Keko

Keko

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegestelle bei Koblenz
wartet seit:Juni 2024 (bei der FBM seit Nov. 2023)
geboren am:10.01.2021
Größe:ca. 69 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Keko würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Barbara und Joachim Gehri
Besonderheit:freundlich, sozial, anfangs etwas scheu, Katzentest in Spanien bestanden
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:20.09.2025

Was wir über Keko erzählen können ...


25.04.2024

Keko wartet bei der FBM entdeckt zu werden.

Den Katzentest in Spanien hat er bestanden.

 

update 04.06.2024

Keko ist bei uns angekommen.

Der große, noch zu dünne Rüde zeigt sich dem Menschen gegenüber schüchtern, taut aber schon auf. Er braucht etwas Zeit, aber wenn er merkt alles ist gut kommt er und zeigt auch schon Freude dabei, wenn man ihn anspricht.

In seiner Hundegruppe kommt er gut zurecht, geht Streit aus dem Weg und verhält sich allen Hunden gegenüber ruhig, unsichtbar und sozial.

Update 26.06.2024

Neue Fotos von Keko:
 

Hier sind die Bilder im Überblick zu sehen.

update 21.07.2024

 

Keko ist auf ein Pflegestellensofa umgezogen. 

update 17.08.2024

 

Keko ist zuhause. Viel Glück zusammen wünschen wir!

Update 20.09.2025

Keko hat vor über einem Jahr sein Zuhause gefunden und genießt dort glücklich sein neues Leben:

 

Sonntag 10. August 2025: Keko und ich machen uns morgens auf den Weg zum nahegelegenen Park - was wir da machen? Freunde treffen, Kekos Freunde.

Ein Blick genau ein Jahr zurück, Samstag 10. August 2024. Auf der Hundewiese hab ich Keko von seiner Pflegefamilie abgeholt, seine Pflegemama nimmt ihn, nach einem letzten Tollen, Rasen und Spielen mit seinen Pflegegeschwistern an die Leine und übergibt mir die Leine. Davon war Keko gar nicht begeistert. Er springt, er reißt sich los. Auf der eingezäunten Hundewiese zum Glück kein Drama, aber mir ist in dem Moment erstmal anders geworden. Ich hatte in dem Moment Angst bekommen, wie schaffe ich es, sein Vertrauen zu gewinnen? Wird er sich bei mir wohlfühlen? Will er überhaupt zu mir? Wie schwer wird es?

Der zweite Versuch, diesmal mit Geschirr und Leckerlies als Überzeugung, verlief dann unproblematisch und Keko sprang letztlich bereitwillig ins Auto. Daheim angekommen, mache ich vorsichtig den Kofferraum auf, dort sitz ein sichtlich eingeschüchterter Keko, der die Sicherheit des Autos gar nicht verlassen will. Also sitzen wir gemeinsam auf Heckklappe. 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten, dann war der Mut gesammelt, er steht zaghaft auf. Ich umklammere die Leine mit allem was meine Hand gibt, löse die zweite Leine, mit der Keko am Gitter im Auto fest gemacht war und Keko springt raus. Aber es war anders, als ich erwartet hatte. Es gab keine Panik, kein Fluchtversuch, eine zarte Neugier an der Umgebung aber vor allem die Suche nach etwas, das ihm Schutz und Halt gibt.

Drinnen erkannte Keko schnell, das es hier keine Gefahr gibt, erkundete noch am Abend alle Räume und nahm "seine" Couch ein. Auch draußen lief er an der Leine eigentlich vorbildlich, solange es um uns herum ruhig blieb. Fahrräder, besonders die, die sich von hinten nähern, Kinderwagen, Rollatoren, größere laute Menschengruppen, davor bekam Keko Angst, das waren Dinge, die er nicht kannte, einfach nicht einschätzen konnte. Seine Stärke ist nun mal das Laufen und damit bringt er sich im Zweifel in Sicherheit und das hat er dann schon das ein oder andere mal probiert umzusetzen. Von seinem Springen auf der Hundewiese am Tag 1 sensibilisiert, hab ich schnell eine gewisse Umsicht und Vorbereitung für solche Situationen entwickelt, um Keko besser zu beruhigen und ihm einen sicheren Bereich zu zeigen und die Leine immer ganz fest in der Hand zu halten.

Zeitweise wollte Keko daher gar nicht raus. Problemlos konnte ich ihm zwar sein Geschirr anziehen, aber sobald die Tür nach draußen aufging, wurde aus dem agilen Galgo ein Ölgötze. Da half nur eins, hochheben und raustragen. Einmal draußen abgesetzt, war es dann auch in Ordnung, der Spaziergang konnte ohne Widerwillen starten. Da Keko trotz seiner Scheue auch eine Neugier mit sich bringt, konnten wir gemeinsam kontinuierlich sicherer werden.

Mittlerweile ist es oft nur noch ein gelegentliches über die Schulter blicken, wenn sich etwas lautes von hinten uns nähert oder ein Ausweichen so weit am dem Wegesrand, wie er gerade Abstand nehmen kann. Nur wenn ihm etwas Unbekanntes zu schnell zu nah kommt, reagiert er noch mit einem kleinen Hüpfer.

Heute ist Keko mein steter Begleiter, Besuche bei Freunden oder im Restaurant sind für ihn kein Problem, er braucht zwar immer einige Minuten, um mit der neuen Umgebung vertraut zu werden, doch dann nimmt er Platz auf seiner Decke und kann sich entspannen.

Ähnlich hat sich Keko auch erst zaghaft den extra für ihn hoch eingezäunten Garten erobert. Wenn die Tür aufstand, stand er direkt neugierig bereit, traute sich aber nicht die 3 Treppenstufen aus dem sicheren Haus hinaus. Mit Argusaugen und gespitzten Ohren wurde alles beobachtet und eingeschätzt, aber so ganz raus ging es nicht direkt. Jeden Tag haben wir das Ritual durchgespielt, ich geh raus, Keko schaut zu. Aber irgendwann, irgendwann als von der Straße kaum Geräusche durch die Hecke drangen und die Sonne zu verlockend auf die Wiese schien, ging es los. Mit einem von mir so bis hierhin nie gesehenen Tempo rennt Keko hakenschlagend durch den Garten. Eine Runde, zwei Runden, drei Runden. Dann direkt wieder rein, hinterher gegangen, fand ich drinnen einen schnaufenden aber irgendwie befreiten Keko, der den Garten für sich erobert hat. Heute reicht das Klacken der Gartentür und Keko kommt durch die Wohnung gelaufen - außer es regnet.

Keko kann sich auch guter Gesundheit erfreuen, bis auf zwei Tierarztbesuche zur Impfung mussten wir nur einmal hin, weil Keko sich beim Toben leicht an einer Kralle verletzt hatte. Beim Tierarzt verhält sich Keko ruhig, sicherlich ist er nicht gerne da, lässt sich aber problemlos behandeln.

Auf unseren vielen Spaziergängen lernten wir dann nach und nach neue Freunde kennen, "ich hab schon von euch gehört, ein neuer Galgo ist in der Stadt", hieß es schon am zweiten Wochenende und Keko lernte Goyar und Noche kennen. So wurden wir offen und neugierig von der Community begrüßt und integriert. Das war auch für mich ein großer Vorteil, ich konnte mir direkte Ratschläge abholen, mich über Futter und die besten Hundebetten austauschen und hören, was für Geschichten es von den anderen gibt.

Als dieser Jahr der Frühling kam, haben Keko und ich seine Freunde eingeladen. Als Keko seinen Garten voll mit allen seinen Freunden, alle ohne Leine und aller Freiheit toben sah, dauerte es nur ein paar Augenblicke bis er sich mit ins Getümmel warf. Eine kleine Überraschung für mich, da Keko an der Leine andere Hunde fast vollständig ignoriert, umso glücklicher macht es mich, zu sehen wir er dann aktiv zum Spielen auffordert und mit allen zusammen durch den Garten flitzt. Alles in allem: Keko ist zuhause angekommen, fühlt sich sichtlich wohl und ich bin jeden Tag glücklich, dass er hier ist.