Otto

Otto II

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Jan. 2024
geboren am:28.07.2018
Größe:ca. 66 cm
Mittelmeerkrankheiten:Filarien positiv (behandelt), Rest negativ
Patenschaft:Otto würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Martina A.-B., Ulrike H.
Besonderheit:anhänglicher Menschenfreund, feinfühlig, könnte auch als Einzelhund glücklich werden
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:13.01.2026

Was wir über Otto erzählen können ...


06.04.2024

Otto wartet bei der FBM entdeckt zu werden.

update 12.06.2024

 

Otto ist bei uns angekommen.

Otto zeigt sich als Menschenfreund und auch in seiner neuen Hundegruppe kommt er gut zurecht.

Update 29.06.2024

Neue Fotos von Otto:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

Update 11.09.2024

Neue Fotos von Otto:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

update 27.09.2024

Wenn man Otto ansieht, muss man zwangsläufig an Balu den Bären denken. Denn Otto ist eine stattliche Erscheinung, aber das Wichtigste, was er ausstrahlt, sind Ruhe und Gemütlichkeit! Diesen gut gelaunten Schmusebären macht nichts glücklicher als die Nähe und Zuwendung der Menschen. Bei unseren Gassigehern ist Balu sehr beliebt, denn er läuft entspannt an der Leine. Machen sie Pause, hat er nur Augen für sie und wünscht sich eine Kuscheleinheit extra. Ist man eine Weile mit Otto zusammen, wird man unweigerlich zum Mittelpunkt seines Universums und spürt einen Strom der Liebe, die dieser sechs Jahre alte Galgorüde so gerne verschenken möchte.

Wie ein Fels in der Brandung wirkt Otto im Auslauf mit den anderen Galgos. Aber der Fels kann auch ganz Windhund sein und plötzlich ein Rennspiel eröffnen. Denn unter all der Gemütlichkeit befindet sich spanisches Feuer, das (b)rennen möchte! Gerne rennt er der Gruppe voraus, aber er kann auch Mitläufer sein, genauso wie derjenige, der ein Spiel der anderen stoppt, wenn es zu ungestüm wird. Dass ihn ein anderer zum Hasen macht, davor hat Otto keine Angst. Er ist ein selbstsicherer, gestandener Galgo, der sich Respekt verschaffen kann.

Otto könnte unserer Einschätzung nach sehr gut als Einzelhund glücklich werden, denn er mag den Stress und die Unruhe, die unweigerlich in einer größeren Gruppe aufkommen, nicht – Stichwort „Ruhe und Gemütlichkeit“. Insbesondere bei der Verteilung des Futters in seiner Galgo-WG oder wenn Personen mit anderen Hunden die Station verlassen und deshalb bei den zurückbleibenden Hunden Frust entsteht, ist das nichts für Ottos Wohlbefinden und den Gemütlichkeitsfaktor. Nein, unser Otto genießt lieber die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Menschen! Kuscheln ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er ist ausgesprochen harmoniebedürftig und reagiert feinfühlig auf jede Art von Erregung oder Disharmonie bei seinen Menschen. Mit Kindern hat er keine Probleme; hier bleibt er ganz Balu, der gutmütige Bär. Katzen sollten jedoch nicht im Haushalt leben und bei kleinen Hunden kommt es sehr auf deren Persönlichkeit an, mit der Tendenz zu eher nicht.

Verlassen wir die Station, steht Otto oft noch als letzter an der Tür und blickt uns sehnsuchtsvoll nach. Wie gerne würde er uns begleiten! Raus aus der Auffangstation, hinein in ein Leben, in dem er sich seinem Menschen eng anschließen darf. Er würde diesem Menschen bis ans Ende der Welt folgen, daran besteht kein Zweifel. Ein wehmütiger Anblick ist das dann immer, aber wir hoffen, dass wir mit diesem Text für Otto die Tür in ein neues Leben öffnen und dass die richtigen Menschen auf diesen besonderen Schatz mit dem großen Herzen aufmerksam werden.

update 22.11.2024

 

Otto hat seine Familie gefunden. Viel Glück zusammen wünschen wir!

Update 13.01.2026

Otto hat vor über einem Jahr sein liebevolles Zuhause gefunden und genießt glücklich sein neues Leben - seine Familie berichtet:

 

Unser Otto

Wir hatten schon immer Hunde. Nachdem wir in unserer Umgebung beim Spaziergang eine Bekannte mit ihren Galgos getroffen haben, wollten wir uns diese Hunde einmal genauer anschauen. 

Bei unserem ersten Besuch im Fränkischen Seenland durften wir mit vier Hunden spazieren gehen. Nach längerem Spaziergang, vielen netten Gesprächen und Eindrücken fuhren wir nach Hause, um uns über eine Adoption klar zu werden. Wir waren im ständigen Kontakt mit Tanja und haben einen weiteren Besuchstermin mit ihr ausgemacht. Unsere Entscheidung war zu dem Zeitpunkt schon auf Otto gefallen. Als wir ankamen, teilte sie uns mit, dass sich Otto verletzt hat. Er humpelte stark, da er sich ein großes Hämatom an der Schulter zugezogen hatte. So sind wir wieder, ohne Hund, nach Hause gefahren, um eine Weile abzuwarten, wie sich diese Verletzung entwickelt.

Am 9.11.2024 konnten wir Otto endlich abholen.

Zu Hause angekommen, zeigte er sich sehr unsicher, aber das war auch kein Wunder bei den vielen neuen Eindrücken - sei es die lange Autofahrt und auf einmal ein Haus statt Hütte. Es dauerte eine ganze Weile, bis er sein Hundebett entdeckte und es freudig in Beschlag nahm.

Leider kamen nach ein paar Tagen für Otto und uns mehrere Wochen mit Sorgen und für Otto bestimmt auch Schmerzen. Seine Verletzung fing an, sich immer wieder mit Flüssigkeit zu füllen, und wurde dick und dicker. Nun begann für uns eine Zeit, in der wir ständig beim Tierarzt zu Besuch waren. Zuerst wurde die dicke Beule punktiert und die Flüssigkeit eingeschickt. Wir mussten zunächst diese Stelle mit Zugsalbe behandeln, damit sie sich öffnet und der Sekret ablaufen sollte. Nach längerer Zeit platzte sie endlich auf. Otto war nicht so begeistert, er musste ab sofort T-Shirt tragen, damit er nicht daran leckt und kratzt. Nachdem sich die Wunde nach Wochen endlich verschlossen hatte, fing sie an zu wandern. Vom Schulterblatt ging es dann etwas tiefer an den Brustkorb. Uns fiel auf, dass jedes Mal bei Belastung diese Verletzung schlimmer wurde. Dann hat unser Tierarzt die Wunde gelasert und mit Tarantula behandelt und siehe da, wir bekamen langsam, aber sicher, Ruhe in die ganze Geschichte.

Nun zur Eingewöhnung. Schon nach wenigen Tagen hat sich Otto, so glauben wir, ganz wohl gefühlt. Er ist ein sehr ruhiger Mitbewohner, der im Haus unheimlich angenehm ist. Als wir das erste Mal mit unserem Wohnmobil in den Urlaub fuhren, war es für Otto total selbstverständlich hineinzugehen, sich hinzulegen und die gesamte Fahrt total entspannt zu bleiben. In der Zwischenzeit waren wir schon mehrmals unterwegs und er genießt es jedes Mal aufs Neue. Wenn wir beginnen zu packen, ist er gleich dabei.

Tanja beschrieb Otto, dass er sehr sozial ist, aber bei kleinen Hunden sie Sympathie zählt. Das hat sich zu hundert Prozent bewahrheitet. Katzen ignoriert er dagegen und läuft völlig unbeeindruckt an ihnen vorbei. Wir können ihn auch überall hin mitnehmen, egal ob in der Gaststätte oder bei Familie und Bekannten, er legt sich brav neben uns und ist total tiefenentspannt. Unser Enkel war am Anfang nicht begeistert, dass wir uns wieder einen Hund anschaffen, da er einmal von einem fremden Hund gebissen wurde und seither Angst hat. Diese Angst hat Otto ihm genommen. In der Zwischenzeit können beide nebeneinander auf dem Sofa chillen. 

Wo alles gut ist, versteckt sich aber auch eine „Macke“. Er wollte überhaupt nicht gerne alleine bleiben. Wenn wir ihn trotzdem mal alleine lassen mussten, sucht er sich eine Beschäftigung, 

Er holte sich ein Buch aus dem Regal und hat es zerlesen, hat Taschentuchboxen zerrissen, Fernbedienungen zerkaut oder Brennholz aus dem Korb gestohlen. Diese Sachen hat er alle mit in sein Bett geschleppt. Das sind nur ein paar der Dinge, die er sich im Haus zusammengesucht hat. Aber in der Zwischenzeit haben wir es geschafft, dass er zwei Stunden nach dem Spaziergang auf dem Flur, wo nichts herumsteht, selig in seinem Bett schläft, und wir einkaufen gehen können.

Wir haben festgestellt, dass ein Hund aus dem Tierschutz schon so eine kleine Wundertüte sein kann. Keiner weiß, was er erlebt hat und warum er auf manche Sachen seltsam reagiert. Wir freuen uns auf jeden Fall noch auf viele neue Abenteuer mit unserem Otto….