Champi

Champi

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:Juni 2019 (bei FBM seit Sept. 2018)
geboren am:20.09.2016
Größe:67 cm
Mittelmeerkrankheiten:Anaplasmose positiv (behandelt), Rest negativ
Patenschaft:Champi würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Simone Z.
Besonderheit:schüchtern, ängstlich
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:06.09.2019

Was wir über Champi erzählen können ...


17.03.2019

Champi ist bildhübsch, aber noch sehr ängstlich gegenüber Menschen und unbekannter Umgebung. Obgleich er gut an der Leine geht, reagiert er schreckhaft bei plötzlichen Geräuschen. Dann blockiert er, traut sich nicht weiter.

Auch beim Katzentest war er sehr unsicher. Zwar zeigte er Neugierde, war aber gleichzeitig vollkommen eingeschüchtert.

 

Update 17.05.2019

Champi wurde Ende September vergangenen Jahres in einem Dorf im Nordwesten von Sevilla von der Straße aufgelesen. Wie seine Vorgeschichte ausgesehen haben mag, kann man nur erahnen: Viel Gutes scheint der erst zweieinhalb Jahre alte Rüde jedenfalls, was Menschen betrifft, nicht erlebt zu haben. Männer findet er noch furchteinflößender als Frauen. So verhält sich Champi insgesamt lieber ruhig und still - ganz so, als würde er versuchen nicht aufzufallen; sich unsichtbar machen scheint seine Devise zu sein, denn Unsichtbaren kann kein Unheil widerfahren.

Mit den anderen Hunden versteht Champi sich gut; er liegt gerne zusammen mit ihnen im Korb und umgekehrt legen sich die anderen Hunde auch gerne zu ihm. Gemeinsames Kuscheln und gegenseitig Wärme spenden wirkt wie ein Pflaster für die Seele.

An der Leine läuft Champi recht gut, doch ist er sehr unsicher in unbekannter Umgebung und reagiert entsprechen schreckhaft bei plötzlichen Geräuschen. Er bleibt auf der Hut und wenn er etwas sieht, was ihm nicht geheuer ist, blockiert er und traut sich nicht weiter. Da fehlt ihm alles in allem doch noch sehr das Vertrauen in die entsprechende Bezugsperson, die ihm dann in solchen Situationen als Rettungsanker zur Seite steht.

Optisch hat Champi mit seiner langen Nase und dem süßesten aller Überbisse absolut das Potential, sich ganz schnell in ein Herz zu schleichen. Und ganz sicher wartet da draußen eins für ihn – es hat ihn nur noch nicht entdeckt!
 

Update 16.06.2019

Champi ist gerade bei uns angekommen!

Update 02.07.2019

Champi zeigt sich noch sehr vorsichtig und schüchtern uns Menschen gegenüber. 

Er ist zwar auch neugierig, aber der letzte Schritt fehlt noch. Lieber beobachtet er aus der Ferne, kommt auch mal von hinten näher, nur berühren lassen will er sich noch nicht. 

In der Hundegruppe fühlt er sich wohl. Er zeigt sich dort souverän und freundlich, spielt auch schon mit den anderen Hunden. 

Gehen draußen fremde Hunde vorbei kann er auch schon mal sein Reich lautstark verteidigen. 

Update 06.09.2019

„Die im Dunkeln sieht man nicht.“ So ergeht es dem Besucher der Auffangstation mit Champi. Champi ist noch so tief in seiner Angst vor Menschen gefangen, dass er sich unsichtbar macht, wenn Besuch sein Gehege betritt. Er verschwindet dann nicht etwa im Blockhaus, denn da besteht ja die Gefahr, dass ein Mensch die Hütte betreten könnte. Der große, stattliche Rüde kauert sich in den äußersten Winkel einer dunklen Hundehütte, die er sich als Versteck auserkoren hat und hofft, niemand möge ihn dort bemerken.

Zu seinen Bezugspersonen baut Champi inzwischen in kleinen Schritten Vertrauen auf. Immerhin kommt er mittlerweile ins Blockhaus, wenn eine seiner Bezugspersonen darin ist. Er verharrt dann zitternd in der Nähe des Ausgangs, um bei der kleinsten Bewegung nach draußen springen zu können, kommt dann aber auch wieder herein. Man merkt, er möchte gerne dazugehören, möchte mehr Nähe, kann aber noch nicht über seinen Schatten springen.

Auch wenn eine seiner Bezugspersonen das Gehege betritt, hat sich sein Verhalten positiv verändert. Er ist nicht mehr auf Flucht programmiert und huscht sofort in sein Versteck, sondern schaut, was vor sich geht. Kommen Leckerli ins Spiel, wächst sein Interesse und er nähert sich dem Menschen an, schnuppert, doch springt er weg, sobald man sich bewegt. Es sind kleine Schritte, aber es sind die ersten Schritte auf dem Weg zu einem vertrauensvollen Verhältnis zum Menschen.

Leider ist es uns bisher noch nicht möglich, Champi anzuleinen, ohne ihn in größte Bedrängnis zu bringen. Zu groß ist seine Angst, sich dem Menschen auszuliefern. So sind Spaziergänge und Besuche auf der Wiese mit den anderen Galgos für Champi noch nicht praktikabel. Auch hier herrscht momentan also noch mehr Dunkel als Licht für Champi.

Das Bild setzt sich fort: In der Gruppe der Galgos, in der Champi in der Auffangstation lebt, harmoniert er nur bedingt. Es scheint uns, er ist innerlich aus dem Lot, ein Getriebener ohne Halt. Die unsicheren Galgos lässt er nicht in Ruhe, treibt sie von ihren Futternäpfen weg, piesackt sie. Dabei ist er selbst alles andere als souverän. In der großen Auffangstation der Fundación Benjamín Mehnert wurde er mehrfach Opfer von Beißattacken, verlor seinen Lebensmut. Bei uns fühlt er sich stärker, doch wie das oft bei Hunden ist, die selbst einmal in der Opferrolle waren und denen die klar lenkende menschliche Hand fehlt: Champis Verhalten schlägt ins Gegenteil um. Der andere, der bessere Weg, der dahin führen würde, einen souveränen, sozialkompetenten Galgo aus ihm zu machen, den wird er ohne enge menschliche Führung und Liebe nicht beschreiten können. Er kann diesen Weg in seiner jetzigen Lage einfach nicht sehen und unsere Auffangstation ist nur bedingt der richtige Ort für einen Hund wie Champi.

Aber es gibt auch lichte Momente. Momente der Freude und Unbeschwertheit für Champi und das macht uns Hoffnung. Champi hat Spaß am Spiel mit einem souveränen Gefährten. Das ist in seiner Gruppe derzeit Sandy, eine selbstbewusste, spielfreudige Podenca mittleren Alters, die ihm klare Grenzen setzt. Diese Grenzen akzeptiert Champi. Seine Freundin Sandy liebt er. Sie gibt ihm in der Hundewelt die klare Führung, die er zu seinem Glück braucht. Mit ihr spielt Champi ausgelassen, macht Ringkämpfe und Maulfechten, dass einem das Herz aufgeht.

In der Menschenwelt bräuchte Champi genau solch einen Partner wie Sandy, jemanden, der ihm liebevoll, aber klar und souverän sagt, was richtig ist und was falsch. Jemand, der gutes Verhalten belohnt und Champi die Glücks- und Erfolgsmomente schenkt, die er so dringend braucht, um endlich die dunkle Seite seines Lebens hinter sich zu lassen.

Wir wünschen uns für Champi ganz dringend eine Pflegefamilie, noch lieber natürlich eine Familie für immer, die mit ihm diesen Weg beschreitet. Erfahrung mit Angsthunden sollte vorhanden sein, dazu Einfühlungsvermögen in Champis verletzte Seele und ein souveräner Hundegefährte, an dem Champi sich orientieren kann. Beide zusammen, Mensch und Hundepartner, wären in der Lage, Champi eine neue, glückliche Welt zu öffnen, deren Existenz er momentan nur erahnen kann.
 

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing