Oslo

Oslo

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Pflegestelle bei Donauwörth
wartet seit:Juli 2019 (bei FBM seit Nov. 2018)
geboren am:05.04.2017
Größe:ca. 67 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Oslo würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Andrea Frobel, Yvonne K.
Besonderheit:ängstlich, mißtrauisch
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:11.10.2019

Was wir über Oslo erzählen können ...


05.07.2019

Oslo ist ein schüchterner, ängstlicher Hund. 

Im Moment wartet er noch bei FBM. Schon bald wird er nach Deutschland reisen. Dann hoffen wir, dass er ganz langsam lernt, uns Menschen zu vertrauen. Und dann sucht er natürlich auch eine Familie, die ihm dabei weiter hilft, seine Angst zu überwinden.
 

Update 27.07.2019

Oslo kam Anfang November 2018 aus Jerez de la Frontera in die Obhut der Fundación Benjamín Mehnert. Vor ein paar Tagen ist er bei uns im Fränkischen Seenland angekommen, um sich von hier aus auf die Suche nach seiner Familie zu machen. Er ist ein wunderschöner, großer, zimtfarbener Galgorüde, der uns Menschen gegenüber noch sehr misstrauisch ist. Obwohl noch sehr scheu, kommt er aber doch näher, wenn man ganz still dasitzt. Berührt werden möchte er aber noch nicht. Trifft man ihn in der Hütte an und er sieht keine Möglichkeit, rechtzeitig zu flüchten, ergibt er sich. Nun, da er sich einigermaßen in seiner neuen Umgebung eingelebt hat und sich etwas sicherer fühlt, verbellt er auch, um sich all die Fremdlinge auf Abstand zu halten.

In der Hundegruppe kann sich Oslo durchsetzen - da zeigt er mehr Sicherheit als im Umgang mit uns Zweibeinern. Er liegt gerne eng mit den anderen Hunden zusammen und hat auch kein Problem damit, wenn einer seiner Mitbewohner sein Hinterteil als Kopfkissen verwendet.

Auch vor Oslo liegt noch ein längerer Weg, der einiges an vertrauensbildenden Maßnahmen verlangen wird. Aber jetzt bekommt er erst einmal alle Zeit, die er braucht, um sich einzugewöhnen und feststellen zu können, dass es hier eine Menge liebevoller, streichelnder Hände gibt und Menschen, die es gut mit ihm meinen.
 

Update 08.09.2019

Neue Fotos von Oslo:
 

Update 27.09.2019

Oslo hat sich in den zwei Monaten, die er nun in unserer Auffangstation lebt, kaum merklich aus seinen Ängsten gelöst. Der vorherrschende Eindruck, wenn man sich mit Oslo beschäftigt, ist der von Anspannung, ja, Starre. Wird seine Angst übermächtig, versucht er zu fliehen.

Seinen Bezugspersonen vertraut Oslo noch nicht. Oft verbellt er sie sogar, um sie auf Abstand zu halten. Befindet sich jemand in seinem Gehege, lässt Oslo ihn nicht aus den Augen. Zu groß ist seine Sorge, der Mensch könnte Schlechtes im Schilde führen.

Aber Oslo zeigt uns trotz seines Misstrauens, dass er mit auf Spaziergänge oder in den Auslauf will. Beim Anlegen von Sicherheitsgeschirr, Halsband und Leine muss man jedoch sehr umsichtig vorgehen. Fühlt Oslo sich in die Enge gedrängt, ergibt er sich zitternd in sein Schicksal und machte anfangs sogar unter sich vor Angst.

Oslo begleitet unsere Trainerin Tanja auf kleine, gleichbleibende Spaziergänge. Ein souveräner, ruhiger Zweithund hat sich als weitere Begleitung bewährt. Oslo bewegt sich sehr langsam und vorsichtig, muss er doch ununterbrochen eine von ihm als gefährlich eingeschätzte Situation überprüfen. Man muss ihm diese Zeit lassen, damit er vermeintliche Gefahrenquellen als ungefährlich einstufen kann.

Oslo versucht auf den Spaziergängen, trotz der Leine einen Sicherheitsabstand zum Menschen einzuhalten. Um den Menschen im Auge halten zu können, geht er hinter einem. Anfangs konnte man Oslo nicht ansehen, ohne dass er in Panik geriet. Wenn man sich jetzt an der Leine nach ihm umdreht, kann er das aushalten, ohne gleich flüchten zu wollen – einer der winzigen Fortschritte, die wir zu verzeichnen haben. Aber ein schneller Schritt auf ihn zu, um z. B. eine verhedderte Leine zu lösen, und Oslo ist wieder im Fluchtmodus. Auch entgegenkommende Personen lösen Panik bei ihm aus. Doppelte Sicherung und volle Aufmerksamkeit sind deshalb auf den Spaziergängen unabdingbar.

Auf der Wiese ist Oslo momentan noch mit der Schleppleine gesichert, die er hinter sich zieht. Auch hier ist er angespannt und steht oft lange Zeit wie eingefroren da. Aber er lässt sich hier leichter streicheln. Geht man dann weg, folgt er einem. Das sind dann wieder solche beglückenden Momente, die uns zeigen, dass Oslo doch unter vielen Schichten aus Angst eine Sehnsucht nach menschlicher Zuwendung in sich trägt.

Ein ähnlich positives Signal gibt Oslo, wenn Tanja ans Gitter seines Geheges tritt. Das trennende Gitter gibt Oslo ein Gefühl von Sicherheit, das ihm eine Annäherung möglich, sogar wünschenswert macht. Er kommt aus eigenem Antrieb heran, nimmt Leckerli und lässt sich durch das Gitter die Nase streicheln.

Der Schlüssel zu Oslos weiterer Entwicklung wäre jetzt, dass er Vertrauen zu einem Menschen aufbaut. Idealerweise ginge das im familiären Umfeld mit viel Ruhe, regelmäßigen Tagesabläufen und festen Ritualen. Deshalb suchen wir für Oslo eine sehr erfahrene Pflegestelle, die Oslo mit Liebe und Umsicht auf seinem Weg aus der Angst begleitet. Ein ländlich ruhiges Umfeld, ein sicher eingezäunter Garten, keine kleinen Kinder, dafür ein oder mehrere Hundepartner wären geeignete Rahmenbedingungen.

Dieser junge Rüde braucht dringend Hilfe, um endlich zu merken, wie schön so ein Galgoleben sein kann!

Update 11.10.2019

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing