Harold

Harold

Geschlecht:Rüde, kastriert
wartet in:Deutschland, Auffangstation
wartet seit:März 2019 (bei FBM seit Nov. 2017)
geboren am:13.08.2015
Größe:ca. 66 cm
Mittelmeerkrankheiten:negativ
Patenschaft:Harold würde sich über eine Patenschaft freuen.
Paten:Claudia Huber
Besonderheit:vorsichtig, ängstlich
Adoptionsvoraussetzung: 
letztes Update:16.02.2020

Was wir über Harold erzählen können ...


27.02.2019

Harold muss besonders schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben oder ganz beonders zart und sensibel sein. Jedenfalls zeigt Harold große Angst und Unsicherheit gegenüber uns Menschen, wieder zu vertrauen - das kann Harold noch immer nicht.

Deshalb ist es im Moment auch nicht möglich, seine Verträglichkeit mit Katzen zu beurteilen.

An der Leine hingegen läuft er sehr gut. Mit den Hunden verträgt er sich auch sehr gut.
 

Update 10.03.2019

Harold ist an diesem Wochenende zusammen mit Risqueto, Besubio, Alan, Maison, Mapache und Malala bei uns in der Auffangstation angekommen. 

Harold kam Mitte November 2017 aus einem zwischen Sevilla und Lucena gelegenen andalusischen Dorf in die Obhut der FBM. Offenbar hat er in seinem früheren Leben ausgesprochen schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, denn es fällt ihm immer noch schwer, Vertrauen zu ihnen zu fassen. Nach bereits 16 Monaten des Wartens in der großen Auffangstation und immer noch keiner Aussicht auf Adoption haben wir Harold zu uns ins Fränkische Seenland geholt. Er ist ein ebenso hübscher wie schüchterner Galgorüde, der zart und sensibel wirkt. Aber nach ein paar Tagen hier scheint er sich schon zu freuen, wenn er seine Bezugsperson kommen sieht. Dann steht er am Zaun und fiept ihr entgegen. Geht sie wieder, weint er ihr nach. Berührungen meidet er allerdings noch meistens; wenn er sie zulässt, muss es um ihn herum ganz ruhig und still sein, denn seine Fluchtbereitschaft ist noch groß. Nun hoffen wir, dass er in diesem kleineren und überschaubareren Umfeld allmähliche seine Furcht überwinden und bald ein neues Leben in einer lieben und einfühlsamen Familie beginnen kann.
 

Update 01.04.2019

Neue Fotos von Harold:
 

Update 07.07.2019

Harold, kurz Harry genannt, hat inzwischen einige seiner Ängste überwunden. Er ist zwar immer noch ein vorsichtiger, oftmals auch unsicherer Hund, doch haben wir den Eindruck, dass er sich in familiärem Umfeld schnell zurechtfinden und lockerer werden würde.

Kommen Besucher in die Auffangstation, ist Harry nicht mehr so angespannt wie in der Anfangszeit. Manche werden zwar noch zur Begrüßung verbellt und da kann er auch bisweilen sehr beharrlich sein, aber bei vielen bleibt Harry ruhig und schaut sie sich aus sicherer Entfernung an. Kontakt nimmt er aus eigenem Antrieb zu Fremden noch nicht auf. Dazu muss er einen schon besser kennenlernen.

In der Gruppe der Galgos kommt Harry gut zurecht. Bei der Verteilung des Futters ist er unkompliziert und zeigt keinen Futterneid. Gehen wir zum Spielen auf die große Wiese, was nur alle paar Tage der Fall ist, zeigt Harry, was für ein temperamentvoller, ja, wilder Spieler in ihm steckt. Er ist unglaublich schnell und lauffreudig. Dabei schießt er derzeit noch oft übers Ziel hinaus und bedrängt im Eifer des Gefechts die anderen Galgos, schubst oder zwickt von hinten. „Nun lauf doch schon!“ Noch schneller, noch wilder soll das Spiel werden, wenn es nach Harry ginge – zum Teil sicher ein Ventil für seinen angestauten Stress, den ein unsicherer Hund wie er aufbaut. Dann muss man ihn bremsen, Tempo herausnehmen, damit Harry sich wieder herunterfährt.

Harry braucht die Möglichkeit, sich täglich auszupowern und einen Hundepartner, der spielfreudig und souverän zugleich ist, dazu Menschen, die ihm auch einmal Grenzen setzen, wenn er über die Stränge zu schlagen droht. Aber auch ohne Hundepartner könnte Harry mit aktiven Menschen glücklich werden, denn er hat seinen Spaß auch ganz allein auf der Wiese oder auf Spaziergängen. Auf seiner ihm inzwischen vertrauten Strecke in ländlich ruhiger Gegend läuft Harry ganz entspannt und ohne zu ziehen an der Leine. Verschiedene unserer Gassigänger begleiten ihn mittlerweile, ohne dass es dabei Probleme geben würde. Ein städtisches Umfeld mit seinem Verkehr und Getriebe würde ihn aber vermutlich überfordern und in seine Unsicherheit zurückfallen lassen.

Harrys zarte und feinfühlige Seite, die lernt man kennen, wenn er in der Blockhütte in einem der Betten liegt und sich voller Genuss streicheln lässt. Dann seufzt er oft aus so tiefer Seele auf, so wohlig und zufrieden, dass man gar nicht anders kann als ihn weiter zu kraulen und ins Herz schließen.

Harry ist ein Bild von einem Galgorüden – groß, langbeinig, elegant, temperamentvoll. Wir hoffen, dass bald die Angst vollständig aus seinem Blick gewichen sein wird und er als stolzer Galgo an der Seite seiner Menschen durchs Leben gehen kann.
 

Update 18.08.2019

Neue Fotos von Harold:
 

Update 16.02.2020

Über zwei Jahre wartet Harold, den wir hier Harry nennen, nun schon darauf, von seinen Menschen entdeckt zu werden; erst bei der Fundación Benjamín Mehnert, nun bei uns. Sein Misstrauen gegenüber Fremden und sein abwehrendes Bellen, wenn er durch den Zaun jemanden sieht, haben bisher leider noch jeden abgeschreckt. Dabei hat Harry seinen Menschen so viel zu geben! Hinter der Fassade aus Abwehr, da verbirgt sich eine liebebedürftige Seele, die sich nach dem Halt und der Geborgenheit einer Familie sehnt.

Zu seinen festen Bezugspersonen hat Harry ein vertrauensvolles Verhältnis entwickelt, sucht ihre Nähe und genießt ihre Zärtlichkeit. Kommt einer „seiner“ Menschen in der Auffangstation an, gerät er immer ganz aus dem Häuschen vor Freude.

Gemeinsame Spaziergänge mit einer seiner Bezugspersonen genießt Harry sehr. Er läuft so vorbildlich an der Leine, dass man ihn kaum spürt. Wenn er etwas sieht, was ihn interessiert oder beschäftigt, dann bleibt Harry stehen und verfällt in seine Denkerpose, wie wir sie hier nennen. Minutenlang kann er so stehen, schauen und das Gesehene verarbeiten. Inzwischen lässt er sich aber auch gut aus solch einer tiefgründigen Betrachtung abholen, indem man ihn kurz anspricht oder an seine Seite tritt, ihn berührt und gemeinsam weitergeht. Die Welt ist mittlerweile nicht mehr so unheimlich und schwer einschätzbar für Harry, wie sie das in der Anfangszeit noch war.

Auf der Wiese frönt Harry seiner größten Leidenschaft: dem Rennen. Harry rennt viel und ist – dank seiner langen Beine – richtig schnell. Die anderen Hunde treibt er gerne an und ist dabei nicht zimperlich. Da wird auch gezwickt, um den anderen zu schnellerem Lauf, wilderem Spiel zu motivieren. Deshalb funktioniert das Spiel bei Harry eigentlich nur mit souveränen Hunden, die in der Lage sind, ihm auch Grenzen zu setzen. Hier sind das momentan zum Beispiel die kleine Pepsa und Gob, mit denen Harry auf der Wiese bestens harmoniert.

Wir sind der Überzeugung, dass Harry sich in der Geborgenheit einer Familie schnell öffnen würde und sein wahres Ich dauerhaft zum Vorschein käme.

Auch wenn Harry Fremde immer noch verbellt, so träumt doch auch er den Traum von einer eigenen Familie. Dafür müssen aus Fremden Vertraute werden, aus Vertrauten dann hoffentlich Familie. Wer gibt Harry diese Chance? Er hat sie so sehr verdient.

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Ansprechpartner:Bianca Seefeld
Email:bianca.seefeld@galgorettung-fs.de
Tel.:09173 79916
Ort:91177 Thalmässing