Batman

Batman

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Nov. 2018 (in Spanien seit 2011 - 7 Jahre!)
geboren am:2011
Größe:ca. 60 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Batman würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:V. Kruppa, Iris K., Karin D., Sonja G., Gabriela S.
Besonderheit:schüchtern, vorsichtig
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:26.02.2019

Was wir über Batman erzählen können ...


Oktober 2018

Batman wurde mit zwei seiner Schwestern im Alter von nur vier Wochen gefunden - gerade noch rechtzeitig, denn die Kleinen liefen Gefahr, in einen Brunnen zu fallen. Das ist nun schon sieben Jahre her. Eine von Batmans Schwestern hat inzwischen ein Zuhause in Deutschland gefunden, aber Batman und seine andere Schwester, Campanilla, warteten seitdem im Tierheim in Socuéllamos bisher vergeblich auf ihre Menschen.

Ein Tierheim ist nicht gerade ein idealer Ort für Welpen, um dort aufzuwachen. Dazu kommt, dass Batman und seine Schwestern zu einem viel zu frühen Zeitpunkt von ihrer Mutter getrennt worden und auf sich allein gestellt waren. Angesichts der großen Zahl der im Tierheim lebenden Hunde und der wenigen zur Verfügung stehenden Zeit sind die Welpen trotz der Bemühungen der vor Ort tätigen Tierschützer mehr oder weniger sich selbst überlassen aufgewachsen. Obwohl sie keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, konnte keine angemessene Sozialisierung stattfinden. Darum sind die Hunde den Menschen gegenüber sehr scheu geblieben.

Trotz seiner Ängstlichkeit gegenüber ihm unbekannten Menschen zeigt Batman aber doch, dass er durchaus in der Lage ist, Vertrauen zu fassen. Mit seinem Pfleger, den er gut kennt, spielt er mit Begeisterung. Batman braucht einfach engagierte Adoptanten, die Erfahrungen mit scheuen Hunden haben und ihn langsam und einfühlsam in ein glückliches Hundeleben führen wollen. Dann wird er mit Sicherheit aufblühen. Batman ist in den letzten Jahren auch immer wieder dem Stress im Tierheim zum Opfer gefallen und von anderen Hunden gebissen worden. Dennoch kommt er mit Hunden gut zurecht.

Batman hätte es so sehr verdient, sein Leben endlich außerhalb des Tierheims, in einer ihn liebenden Familie verbringen zu dürfen. Wo sind die besonderen Menschen für diesen besonderen Hund?
 

Update 25.11.2018

Gestern sind Batman und seine Schwester Campanilla in Deutschland angekommen. Das war für die beiden ausgesprochen niedlichen Galgomixe aus Socuéllamos ein äußerst schwieriger Schritt in ihrem Leben. Zum ersten Mal seit sieben Jahren haben sie das Tierheim verlassen, das sie bis dahin als ihr Zuhause angesehen haben, wurden dann auf eine lange Reise geschickt und wussten nicht, was nun mit ihnen geschieht. Bei ihrer Ankunft waren sie entsprechend zutiefst verstört und voller Angst. Wie die Geschwister sich dann in ihrer Panik aneinander festhalten, geht sehr ans Herz; sie kleben aneinander, brauchen momentan einander und einer kann ohne den anderen noch nicht sein. Das ist kein Wunder, denn von klein auf waren sie zusammen und haben sich in den letzten sieben Jahren denselben Zwinger geteilt. Als Campanilla in ihrer Panik unter sich machte, hat Batman sich um sie gekümmert, sie saubergeleckt. Im Galgotaxi auf ihrer Fahrt zur Auffangstation lagen sie eng beisammen, aneinandergedrückt. Während Batman es schließlich schaffte, sein Köpfchen auf Campanillas Allerwertesten abzulegen und erschöpft ein bisschen wegdöste, schaute die Kleine mit weit aufgerissenen Augen aus dem Fenster ihres Taxis und sah, wie die große Welt dort draußen an ihr vorbeiflog. In den zweieinhalb Stunden, die die Fahrt dauerte, blieb sie auf der Hut, konnte sich nicht entspannen. Auch nach Ankunft in ihrem neuen – hoffentlich – Interims-Zuhause, klebten sie aneinander, suchten sich schnell ein sicheres Bettchen in der Hütte, in dem sie aneinandergedrückt die Nacht verbrachten.

Nun lassen wir die beiden erst einmal in Ruhe ankommen, sich in ihrer neuen, nicht mehr betonierten, dafür aber mit Heizung versehenen Umgebung zurechtfinden, sich an die neuen Routinen gewöhnen und dann hoffen wir, dass sie ihren Schrecken allmählich ablegen können. Aber man muss sich darauf einstellen, dass das dauern wird, denn das Leben der beiden ohnehin ängstlichen Geschwister ist über Nacht aus den Fugen geraten. Wir hoffen, dass wir es für sie nun zum Besseren wenden können, aber sie selbst werden das im Augenblick noch nicht in dieser Weise wahrnehmen können. Was wir sicher sagen können: das Verhalten der beiden und ihr Umgang miteinander berührt zutiefst und die Schreiberin dieses Updates hat einen Kloß im Hals, während sie ihre Geschichte erzählt.
 

Update 27.01.2019

Neue Fotos von Batman:
 

Update 10.02.2019

Es gibt neue Bilder von Batman:
 

Update 26.02.2019

Lange haben wir uns mit einem Update zu dem Geschwisterpärchen aus Socuéllamos Zeit gelassen. Das liegt nicht etwa daran, dass sich nichts getan hätte – ganz im Gegenteil. Besonders Batman hat eine rasante, sehr positive Entwicklung vollzogen. Seine Schwester Campanilla benötigt(e) hingegen noch etwas länger Zeit. Anfangs hat sie sich stark an ihrem Bruder orientiert und ihn gebraucht, um sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. Eine Trennung der beiden schien uns daher erst einmal nicht ratsam. Aber inzwischen haben sich die Geschwister voneinander abgenabelt; sie sind nicht mehr aufeinander angewiesen um zurechtzukommen, sondern agieren inzwischen völlig unabhängig voneinander. Daher ist nun die Zeit gekommen, auf Familiensuche zu gehen!

Batman hat seine anfängliche Scheu recht bald nach seiner Ankunft bei uns abgelegt. Ganz offensichtlich hat er seine neue Umgebung nach eingehender Prüfung für gut befunden, trotz des hereinbrechenden Winters. Innerhalb seiner Gruppe hat er sich auch schon nach kurzer Zeit normal bewegt und sich ohne Hemmungen zu jedem der anderen Hunde in den Korb dazugelegt. Batman nimmt gerne an dem Leben teil, das ihm hier geboten wird: er geht spazieren (wenn auch noch zögerlich), liebt es mit den anderen Hunden zusammen im Freilauf zu sausen und ist keinem Spiel abgeneigt.

Wenn man kommt, sieht man Batman oft schon wartend und Ausschau haltend am Zaun sitzen. Von dort beobachtet er aufmerksam die nähere Umgebung und was um ihn herum vorgeht. Wenn Hunde aus den Nachbargehegen zum Spaziergang mitgenommen werden, schaut er ihnen ruhig und neugierig nach. Er freut sich, wenn er mitgenommen wird, ganz besonders dann, wenn es in den Auslauf geht. Geht man in die Hütte hinein, um nach den anderen Hunden zu schauen, ist Batman auch gleich da; er möchte einfach nur dabei sein.

So freut sich Batman auch, wenn Besuch kommt. Hin und wieder kann es vorkommen, dass er Leute verbellt, die überraschend das Gehege betreten. Das passiert aber eigentlich nur, wenn er quasi „überrumpelt“ wird. Hatte er Zeit, die Besucher vorher eine Weile zu beobachten, werden sie freundlich von ihm begrüßt. Aber auch die, die gerade eben noch verbellt wurden, merken schnell, dass von diesem kleinen Mann keinerlei Gefahr ausgeht. Denn wenn es um Streicheleinheiten geht, ist Batman auch gleich dabei, um sich seinen Teil abzuholen. Dann sucht er die Nähe der Menschen, um möglichst viel an Liebkosungen und Beachtung von ihnen mitzunehmen. Neugierig wie er ist, hat er auch sofort den Wunsch, die Leute, egal ob groß oder noch klein, kennenzulernen.

Natürlich kennt Batman trotz der vielen Fortschritte, die er in den letzten 3 Monaten gemacht hat, noch nicht viel von der Welt da draußen. So schnell lassen sich 7 Jahre in einem Tierheim nicht aufarbeiten oder nachholen. Darum ist es verständlich, wenn er sich in unbekannten Situationen auch noch verunsichert zeigt. Beim Spazierengehen „klebt“ er noch sehr an seinem Menschen, braucht ihn als seinen Sicherheitsanker in dieser für ihn noch völlig fremden Welt, die auf einmal so viel größer und aufregender geworden ist. Dabei wirkt er wie ein Kind, das neugierig, aber auch zögernd eine neue Aufgabe in Angriff nimmt. Daher sollten seine zukünftigen Menschen schon die Geduld mitbringen, ihn ganz allmählich und in kleinen Schritten an sein neues Leben heranzuführen. Auch die Wochenenden, an denen viel los ist in der Auffangstation, viele Besucher, die z.T. auch noch ihre eigenen Hunde mitbringen, können sich stressig auf den kleinen Mann auswirken. Bei zu viel an Trubel läuft er dann doch Gefahr, in eine Reizüberflutung hineinzusteuern. Darum wäre es sicher nicht sinnvoll, wenn sein zukünftiges Zuhause in einer Stadt oder einem belebten Ortskern liegen würde. Aber in einem ruhigen, ländlichen Umfeld, gerne mit einem Garten oder Hof, in dem er in dem er sich frei bewegen kann, würde Batman sicher ein sehr glücklicher und treuer Begleiter seines Menschen werden. Und das wünschen wir ihm nach all den Jahren des Eingesperrtseins.

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing