufinden, was hinter diesen Anfällen steckt, wurden etliche Tests und Untersuchungen gemacht. Dabei wurde bei Nala auch eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, die umgehend behandelt wurde. Aber die Hoffnung, dass das die Ursache für die Anfälle war, hat sich leider nicht bestätigt. Nala bekam trotzdem, dass sie gut auf die Behandlung ansprach, weitere Anfälle und man muss inzwischen davon ausgehen, dass es sich dabei tatsächlich um eine idiopathische Epilepsie handelt. Seit einigen Tagen bekommt sie nun entsprechende Medikamente und wir hoffen, dass wir dadurch die Anfälle in den Griff bekommen werden. Noch ist es aber zu früh, um eine diesbezügliche Prognose abzugeben, denn sie muss jetzt erst einmal auf die richtige Dosierung eingestellt werden. Bis das geschehen ist, möchten wir sie vorerst nicht vermitteln.

Im Nachhinein liegt nun natürlich auch die Vermutung nahe, dass die „Mobbing“attacken, die Nala in Spanien erfahren hat, auch auf solche Anfälle zurückzuführen sind, dass aber das Problem aufgrund der großen Zahl der Hunde in der Auffangstation nicht erkannt worden war.

Nala macht ihrer Pflegefamilie trotz ihres Handycaps den Umgang und das Zusammenleben leicht; man muss sie einfach lieb haben, denn sie ist eine absolut unkomplizierte und freundliche Galga. Sie hat ein so liebenswertes und anrührendes Wesen, dass man einfach das Gefühl hat, ihr nach ihrem vorherigen, offensichtlich entbehrungsreichen Leben etwas Gutes tun zu müssen.

Nalas Glück scheint perfekt, wenn sie zweimal am Tag eine kleine Runde spazieren gehen darf. Sie genießt es auch sehr, im Garten in der Sonne zu liegen und die wohlige Wärme zu spüren. Im Auslauf kommt ihr Temperament zum Vorschein. Sie scheint förmlich zu lachen, wenn sie in ihrem federnden Galopp über wie Wiese läuft oder Runde um Runde vor sich hintrabt. Auch lässt sie sich gerne mal auf ein Spielchen mit den anderen Hunden ein. Nala trotz ihrer Diagnose so glücklich und unbeschwert zu sehen, macht die Situation sehr viel einfacher. Sie weiß ja nichts von ihrer Erkrankung und ist in den anfallsfreien Phasen ein ganz normaler und fröhlicher Hund.

Nala hat sich bei ihrer Pflegefamilie schnell eingelebt und zu ihrer Pflegemama mittlerweile ein inniges Verhältnis aufgebaut. Vor allem draußen im Garten folgt sie ihr wie ein Schatten und freut sich über jede Streicheleinheit. Dabei wird sie aber nie fordernd, sondern wartet geduldig ab, ob man ihr etwas von seiner Zeit schenken möchte. Im Haus ist Nala kaum zu spüren, sie liegt meist in einem der Hundebetten und seufzt zwischendrin immer wieder zufrieden vor sich hin.

Die Fütterungszeiten stellen in Nalas Leben ebenfalls Höhepunkte des Tages dar. Sie ist eine sehr unkomplizierte Esserin und auch hierbei kommt ihre Sozialkompetenz gut zum Vorschein: mit ihr gibt keinerlei Rangeleien ums Futter; sie wartet geduldig, bis sie an der Reihe ist. Allerdings muss man zurzeit noch gut aufpassen, dass sich Nala nicht mal selbst Zugang zum Futter verschafft, wenn sie der Meinung ist, dass das jetzt doch noch nicht alles gewesen sein kann. Aber selbst das macht sie auf eine so charmante Weise, dass man ihr einfach nicht böse sein kann.

Jetzt hoffen wir, dass die Therapie anschlägt und Nala sich bezüglich ihres Anfallsleidens stabilisiert. Wir werden weiter berichten.
 

Update 02.06.2019

Es gibt gute Neuigkeiten von Nala. Seit wir mit der Therapie der epileptischen Anfälle angefangen haben, hatte Nala keinen Anfall mehr. Die erste Blutkontrolle des Serumspiegels hat auch gezeigt, dass sie im unteren Wirkbereich des Antiepileptikums ist und somit keine signifikanten Nebenwirkungen zu erwarten sind. Auch wurde mit Absprache der behandelnden Tierärztin ein Ausschleichversuch ihrer Schilddrüsenmedikamente begonnen. Beides werden wir im Verlauf regelmäßig kontrollieren.

Nala ist weiterhin eine ruhige, unkomplizierte Galga, die uns doch älter vorkommt, als ursprünglich angegeben. Sie läuft zwar die Treppe bei ihrer Pflegestelle mittlerweile recht gut rauf und runter, allerdings ist absehbar, dass sie mit zunehmendem Alter definitiv ein ebenerdiges Zuhause brauchen wird. Einzelne Stufen stellen aber kein Hindernis dar.

Nala könnte rein theoretisch gut als Einzelhund vermittelt werden, wenn regelmäßiger Hundekontakt möglich ist. Da Nala aber eine sehr soziale, in sich ruhende und auch Ruhe ausstrahlende Hündin ist, wäre ein Zuhause mit ein oder zwei schon vorhandenen Hunden der Einzelhaltung vorzuziehen. Auch würden unsichere Hunde eben durch ihre souveräne Haltung sehr profitieren. Nur junge, ungestüme Hunde sollten nicht im künftigen Haushalt sein. Auch vom Besuch von Windhundausläufen sollte man aus gesundheitlichen Gründen eher absehen, da sie sich schon mal gerne verausgabt. Nala bleibt stundenweise ohne Probleme auch ohne Hundegesellschaft alleine.

Leider hat sich herausgestellt, dass Nala besser doch nicht in einen Katzenhaushalt ziehen sollte, zu groß ist ihr Interesse an den Stubentigern.
 

Update 20.10.2019

Unser letztes Update zu Nala liegt schon länger zurück und es ist an der Zeit, über die Entwicklung der letzten Monate zu berichten.

Nachdem Nala zunächst gut auf die Epilepsie-Behandlung anzusprechen schien, ging es ihr Ende Juni wieder schlechter und sie hatte eine erneute Anfallsserie. Da in der Zeit, in der sie nun bei uns ist, gerade auch ihre Probleme in der Bewegungskoordination, v.a. der Hintergliedmaßen, und ein damit verbundener Muskelabbau aufgefallen waren, wurden weitere Tests in Auftrag gegeben. Dabei stellte sich heraus, dass Nala Neosporose-positiv war. Da ihre Symptome mit einer solchen Erkrankung kompatibel waren, wurde sie umgehend entsprechend behandelt. Die Therapie war erfolgreich; inzwischen ist keine Neosporose-Infektion mehr nachweisbar, Nala ist aktiver und ihre Bewegungsabläufe wirken deutlich koordinierter. Ihr Anfallsleiden konnte durch die Behandlung der Neosporose allerdings nicht behoben werden. Wenn das der ursächliche Auslöser für die Anfälle gewesen ist, wovon man ausgehen kann, so hat die Infektion doch offensichtlich irreversible Spuren hinterlassen. Daher wird Nala auch weiterhin nicht auf ihre Medikamente gegen die Epilepsie verzichten können. Dass zusätzlich eine Schilddrüsenproblematik bei ihr besteht, hat sich hingegen nicht bestätigt, so dass die Schilddrüsenmedikamente komplett ausgeschlichen werden konnten.

Insgesamt geht es Nala aktuell sehr gut; die Grande Dame kann mittlerweile auch an weiteren Spaziergängen ohne Probleme teilnehmen. Sie liebt die regelmäßigen Rennspiele im Auslauf und auch mental ist sie gut drauf. Täglich fordert sie ihre Streicheleinheiten ein und sollte man zu früh damit aufhören, rückt sie gleich noch ein Schrittchen nach, als wolle sie sagen: „Das reicht doch noch nicht!“. Das geht besonders zu Herzen, wirkte sie doch in den ersten Monaten ihres Hierseins geradezu emotionslos. Sie musste nach den langen Jahren als Zuchthündin, in der sie vermutlich nur als „Werkzeug“ für diese eine Funktion gehalten worden war, erst einmal lernen, was menschliche Zuwendung und Zuneigung bedeutet. Schien ihr am Anfang alles gleichgültig zu sein, was nicht mit dem unmittelbaren Überleben zu tun hatte, weiß sie jetzt Streicheleinheiten und ihr neues, völlig verändertes Leben zu genießen. Ein Leben, auf das sie so lange hat warten müssen und das sie umso mehr verdient hat.

 

Update 14.11.2019

Nala darf als Dauerpflegling in ihrer Familie bleiben. Keiner möchte dieser sanften Galga mit ihren Grunderkrankungen einen weiteren Umzug und der damit verbundenen Unruhe und Aufregung in ihrem Leben zumuten. Sie komplettiert das Rudel in ihrer ganz selbstverständlichen und unkomplizierten Art. Und auch die Pflegemama kann sich einen Alltag ohne die homöopatisch dosierten Liebesbekundungen nicht mehr vorstellen, denn ein leichtes Bewegen der Rute kann bei Nala schon ganz viel bedeuten. Sie ist und bleibt eine Galga der leisen Töne und das ist gut so. Sie wird weiterhin alle medizinische Versorgung und liebevolle Pflege bekommen, die sie so sehr verdient hat.

Sie möchten Nala ein neues Zuhause geben?

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Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
 

Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing